Verstappen am Sonntag von ganz hinten

Wolff: Vorteil für Mercedes ja, aber ...

25. September 2021 - 16:39 Uhr

Motoren treiben Wolff und Co. Sorgenfalten auf die Stirn

Die Vorzeichen für Mercedes beim Großen Preis von Russland am Sonntag stehen gut, auch wenn Lewis Hamilton nach einem verpatzten Qualifying nur von Platz 4 startet. Die Strecke in Sotschi ist gewöhnlich Silber-Terrain, zudem muss Lewis Hamiltons großer Formel-1-Rivale Max Verstappen wegen eines Motorwechsels von ganz hinten starten. Soweit so gut und Teamchef Toto Wolff nimmt die Favoritenrolle für das Russland-Rennen im RTL-Interview auch an. Der WM-Kampf werde aber eng bleiben, prophezeit er, nicht zuletzt, weil auch Hamiltons Power Unit noch einmal getauscht wird.

Im Gespräch mit F1-Reporter Felix Görner erläutert Wolff, wie Mercedes beim Thema Motorwechsel vorgeht und spricht über die Bedeutung der Schattenmänner Valtteri Bottas und Sergio Perez – oben im Video.

Mercedes will Sotschi-Chance nutzen

Dass Verstappen am Sonntag in Sotschi von ganz hinten losfahren muss, sei "für dieses singuläre Rennen natürlich ein Vorteil. Überholen ist nicht ganz einfach", sagte Wolff. Mercedes wolle die Chance nutzen, um einen Punktevorsprung in den WM-Wertungen aufzubauen. Auch, weil Hamilton selbst noch ein Motorwechsel und damit ein Start von ganz hinten bei einem der kommenden Rennen blüht.

"Wir haben da Sorgenfalten, was die Motoren betrifft, nicht nur bei Lewis, auch bei Valtteri", räumte Wolff ein: "Wir gehen im Moment Rennen für Rennen durch und schauen, wie sich die Performance und Haltbarkeit des Motors entwickelt."

WM-Schwankungen bis zum Ende

Doch auch wenn für Mercedes beim Russland-GP alles am Schnürchen läuft und die Silbernen Verstappen und Red Bull viele Punkte abnehmen, hieße das für den Mercedes-Häuptling noch gar nix. Wolff rechnet damit, dass es in der WM weiter hin und her geht.

"Wenn nichts Außergewöhnliches passiert mit Ausfällen oder so dann kann das schon bis ganz zum Ende gehen in Abu Dhabi. Und mit ein paar wenigen Punkten Unterschied kann es in die eine oder andere Richtung schwingen", so der Österreicher. (msc/fgö/mar)