RTL News>Formel 1>

Formel 1: Bernie Ecclestone exklusiv - Michael Schumacher würde sich Mick-Boss Günther Steiner vorknöpfen

Exklusives RTL-Interview

Ecclestone stärkt Mick den Rücken und zählt Steiner an

Ecclestone: Michael Schumacher würde sich Steiner vorknöpfen Nach Haas-Kritik an Mick
03:22 min
Nach Haas-Kritik an Mick
Ecclestone: Michael Schumacher würde sich Steiner vorknöpfen

30 weitere Videos

Formel-1-Legende Bernie Ecclestone sieht den Umgang von Haas-Teamchef Günther Steiner mit Mick Schumacher kritisch. Der junge Formel-1-Pilot brauche keinen Teamverantwortlichen, der ihm sage, was er falsch macht, sagte der 91-jährige Ex-F1-Boss im exklusiven RTL/ntv-Interview. Ecclestone ist sich sicher: Michael Schumacher würde sich den Haas-Chef vorknöpfen.

Ecclestone kritisiert Steiner für Umgang mit Mick

Formel-1-Haudegen Bernie Ecclestone stärkt Mick Schumacher den Rücken, auch wenn die aktuellen Leistungen des 23-Jährigen nur „schwer zu bewerten“ seien, wie er im RTL/ntv-Interview mit Reporter Felix Görner sagte. „Wir wissen nicht, wie gut oder schlecht das Auto ist. Es macht einen großen Unterschied, ob der Stil vom Auto zu seinem Fahrstil passt oder nicht“, so Ecclestone weiter.

Das Verhalten von Teamchef Steiner, der seinen Schützling nach dem Crash in Monaco öffentlich kritisiert hatte, hält der Brite für nicht richtig. Sondern für kontraproduktiv. Mick wisse, dass er nicht so gut performt, wie er sollte. „Er braucht keine Leute, die ihm das ständig sagen. Er braucht jemanden, der ihm hilft und ihn nicht zu viel kritisiert.“ Die große Frage für Schumacher sei daher: „Kann er es mit Günther aufnehmen und ihm Ratschläge geben und nicht andersherum?“

Lese-Tipp: Die Formel 1 ändert ihren Zeitplan

"Das würde sehr helfen"

Ecclestone glaubt, dass der Einfluss von Vater Michael in der aktuellen Situation fehle. Der Rekordweltmeister würde Tacheles mit dem Teamchef reden, meint Ecclestone. „Wenn Michael hier wäre, würde er Günther (Steiner, d. Red.) zeigen, wo es langgeht. Das würde sehr helfen.“ Michael Schumacher lebt nach seinem schweren Ski-Unfall Ende 2013 von der Öffentlichkeit abgeschirmt in der Schweiz. Wie es ihm geht, ist Privatsache.

Mick sei aktuell in in einer schwierigen Position, „denn wenn er das Team verärgert und sie ihn rausschmeißen, dann stellt sich die Frage: Ist ein anderes Team bereit, ihn aufzunehmen? Er leidet also ein wenig und hofft, dass ihm jemand eine Chance gibt.“

An Micks Potential, in der F1 zu bestehen, zweifelt Ecclestone überhaupt nicht. „Er hat die Fähigkeit. Und ich bin mir sicher, dass es sein Wille ist. Es geht darum, ob es ein Team gibt, das ihn nehmen und versuchen will, sicher zu gehen: Ist er so gut wie sein Vater?“

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Ecclestone will Mick im Mercedes sehen

Lese-Tipp: Danner lobt Mick Schumacher - Ausgeschieden und trotzdem gewonnen

Der frühere Formel-1-Zampano wünscht sich durchaus ein anderes Team für Schumi jr. „Ich würde ihn gerne mal in einem anderen Auto sehen, in einem wettkampffähigeren Auto. Ich würde ihn gerne in dem früheren Auto von Mercedes sehen, das wäre schön.“ Mercedes und Mick? Zuletzt hatte Mercedes-Capo Toto Wolff im RTL-Interview gesagt, dass Schumacher künftig für Mercedes eine Option sein könnte. "Mick, mit oder ohne Name Schumacher, ist mit seinen Stärken jemand, der für uns immer auf dem Radar sein wird", so der Mercedes-Teamchef.

Als positives Beispiel nennt Ecclestone auch Red Bull. „Da schauen Sie nach ihren Fahrern und sie versuchen das beste Setup für ihre Fahrer zu finden. So sieht man auch, wie gut der zweite Fahrer in ihrem Team ist. Sie sind sehr gut und stellen sicher, dass das Auto zum Fahrer passt.“

Mercedes, Red Bull – die Realität sieht für Schumacher momentan anders aus. Ganz anders. Noch immer wartet der Deutsche auf die ersten Punkte in der Königsklasse, mal stand er sich wie in Monaco oder Miami selbst im Weg, mal streikte wie zuletzt in Kanada sein Renner. Ecclestones Rat an Haas: „Sie müssen das Auto so abändern, dass es zu ihm passt.“ (msc)