Gefährlicher Crash mit Verstappen

Hamilton: "Heute muss jemand da oben auf mich aufgepasst haben"

Lewis Hamilton kletterte in Monza zum Glück unverletzt aus seinem Mercedes
Lewis Hamilton kletterte in Monza zum Glück unverletzt aus seinem Mercedes
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12. September 2021 - 21:49 Uhr

Hamilton dankt dem Herrgott

Sein Crash mit Max Verstappen, das Aus beim Italien-GP, die verpasste Chance, im WM-Kampf Boden auf seinen Rivalen gutzumachen – Lewis Hamilton war all das nach dem Rennen in Monza egal. Der Formel-1-Rekordchampion war einfach nur froh, den Unfall unbeschadet überstanden zu haben.

"Es braucht nur eine Millisekunde"

"Es sind Tage wie heute, die mich daran erinnern, wie viel Glück ich habe. Es braucht nur eine Millisekunde und schon wird aus Racing eine schreckliche Situation", schrieb der 36-Jährige bei Twitter: "Heute muss da oben jemand auf mich herabgeschaut und auf mich aufgepasst haben."

Todt "froh, dass Halo da war"

Hamiltons Schutzengel auf Erden war der Sicherheitsbügel Halo, der verhinderte, dass die Last von Verstappens Hinterrad den Engländer erdrückte. "Froh, dass Halo da war", twitterte FIA-Präsident Jean Todt, der das System 2018 gegen viel Widerstand eingeführt hatte. Auch für Mercedes-Teamchef Toto Wolff stand nach dem Monza-Chaos fest: "Halo hat Lewis heute auf jeden Fall das Leben gerettet."

Der Halo - zu deutsch Heiligenschein - ist seit vier Jahren Formel-1-Pflicht. Der Sicherheitsbügel über dem Cockpit soll die Fahrer vor herumfliegenden Teilen schützen und auch, wenn ein Wagen auf einem anderen landet, wie es in Monza passierte.

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Halo beweist sich nicht zum ersten Mal

Nicht zum ersten Mal erwies sich Halo als richtige und wichtige Maßnahme, um die Sicherheit der Piloten weiter zu erhöhen. Ende November vergangenen Jahres war Romain Grosjean beim Feuerunfall in Bahrain mit hoher Geschwindigkeit in und sogar durch die Leitplanken gerast.

Der Wagen wurde zerteilt, der Cockpitschutz aber hielt - bis auf Verbrennungen an den Händen kam der Franzose glimpflich davon. (mar/dpa)