"Zeigt, wie sie wirklich sind"

Nächste Runde: Verstappen legt gegen Mercedes nach

29. Juli 2021 - 16:24 Uhr

Die Jubel-Party beschäftigt Verstappen immer noch

Der spektakuläre Crash zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton in Silverstone ist weiter das beherrschende Thema in der Formel 1. Der Red-Bull-Pilot legte vor dem Ungarn-GP nochmal nach und lederte kräftig gegen den Weltmeister und dessen Team.

"Ich möchte mich so nie sehen"

Grund für die erneute Kritik des WM-Führenden ist der euphorische Jubel Hamiltons und im Mercedes-Lager – und das während Verstappen selbst noch angeknockt im Krankenhaus untersucht werden musste. Der Niederländer blieb bis auf einen Brummschädel unverletzt, die ausgelassene Feierei in Silverstone stieß ihm aber übel auf.

"Das zeigt, wie sie wirklich sind", sagte der 23-Jährige im Rahmen des Ungarn-GP in Budapest. "Ich möchte mich so nie sehen."

Hamilton rief bei Verstappen an

In der ersten Runde beim Großbritannien-GP waren die beiden Top-Fahrer kollidiert, Verstappen ging leicht in Führung liegend außen in die Copse-Kurve, Hamilton innen. Der Brite berührte mit dem Vorderrad den Hinterreifen des Red-Bull-Piloten, der anschließend mit hoher Geschwindigkeit und 51g in den Reifenstapel krachte. Hamilton kassierte eine 10-Sekunden-Strafe von den Stewards. Nachdem er sie abgesessen hatte raste er noch zum Heimsieg – und feierte mit den 140.00 Fans am Silverstone Circuit.

"So feiert man so einen Sieg nicht", sagte Verstappen erneut, der auch von einem Telefonanruf Hamiltons erzählte. Details wollte er allerdings nicht nennen. Ob Hamilton schmutzig gegen ihn fahre, wollte er nicht so recht beantworten. "Er hat es einfach falsch eingeschätzt in der Kurve."

Eine eigene Schuld am Crash wies er von sich. "Ich habe nichts falsch gemacht. Ich bin hart, aber nicht aggressiv gefahren, sonst hätte ich ihn in die Wand gedrückt."

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Verstappen: Strafe viel zu milde

Am Donnerstagnachmittag findet eine weitere Anhörung zum Crash statt, diese hatte Red Bull beantragt. Red-Bull-Berater Helmut Marko hatte bei RTL angekündigt, dass der Rennstall neue Beweise vorlegen könne. Falls die Stewards diese als signifikant und relevant einschätzen, könnte der Crash neu aufgerollt werden und Hamilton drohte eine zusätzliche Strafe. Experten schätzen die Chancen allerdings als nicht all zu groß ein.

Verstappen teilt die Meinung seines Teams. "Die Strafe hätte härter ausfallen müssen", sagte er. Da Mercedes dermaßen überlegen sei gegenüber anderen Teams (außer Red Bull), sei ein solches Strafmaß wirkungslos. (msc)

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