Ricciardo winkt MEGA-Abfindung

Enthüllt! Hat Piastri gar keinen Alpine-Vertrag unterschrieben?

 Formula One Grand Prix Of Austria 2022 Oscar Piastri Alpine F1 Team, portrait, during the Formula 1 Grand Prix of Austria at Red Bull Ring circuit from 7th of June to 10th of July, 2022 in Spielberg, Austria. Spielberg Austria PUBLICATIONxNOTxINxFRA
Oscar Piastri
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Nächste irre Wende im Poker um Edel-Talent Oscar Piastri. Wie englische Medien herausgefunden haben wollen, besitzt der Youngster für 2023 gar keinen gültigen Vertrag mit dem Formel-1-Team von Alpine. Der Weg zu McLaren wäre somit (fast) frei. Dort wird angeblich bereits über die Abfindung von Daniel Ricciardo verhandelt, der sich wohl auf einen satten Zahltag einstellen kann.

Nie einen Vertrag beim F1-Team von Alpine unterschrieben?

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Die "Silly Season" der Formel 1 hat ihre nächste spektakuläre Kehrtwende. Nachdem Alpine-Boss Otmar Szafnauer ankündigte, notfalls gegen Oscar Piastri vor Gericht ziehen und so die Erfüllung des Vertrags erzwingen zu wollen, kommt heraus: Das Supertalent soll angeblich gar keinen gültigen Vertrag beim französischen Rennstall haben. Das berichtet "racingnews365".

Von gut informierten, dem Rennstall nahestehenden Quellen will das Portal erfahren haben, dass Piastri nie einen Vertrag beim Formel-1-Team von Alpine unterschrieb. Zwar unterzeichnete der Australier im November 2021 einen neuen Kontrakt, diesen schloss er allerdings mit der "Alpine Academy", der Nachwuchsschmiede der Franzosen, ab und nicht mit dem Formel-1-Team.

McLaren hat Vertrag vor Tagen schon angemeldet

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In besagtem Vertrag wurde dem Bericht zufolge festgelegt, dass Alpine unter gewissen Bedingungen die Option hat, Piastri in der Saison 2023 in das eigene Formel-1-Team zu holen. Zu diesen Bedingungen gehörte eine festgelegte Zahl an Testkilometern, die Finanzierung seiner Ausgaben und die Beförderung zum Ersatzfahrer 2022.

Ob Alpine diese Bedingungen vollends erfüllt hat, ist nicht klar, spielt für Piastri selbst aber offenbar auch keine Rolle. Der 21-Jährige beruft sich darauf, dass er seinen Vertrag mit der "Alpine Academy" und nicht mit dem "Alpine F1 Team" abschloss.

Interessant: Dem sogenannten Contract Recognition Board (CRB) der FIA, der Ort an dem Verträge zwischen Fahrern und Teams geprüft und registriert werden, lag laut "racingnews365" keine Meldung über einen gültigen Piastri-Vertrag mit dem "Alpine F1 Team" vor. Somit wurden auch weder McLaren noch Alpine vom CRB auf mögliche Vertragsbrüche hingewiesen, als McLaren den Vertrag des Australiers vor wenigen Tagen beim CRB anmeldete.

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McLaren verhandelt schon über Ricciardo-Abfindung

Bei McLaren sind sie angeblich schon drauf und dran, den Vertrag von Daniel Ricciardo ein Jahr vor Ablauf aufzulösen. Die Gespräche zwischen den Parteien laufen bereits, laut "racingnews365" steht für den Australier eine Abfindung in Höhe von 21 Millionen US-Dollar im Raum. Eine Summe, die deutlich über seinem jährlichen Gehalt (circa 15 Millionen US-Dollar) beim britischen Rennstall liegt. Ricciardo ist auch in seinem zweiten Jahr bei den Briten deutlich hinter seinen Erwartungen zurückgeblieben, steht trotz unterschiedlicher Beteuerungen der McLaren-Chefs vor wenigen Wochen vor dem Aus.

Sollten sich Piastri, Alpine und McLaren nicht außergerichtlich einigen können, wird sich die Posse wohl noch mehrere Wochen hinziehen. Am Ausgang des Pokers änderte das aber wohl nichts. "Racingnews365" behauptet, dass sich die Franzosen im Fall eines Sieges vor Gericht wohl mit einer finanziellen Entschädigung abfinden und nicht auf eine Vertragserfüllung bestehen würden.

Oscar Piastri würde demnach in der kommenden Saison im McLaren sitzen. Bis dahin, das haben die letzten Tage gezeigt, müssen aber noch einige Hürden aus dem Weg geräumt werden. (msc/sport.de)