Red-Bull-Star meldet sich nach Crash zu Wort

Verstappen: Respektloses und unsportliches Verhalten von Hamilton

Max Verstappen hat kein Verständnis für das Verhalten seinen WM-Rivalen Lewis Hamilton
Max Verstappen hat kein Verständnis für das Verhalten seinen WM-Rivalen Lewis Hamilton
© Getty Images, Bongarts, AJB / WTM

18. Juli 2021 - 21:28 Uhr

Verstappen hat den Kaffee auf

In Max Verstappen brodelt es gewaltig! Wenige Stunden nach der Highspeed-Kollision mit Lewis Hamilton beim Großbritannien-GP hat sich der Formel-1-Spitzenreiter erstmals zu Wort gemeldet. Bei Twitter und Instagram kritisierte der Red-Bull-Pilot seinen WM-Rivalen scharf: Die Sieges-Feiern von Hamilton "während ich noch in der Klinik war, sind respektlos und unsportlich", schrieb Verstappen.

Verstappen: Strafe wird dem Manöver nicht gerecht

Bereits in Runde 1 waren Hamilton und Verstappen bei einem Zweikampf aneinandergeraten: Der Mercedes-Mann hatte Verstappen kurz vor Copse-Corner attackiert, in der Highspeedkurve (Geschwindigkeiten von bis zu 280 km/h!) touchierte Hamilton mit seinem linken Vorderreifen den rechten Hinterreifen von Verstappen. Der Red-Bull-Star drehte sich und schoss fast ungebremst in die Reifenstapel.

"Ich bin froh, dass ich okay bin", schrieb Verstappen. Nach Auskunft seines Teamchefs Christian Horner war der 23-Jährige bei seinem Einschlag Fliehkräften von 51g ausgesetzt. Zum Vergleich: In Formel-1-Autos wirken in Kurven bei normaler Fahrt schon mal 5g auf die Piloten.

"Ich bin sehr enttäuscht, dass ich so rausgenommen wurde", schrieb Verstappen weiter und kritisierte auch die milde Strafe der Rennkommissare gegen Hamilton. "Die erteilte Strafe hilft uns nicht weiter und wird dem gefährlichen Manöver von Lewis auf der Strecke nicht gerecht."

Red-Bull-Verantwortliche stinksauer

Die Stewarts des Internationalen Automobilverbandes FIA hatten Hamilton nach dem Re-Start mit einer 10-Sekunden-Zeitstrafe belegt, trotzdem gewann der Brite später das Rennen – und verkürzte damit seinen Rückstand in der WM auf nur noch acht Punkte.

Auch die Red-Bull-Verantwortlichen gingen mit Hamilton scharf ins Gericht. "Ein solches verzweifeltes Manöver erwartest du nicht von einem siebenfachen Weltmeister", sagte Teamchef Christian Horner. "Die Strafe halte ich für unzureichend." RB-Berater Helmut Marko warf Hamilton "fahrlässiges, gefährliches Verhalten" vor und forderte eine Rennsperre für den Briten.

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Verstappen zum Check ins Krankenhaus

Verstappen wirkte nach dem Unfall sichtlich mitgenommen, wurde zur Vorsicht für weitere Untersuchungen in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. "Es besteht immer die Möglichkeit einer Gehirnerschütterung", sagte der Chef des medizinischen Formel-1-Notfallteams, Ian Roberts. "Max hat schon richtig was abbekommen, aber er ist soweit okay", sagte Red-Bull-Teamchef Horner bei "Sky". "Wir haben vorsichtshalber ein paar Checks mit ihm gemacht." (dpa,sid,wuw)

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