Ausstiegsklausel bei Red Bull oder nicht?

Brisante Pierre Gasly-Gerüchte: RB-Berater Helmut Marko spricht Klartext

LE CASTELLET, FRANCE - JULY 24: Pierre Gasly of France and Scuderia AlphaTauri prepares to drive on the grid during the F1 Grand Prix of France at Circuit Paul Ricard on July 24, 2022 in Le Castellet, France. (Photo by Peter Fox/Getty Images)
Formel 1-Pilot Pierre Gasly: Jetzt reagiert RB-Berater auf die Spekulationen.
GM / WTM, Getty Images, Bongarts

Die „Silly Season“ der Formel 1 hat längst auch das Red-Bull-Lager erreicht. Die Gerüchteküche brodelt: Hat Pierre Gasly etwa eine Ausstiegsklausel und kann das Schwesterteam Alpha Tauri verlassen? Jetzt reagiert RB-Berater Helmut Marko auf die Spekulationen und spricht Klartext.

Gasly wird heiß gehandelt

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Wer fährt in der nächsten Formel-1-Saison bei Alpine an der Seite von Esteban Ocon? Diese Frage hält die Königsklasse aktuell auf Trab, denn die ursprünglich geplante Beförderung von Oscar Piastri ist nach der Posse um den Youngster quasi ausgeschlossen.

Mit Daniel Ricciardo, der seinen Platz bei McLaren wohl räumen muss, Mick Schumacher, dessen Zukunft bei Haas noch ungeklärt ist, und Pierre Gasly, der gerne zu einem größeren Team wechseln würde, werden drei Piloten aktuell besonders heiß auf dem Transfermarkt der Königsklasse gehandelt.

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Red-Bull-Berater Helmut Marko stellte nun allerdings unmissverständlich klar: Gasly ist mit Blick auf 2023 nicht auf dem Markt.

"Keine Ausstiegsklausel" in der Formel 1 bei Pierre Gasly

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Gegenüber Sport1 dementierte der Österreicher eine Ausstiegsklausel des Franzosen, die zuvor von englischen Medien ins Spiel gebracht wurde.

"Es gibt keine Ausstiegsklausel bei Gasly, es hat keine vor der Sommerpause gegeben und es wird auch keine nach der Sommerpause geben", ließ Marko durchblicken, dass der 26-Jährige auch in der nächsten Saison im "B-Team" von Red Bull fahren wird.

Auch AlphaTauri-Teamchef Franz Tost bestätigte den Verbleib seiner Nummer eins, schließlich ergebe es für Red Bull "keinen Sinn", Gasly schon ein Jahr vor Ablauf seines Vertrags ziehen zu lassen. Das Arbeitspapier des Franzosen läuft bis Ende 2023.

"Wenn ein Red-Bull-Fahrer mal ausfällt, gibt es sonst keinen adäquaten Piloten, der einspringen kann. Das kann nur Gasly", begründete Tost seine Einschätzung.

Wird Mick Schumacher der Alonso-Nachfolger?

Für Alpine ist die Absage von Red Bull ein weiterer Dämpfer bei der Suche nach einem geeigneten Alonso-Nachfolger.

Gasly hätte wie kaum ein Zweiter in das Anforderungsprofil des französischen Teams gepass und mit Ocon ein rein französisches Duo gebildet. Eine Rückkehr von Daniel Ricciardo schloss Otmar Szafnauer zwar ebenfalls nicht aus, allerdings wäre der Australier deutlich teurer als Gasly und ist zudem sieben Jahre älter.

Eine weitere Option wäre die Verpflichtung von Mick Schumacher, dessen Zukunft bei Haas nach wie vor offen ist. Der Vertrag des Deutschen läuft nach der Saison aus. G espräche mit der Teamleitung wurden nach Informationen von RTL/ntv zuletzt vertagt. Ob beide Parteien im Herbst zueinander finden, ist nicht klar.

Sollte es nicht zu einer Einigung kommen, könnte ein Wechsel zu Alpine Micks einzige Chance auf einen Verbleib in der Königsklasse sein. (msc/sport.de)