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Formel 1: Red-Bull-Berater Helmut Marko erwartet Dreikampf um die F1-Spitze mit Mercedes und Ferrari

Ferrari beim Motor sogar "Primus"

Marko erwartet Dreikampf um Formel-1-Spitze

von Felix Görner und Martin Armbruster

Nach Ansicht von Helmut Marko deutet sich in der Formel-1-Saison 2022 ein Dreikampf um die Spitze an. Die „erste Bestandsaufnahme“ der Testfahrten in Barcelona sei, dass Ferrari zu den Platzhirschen Mercedes und Red Bull „dazugestoßen ist“, sagte der Teamberater der „Bullen“ im RTL/ntv-Interview. Die „Feinabstimmung“ werde beim Saisonstart in Bahrain (20. März) den Ausschlag geben, welches der drei Teams mit seinen „unterschiedlichen technischen Konzepten“ die Nase vorne habe. In Sachen Motor-Power sehe es gar danach aus, „als wäre Ferrari hier der Primus in der Klasse“, so Marko.

Hoppeln auf den Geraden wie Bootstour auf unruhiger See

Aus Red-Bull-Sicht seien die Barcelona-Tests „sowohl von der Performance als auch der Kilometer-Laufleistung zufriedenstellend gewesen“, sagte Marko. Weltmeister Max Verstappen und Sergio Perez „sind ins Auto eingestiegen und haben gesagt: ‘Ja, das fühlt sich gut an.’ Wir haben natürlich noch Schwächen, aber die scheinen behebbar zu sein mit relativ geringem technischen Aufwand. Der erste Eindruck war ein sehr guter“, berichtete die graue Red-Bull-Eminenz über den RB18 aus der Feder von Star-Designer Adrian Newey.

Das „Porpoising“ der neuen Autos, also das Hoppeln der Boliden auf den Geraden , sei auch für Red Bull ein Problem, räumte Marko ein. Das Team sei aber zuversichtlich den Effekt bis zum Saisonstart „im Griff zu haben“. Die Hoppelei habe Verstappen mit „einem Boot auf See verglichen und es wippelt“.

Video: Neuer Red Bull ein "Meisterwerk vom F1-Picasso?"

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"Außerirdischer" Verstappen hat noch Potenzial

Dass Red Bull in Sachen Fahrerpaarung gegenüber Mercedes einen Nachteil haben könnte, weil im Silberpfeil neben Rekordchampion Lewis Hamilton künftig der hochgehandelte George Russell Gas gibt, glaubt Marko nicht. Der junge Brite sei bei Williams im Qualifying zwar sensationell gefahren. „Aber im Rennen war er nur wenige Zehntel vor Latifi.“ Wozu Russell in der Lage sei, müsse man abwarten.

Red Bull habe neben Verstappen in Perez einen „arrivierten Piloten“, der im Vorjahr samstags zwar geschwächelt habe, aber ein „toller Teamplayer sei.“ Titelverteidiger Verstappen erwartet Marko „mit der Gelassenheit eines WM-Titels“ in der anstehenden Saison „noch stärker“. Der Teamberater erinnerte an die „außerirdischen“ Qualifying-Runden des Holländers in der Schlussphase der Vorsaison in Jeddah und Abu Dhabi. „Das zeigt, dass da noch Potenzial ist.“