Mick verpasst Punkte knapp

Sprint, Satz, Sieg: Verstappen triumphiert in Spielberg

Formula One F1 - Austrian Grand Prix - Red Bull Ring, Spielberg, Austria - July 9, 2022 Red Bull's Max Verstappen, Ferrari's Carlos Sainz Jr. and Charles Leclerc in action during the sprint race REUTERS/Florion Goga
Verstappen vor Rot - das Kräfteverhältnis beim Sprint in Spielberg.
JBU, REUTERS, FLORION GOGA

Max Verstappen hat Spielberg erneut in ein holländisches Tollhaus verwandelt und den Formel-1-Sprint beim Österreich-GP gewonnen. Der Red-Bull-Pilot raste auf der Steiermark-Piste von der Pole Position ungefährdet zum Sieg, die Ferrari-Fahrer Charles Leclerc und Carlos Sainz komplettierten nach einem erbitterten Kampf das Samstags-Stockerl. Verstappen startet damit am Sonntag von ganz vorne in den Grand Prix.

Mick Schumacher zeigte bei dem 100-km-Quickie eine starke Leistung: Der Haas-Pilot verteidigte sich rundenlang gekonnt gegen den heranstürmenden Mercedes-Star Lewis Hamilton, musste sich erst kurz vor der Zielflagge geschlagen geben und verpasste als Neunter knapp die Punkteränge. Dennoch eine gute Ausgangsposition für morgen.

Pech hatte Sebastian Vettel: Nachdem sich der Aston-Martin-Pilot vom letzten Startplatz auf Rang 14 vorgearbeitet hatte, wurde er von Williams-Pilot Alex Albon ins Kiesbett abgeschossen. Kurz vor Rennende gab der 35-Jährige auf.

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Red Bull amüsiert sich über die Roten

„Max ist einfach vorneweg gefahren“, brachte Ferrari-Pilot Leclerc den Rennverlauf an der Spitze auf den Punkt. Der Titelverteidiger verteidigte seine Pole am Start kompromisslos, setzte sich danach locker ab – auch, weil sich die Roten hinter dem Niederländer bis aufs Blut bekämpften.

Schon am Start war Sainz kurz an seinem Scuderia-Kollegen vorbeigehuscht, ehe sich Leclerc in Kurve 4 wieder vorbei an Position 2 presste. In den folgenden Runden ging der Fight weiter: Sainz drängelte immer wieder, machte Druck, schaffte es aber nicht vorbei.

„Wir haben natürlich davon profitiert, dass sich die Ferrari-Piloten hinter uns bekriegt haben“, kommentierte Red-Bull-Berater Helmut Marko bei Sky süffisant. So habe es sein Starpilot deutlich einfacher gehabt, die Reifen zu managen. Zur guten Laune bei den „Bullen“ trug auch Sergio Perez bei, der von Startplatz 13 auf Rang 5 raste.

Durch seinen zweiten Sprint-Sieg der Saison (nach Imola) baute Verstappen seinen Vorsprung in der WM aus, liegt mit 189 Punkten deutlich vor seinem Stallkollegen Perez (151) und Leclerc (145) .

Mick trotz gutem Racing angesäuert

In heiße Kämpfe war auch Schumacher vestrickt. Zunächst versuchte er vergeblich, sich an Haas-Nachbar Kevin Magnussen (P7) vorbeizuquetschen. Danach tauchte Hamilton formatfüllend im Rückspiegel des 23-Jährigen aus. Rundenlang verteidigte Schumacher Rang 8 und damit den letzten Sprint-Zähler gegen Sir Lewis – erst zwei Runden vor der Zielflagge musste der Haas-Pilot klein beigeben.

Nach dem Rennen war Schumacher allerdings angesäuert, verstand nicht, warum ihn das Team a) in der Anfangsphase nicht an Magnussen vorbeilotste und b) warum ihm der Däne im Kampf gegen Hamilton nicht als DRS-Hilfe beisprang. „Ich hatte das Gefühl, dass ich schneller war. Ich weiß nicht, warum das Team das Gefühl nicht hatte. Das was ich verstehen muss: Warum ist es so passiert? Weil im Endeffekt haben wir so die Punkte verloren. Ich glaube, wenn wir uns gegenseitig gezogen hätten, hätten wir jetzt wahrscheinlich mehr Punkte gehabt“, resümierte er bei Sky.

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Alonso der Pechvogel des Tages

Pechvogel des Tages war Altmeister Fernando Alonso: Als sich das Feld auf die Einführungsrunde aufmachte, blieb der Alpine des Spaniers stehen – das Aus. Alonso muss somit als Letzter in das Hauptrennen starten.

Auf dem Weg in die Startboxen blieb dann auch noch Zhou Guanyu stehen. Der Motor im Alfa Romeo des Chinesen, der am Sonntag in Silverstone einen ganz schweren Unfall unbeschadet überstanden hatte, war ausgegangen. Es ging auf eine weitere Formationsrunde, die Renndistanz verkürzte sich auf 23 Runden.

Der Start in den Sprint war schließlich turbulent: AlphaTauri-Pilot Pierre Gasly und Hamilton ging die Strecke aus, der Franzose touchierte den Mercedes, wurde ausgehebelt und rauschte in Kurve 1 in den Notausgang. Mehr als Platz 15 war für Gasly danach nicht mehr drin.

Albon lässt Vettel keinen Platz

Von Gaslys Abflug profitierte zunächst unter anderem Vettel, der sich auf leisen Sohlen vom letzten Platz auf Position 14 vorschob. In Runde 11 kreiselte der Aston-Martin-Mann dann aber nach einer Berührung mit Albon ins Kiesbett.

„Ich muss mir das noch anschauen, aber ich denke, Alex hat mir nicht genug Platz gelassen“, sagte Vettel bei Sky. Der Williams-Fahrer hatte in Kurve 5 innen ein Manöver gegen den Deutschen setzen wollen – bis die Straße ausging und der Williams den grünen Boliden von Vettel in den Kies schickte. (mar)