Soziale Medien mal wieder Tatort der Hetzer

Lewis Hamilton nach Verstappen-Abschuss rassistisch beleidigt - Formel 1 wehrt sich

Lewis Hamilton wurde rassistisch beleidigt.
Lewis Hamilton wurde rassistisch beleidigt.
© Imago Sportfotodienst

19. Juli 2021 - 11:07 Uhr

Viel Kritik, aber leider auch Hetze

Der Tiefpunkt des Silverstone-Crashs! Unter die Diskussionen um den Unfall zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen (hier die Einschätzung unseres RTL-Experten Felix Görner) haben sich leider auch wieder üble Beschimpfungen gemischt, der Weltmeister wurde in den sozialen Medien rassistisch beleidigt. Mit einem gemeinsamen Statement wehrt sich der Formel-1-Sport gegen die Hetzer und fordert eine Bestrafung.

"Wir drängen darauf, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden"

Lewis Hamilton ist nach dem Crash mit Max Verstappen in Silverstone Opfer rassistischer Beleidigungen im Internet geworden. "Während und nach" dem Rennen habe es diese in den Sozialen Medien vielfach gegeben, teilten die Formel 1, der Weltverband FIA und das Mercedes-Team in einem gemeinsamen Statement mit.

"Wir verurteilen dieses Verhalten in stärkster Art und Weise", heißt es darin. "Diese Leute haben keinen Platz in unserem Sport, und wir drängen darauf, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden." Die Formel 1, die FIA, Fahrer und Teams "arbeiten für einen diversen und inklusiven Sport. Auf solche inakzeptablen Vorfälle von Internet-Beleidigungen muss hingewiesen werden, sie müssen bekämpft und besiegt werden." Auch Red Bull positionierte sich deutlich.

Hamilton und Verstappen waren in der ersten Runde des Grand Prix in Silverstone kollidiert. Verstappen schied nach einem heftigen Unfall aus und musste wegen Schwindelgefühlen im Krankenhaus untersucht werden. Hamilton gewann das Rennen und rückte im WM-Klassement wieder bis auf acht Punkte an Verstappen heran.

Red Bull warf Hamilton mehrfach Fahrlässigkeit vor und forderte sogar eine Sperre. Verstappen verurteilte die Jubelarien des Weltmeister nach dessen Sieg. Die Stewards belegten den Engländer mit einer Zehn-Sekunden-Strafe. (sid/sho)

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