Die Stimmen zum Austin-Qualifying

"Wusste nicht, ob es reicht"

Max Verstappen.
Max Verstappen.
© REUTERS, MIKE BLAKE, ca

24. Oktober 2021 - 1:39 Uhr

Hamilton hat "alles gegeben" und staunt über Red Bull

Zum ersten Mal seit Beginn der Hybrid-Ära (2014) schlägt Red Bull die Konkurrenz von Mercedes in Austin. Und dabei sah das am Freitag noch gar nicht so aus. Pole-Setter Max Verstappen zitterte im letzten Sektor, Sergio Perez haderte mit dem Regen und Lewis Hamilton zieht vor den schnellen "Bullen" den Hut. Die Stimmen zum Qualifying für den Großen Preis der USA.

Max Verstappen (1./Red Bull)

"Es war spannend da draußen auch mit den härteren Reifen. In Q3 war die erste Runde nicht so toll. In der letzten Runde hat es angefangen zu tröpfeln. Da wusste ich nicht, ob ich es schaffe. Aber es hat gereicht. P1 und P3 als Team. Eine starke Leistung. Ich hoffe, wir haben morgen einen guten Start und holen das beste Ergebnis."

Lewis Hamilton (2./Mercedes)

"Ich habe heute alles gegeben. Das war wirklich ein Kampf im ganzen Qualifying. Ich bin ein bisschen zurückgefallen. Die anderen waren sehr schnell. Ich habe wirklich alles gegeben. Für morgen ist es eine gute Position. Ich will das Rennen gewinnen und den Leuten das beste Rennen geben, das sie sehen können."

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Sergio Perez (3./Red Bull)

"Es lief das ganze Training schon sehr gut, und ich dachte – das wird mein Tag! Ich war nah dran mit meiner Rundenzeit am Ende. Aber im letzten Sektor hat mich der Regen erwischt. Da war der Grip weg. Es wird ein langes Rennen morgen. Die Startposition ist vielleicht nicht so entscheidend. Die Reifen werden abbauen."

Sebastian Vettel (12./Aston Martin)

"Ja, irgendwie kein Höhepunkt heute. Am Ende war die Aufgabe nur schneller zu sein, aber nicht zu schnell. Aber wir wollten schneller sein, als die anderen, die auch eine Strafe haben, das haben wir geschafft – bis auf Bottas, aber der Valtteri war für uns nicht in Reichweite (lacht). Wenn die Reifen nicht nachlassen morgen, gibt es keinen Grund reinzukommen (für eine 2-Stopp-Strategie, d. Red.)."

Mick Schumacher (19./Haas)

"Schade, ich musste auf die Waage, das hat uns einen Strich durch die Rechnung gezogen. So waren wir ganz hinten und dann passieren halt Sachen wie im letzten Sektor, dass die Reifentemperatur abfällt. Ich glaube aber, das Team hat einen guten Job gemacht, wir waren einfach etwas unglücklich heute. Die Strecke hat sehr viel Energie, der Reifen wird generell sehr warm, vom Anfang bis Ende steigt die Temperatur stark an, das bei mir was es dann so, dass der Reifen zu kalt war. Wir haben versucht, unsere Quali-Performance bestmöglich hinzukriegen."

James Allison (Mercedes-Ingenieur)

"Es war schwieriges Qualifying für uns. In drei Sessions haben wir nie so ausgesehen, als ob wir die Oberhand hätten. Wir sind happy, dass wir ein Auto vor Red Bull hingestellt haben. Es ist schon ein bisschen enttäuschend. Ab FP3 war die Pace nicht mehr da. Die Streckenbedingungen waren anders, windig, wir haben uns nicht weiterentwickelt mit dem Setup. Red Bull hat erfolgreicher am Freitag und Samstagmorgen gearbeitet. Ich erwarte ein ganz hartes Rennen mit Reifenabbau, Überhitzen, wenn du nah am anderen dran bist. Ein langes hartes Rennen."

Andreas Seidl (Teamchef McLaren):

"Wir haben uns ein bisschen mehr erhofft. Dass wir Ferrari schlagen können. Das hat nicht ganz gereicht. Trotzdem ist es eine gute Position, auf der wir um Punkte kämpfen können.
Es war nicht perfekt heute. Es könnte morgen ein langes Rennen werden bei der Hitze."

Toto Wolff (Teamchef Mercedes)

"Wir haben es übers Wochenende hergegeben. Wir haben ein richtig starkes Auto gehabt am Freitag und sind jetzt nicht mehr auf einen grünen Zweig gekommen. Und dann gibt es halt so ein Ergebnis. Es ist alles ein Setup-Thema und wie man die Reifen im richtigen Fenster hat. Und die hatten wir entweder im ersten Sektor oder im letzten, aber nie gemeinsam."

Helmut Marko (Red-Bull-Berater)

"Unser Auto ist sicherlich schwieriger abzustimmen als vielleicht der Mercedes. Die kommen her und sind auf Anhieb schnell. Wir wussten um das Potenzial. Wir müssen es nur abrufen." (msc/mar)