RWE-Aktion für Flutopfer

Unternehmen: Rund 300 Anfragen für leere Häuser im Braunkohlegebiet

Ein Bagger gräbt am Tagebau Garzweiler, im Hintergrund das Braunkohlekraftwerk Niederaußem - und Windräder. Foto: Oliv
Ein Bagger gräbt am Tagebau Garzweiler, im Hintergrund das Braunkohlekraftwerk Niederaußem - und Windräder. Foto: Oliv
© deutsche presse agentur

28. Juli 2021 - 11:15 Uhr

Stadt Erftstadt hat Bürger über Unterkünfte bereits auf Facebook informiert

Die Unwetterkatastrophe in Deutschland hat viele Menschen vors Nichts gestellt. Viele haben ihre Existenz verloren, Wohnungen und Häuser liegen im Schutt. Die Aufräum- und vor allem Aufbauarbeiten werden wohl Monate, wenn nicht Jahre andauern. Notunterkünfte können aber nur eine Zwischenlösung sein. Der Energiekonzern RWE reaktiviert deshalb jetzt Wohnungen in für Kohleabbau geräumten Häusern im Braunkohle-Revier – offenbar mit großem Erfolg.

+++ Alle Meldungen zur aktuellen Wetterlage hier im Unwetter-Live-Ticker +++

RWE: Einige Häuser können sofort bezogen werden - andere brauchen noch Strom und Wasserversorgung

Der Energiekonzern RWE bietet Menschen, die durch die Unwetterkatastrophe ihre Wohnungen verloren haben, nun Unterkunft in leeren Häusern im Braunkohlegebiet an. Konkret gehe es um Häuser, die RWE im Zuge der Umsiedlungen für die Tagebaue angekauft habe und die jetzt leer stünden, sagte ein Unternehmenssprecher.

Und die Aktion findet großen Anklang. Wie ein Sprecher des Unternehmens gegenüber RTL sagte, gäbe inzwischen rund 300 Anfragen für Unterkünfte in dem Ort Manheim-alt.

Einige Häuser könnten sofort wieder bezogen werden, andere müssten erst wieder mit Strom und Wasser versorgt werden. RWE suche aber auch nach anderen Unterbringungsmöglichkeiten. Die Stadt Erftstadt hat die Bürger bereits auf Facebook über das Angebot von RWE informiert.

Kabinett verabschiedet Soforthilfeprogramm: 200 Millionen Euro Soforthilfe für die Flutopfer!

Betroffene können sich per E-Mail melden

"Ab sofort bietet RWE Power in den Umsiedlungsgebieten des Tagebau Garzweiler Wohnraum für Menschen an, die durch die Flutkatastrophe ihre Wohnungen oder Häuser verloren haben", hieß es auf der Facebookseite der Stadt Erftstadt. Betroffene können sich direkt unter der E-Mail-Adresse wohnungswirtschaft@rwe.com melden.

Hochwasser-Katastrophe: So können Sie jetzt helfen!

Damit die Braunkohlebagger vorrücken können, müssen die Ortschaften an den Tagebauen nach und nach weichen. Die Bewohner werden dazu umgesiedelt, oft gemeinsam in ein neu errichtetes Wohngebiet. Die Umsiedlung trifft aber auch auf heftige Kritik in der Region. (dpa, lwe)

Auch interessant