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Formel 1: "Hammertime" ist Pflicht - Lewis Hamilton in Sao Paulo zum Siegen verdammt

Mercedes will "noch tiefer graben"

"Hammertime" ist Pflicht - Hamilton in Sao Paulo zum Siegen Verdammt

 Formula 1 2021: Brazilian GP AUToDROMO JOS CARLOS PACE, BRAZIL - NOVEMBER 11: Sir Lewis Hamilton, Mercedes during the Brazilian GP at Autodromo Jos Carlos Pace on Thursday November 11, 2021 in Sao Paulo, Brazil. Photo by Mark Sutton / Sutton Images
Lewis Hamilton erschien in Sao Paulo wie immer in extravagantem Zwirn.
www.imago-images.de, imago images/Motorsport Images, Mark Sutton via www.imago-images.de

Hamilton muss in Brasilien liefern

Lewis Hamilton steht vor dem Sao-Paulo-GP unter Druck. Ein weiterer Sieg von WM-Rivale Max Verstappen und Rekord-Titel Nummer 8 wäre in weiter Ferne. Der Formel-1-Dominator der vergangenen Jahre ist auf der Buckelpiste von Interlagos also zum Siegen verdammt – geht die Mission Sieg aber dennoch gewohnt entspannt an.

Lewis lässt sich nicht unterkriegen

Lewis Hamilton entspannte sich nach der Landung in Brasilien erst einmal mit Musik, bei neuen Beats groovte sich der Mercedes-Star für die geplante Aufholjagd im WM-Duell mit Max Verstappen ein. "Bleib positiv und lass dich nicht unterkriegen", schrieb Hamilton an die Welt bei Instagram: "Du schaffst das, ich glaube an dich."

Vermutlich wird Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff Hamilton mit ganz ähnlichen Worten auf den Showdown in Sao Paulo (Sonntag, 18 Uhr im RTL-Liveticker) einschwören, oder wie sein Renningenieur Peter Bonnington stets über Funk sagt: "It's Hammertime!" Heißt so viel wie: "Gib alles, was du hast. Jetzt." Um nichts anderes geht in Brasilien. Hamilton muss liefern - sonst ist der Traum vom nie dagewesenen achten WM-Titel wohl ausgeträumt.

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"Wir raffen uns auf"

Vier Rennen vor Schluss liegt Titelverteidiger Hamilton 19 Punkte hinter Verstappen (24), dabei hatte der junge Herausforderer vor drei Rennen noch zwei Zähler Rückstand. Liegt Hamilton am Sonntagabend 24 oder mehr Punkte hinter dem Niederländer, kann der 36-Jährige nicht mehr aus eigener Kraft Weltmeister werden. Aber aufgeben gilt für Hamilton natürlich nicht.

"Wir raffen uns auf, graben tiefer, als wir es je zuvor getan haben - und kämpfen weiter", hatte Hamilton nach der Pleite zuletzt in Mexiko angekündigt. Doch Verstappen zeigte bisher keine Schwächen und sein Red Bull wird auch wieder in Interlagos schneller eingeschätzt als der Mercedes. Und: Sao Paulo ist nun wirklich nicht Hamiltons Strecke. Zwar wurde er hier in einem großen Drama 2008 erstmals Weltmeister, insgesamt gewann er in der Heimat seines Idols Ayrton Senna aber nur zweimal.

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Kampf bis zur letzten Runde

Zählt alles nicht für Hamilton, der nur einen der letzten acht Grands Prix gewonnen hat. "Jetzt sind wir voll auf die verbleibenden Rennen konzentriert, und Mann, ich liebe Brasilien. Weiter geht's", sagte der bisher Unantastbare. Doch in diesem Jahr scheint Verstappen Serienweltmeister Hamilton tatsächlich knacken zu können. "Natürlich sieht es gut aus", sagte der Spitzenreiter. Und fügte vorsichtig hinzu: "Aber es kann sich auch sehr schnell drehen."

Darauf setzt auch Wolff. Mercedes und Hamilton gingen "mit voller Kraft" in den Großen Preis von Sao Paulo "und die darauffolgenden Rennen", versicherte der Österreicher, der davon ausgeht, dass der Titelkampf bis "zuletzt spannend bleiben wird. Beide Teams werden bis zur letzten Runde hart kämpfen." Mercedes sei gefordert und müsse "aufschließen", sagte Wolff: "Aber wir werden weiterhin alles geben und unser Ziel nicht aus den Augen verlieren." Hamilton und Co. wollen sich nicht unterkriegen lassen, sie glauben (noch) an ihre Chance. (sid/mar)