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Formel 1: Emerson Fittipaldi erwartet Vierkampf um die Spitze - McLaren wird Top-Teams herausfordern

Er hat auch sein Ex-Team auf der Rechnung

Fittipaldi erwartet Vierkampf um die Formel-1-Spitze

Emerson Fittipaldi wurde in den 1970er Jahren zweimal Formel-1-Weltmeister
Emerson Fittipaldi wurde in den 1970er Jahren zweimal Formel-1-Weltmeister
Imago Sportfotodienst

Red-Bull-Berater Helmut Marko erwartet zum Formel-1-Saisonstart in Bahrain einen Dreikampf zwischen seinen „Bullen“, Mercedes und Ferrari. Auch RTL-Experte Christian Danner sieht diese drei in der Wüste vorne . Der zweimalige Weltmeister Emerson Fittipaldi hat aber noch ein anderes Team auf dem Zettel und glaubt: „Diese Saison dürfte eine der spannendsten in der Geschichte der Formel 1 werden."

McLaren "viel stärker als zuvor"

Fittipaldi rechnet damit, dass McLaren 2022 ganz vorne mitmischt. „Ich bin mir sicher, dass McLaren Red Bull und Mercedes herausfordern wird“, sagte der Brasilianer im Interview mit „VegasInsider.com“. Der Traditionsrennstall, mit dem Fittipaldi 1974 die WM gewann, habe „seit letztem Jahr viel an den neuen Regeln für das neue Auto gearbeitet. Sie haben die Kapazität, die Erfahrung, sie haben eine starke Geschichte und einen starken Hintergrund, und unter Zac Brown haben sie das Team neu aufgestellt - sie sind viel stärker als zuvor."

Das gleiche gelte für Ferrari, so der 75-Jährige. Auch die Roten hätten schon letztes Jahr „sehr konsequent“ gearbeitet, „um das neue Auto auf die neuen Regeln vorzubereiten“. Fittipaldis Fazit: „Ich erwarte, dass McLaren und Ferrari dieses Jahr sehr schnell sein werden. Ich denke, diese beiden werden in dieser Saison die Überraschungen sein."

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Fittipaldi sieht Russell "nah an Lewis dran"

An der Spitze also ein Vierkampf mit zwei großen Traditionsteams und den Rivalen der Vorjahre. Doch nicht nur deshalb glaubt Fittipaldi, dass es die Saison 2022 in sich haben wird. Auch das Stallduell bei Mercedes zwischen Platzhirsch Lewis Hamilton und George Russell lässt das brasilianische Racer-Herz höher schlagen.

„Ich bin sicher, dass er mit weniger Erfahrung im Team sehr nah an Lewis dran sein wird. Ich würde sagen, dass man zwei oder drei Grands Prix braucht, um sich an das Team anzupassen. Aber meiner Meinung nach wird er Lewis herausfordern. Er ist sehr talentiert und ein aggressiver Fahrer“, sagte Fittipaldi. Die Saison 2022 „dürfte eine der spannendsten in der Geschichte der Formel 1 werden."

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Enttäuschung für den Enkel

Der Weltmeister der Jahre 1972 und 1974 äußerte sich auch zur Fahrerpaarung bei Haas. Nach dem Rauswurf des Russen Nikita Mazepin hatte der US-Rennstall den Dänen Kevin Magnussen verpflichtet – Fittipaldis Enkel Pietro, der lange als Favorit galt, ging leer aus, ihm bleibt nur die Rolle des Ersatzmanns.

„Ich war natürlich enttäuscht für Pietro, weil er der Reservefahrer ist, aber sie haben die Entscheidung für Kevin getroffen, weil sie das Gefühl hatten, dass es im Moment das Beste für das Team ist. Und das muss man respektieren, denn sie wissen mehr als wir über die Fähigkeiten, das Talent und die Erfahrung von Kevin“, sagte Fittipaldi. „Es wird interessant sein, Kevin und Mick Schumacher zusammen fahren zu sehen." (mar)