Verstappen senior verärgert über Verhalten des Mercedes-Teamchefs nach dem Crash

Jos Verstappen: "Toto Wolff braucht nicht mehr anrufen"

Jos Verstappen mit seinem Sohn Max während des Rennwochenendes in Silverstone
Jos Verstappen mit seinem Sohn Max während des Rennwochenendes in Silverstone
© Getty Images, Bongarts, AJB / WTM

20. Juli 2021 - 8:34 Uhr

Kein Anruf von Wolff bei Verstappen nach dem Crash

Das Rennwochenende in Silverstone ist vorbei, doch der Ärger im Lager von Max Verstappen ist nach dem Crash mit Lewis Hamilton noch lange nicht verraucht. Vor allem das Verhalten von Mercedes-Teamchef Toto Wolff nach dem Rennunfall stößt auf Unverständnis. "Wir hatten seit Jahren einen guten Kontakt, er rief immer wieder an und schmierte uns Honig ums Maul. Ich glaube, jeder weiß warum", sagte Max Verstappens Vater Jos im Gespräch mit der TZ München und dem Münchner Merkur. Nach dem schweren Silverstone-Crash, den Verstappen nur mit viel Glück unbeschadet überstanden hatte, sei ein Anruf bislang ausgeblieben. "Das zeigt, welchen Charakter er hat", so Verstappen senior: "Er braucht jetzt nicht mehr anzurufen."

Im Video: Red-Bull-Motorsportberater Marko gibt Gesundheitsupdate zu Verstappen

Hamiltons große Siegesparty verärgert Verstappen-Lager

Wie sein Sohn ärgerte sich auch Jos Verstappen über die Feierlichkeiten nach Hamiltons Heimerfolg, während der Red-Bull-Pilot noch medizinisch untersucht wurde: "Man feiert nicht seinen Sieg derart euphorisch, wenn der Kollege noch im Krankenhaus ist."

Nach einer Kollision der beiden Titelrivalen in der ersten Runde war Verstappen schwer in die Streckenbegrenzung gekracht. Kräfte von bis zu 51 g wirkten beim Einschlag, der Niederländer konnte sein Auto zwar selbst verlassen, wirkte nach dem schweren Unfall aber mitgenommen und zu Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht. Erst am späten Sonntagabend die Entwarnung.

"Max geht es soweit gut, er ist okay", bestätigte Jos Verstappen. Sein Sohn fühle sich wie ein Boxer, der schwer K.o. gegangen sei: "Max blieb die Luft weg. Deshalb wollte er am Anfang nichts sagen, um erst mal wieder zu Atem zu kommen." (lhö/sid)