Vermutlich gegen Klippe gestürzt

Flugzeug in Russland abgestürzt

07. Juli 2021 - 8:55 Uhr

28 Menschen starben

Nach dem Absturz eines Flugzeugs mit 28 Menschen am Dienstag im Osten Russlands gibt es keine Überlebenden, wie russische Nachrichtenagenturen mitteilten.

Flugzeug vermutlich gegen Klippe gestürzt

Die zweimotorige Turboprop-Maschine Antonov An-26 war auf dem Weg von der Regionalhauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski nach Palana, einem Dorf im Norden der Halbinsel Kamtschatka, als sie kurz vor der Landung gegen 15 Uhr Ortszeit den Kontakt zur Flugsicherung verlor, teilte das Notfallministerium mit. Angaben der russischen Luftfahrtbehörde Rosawiazija zufolge war es sehr neblig.

Wegen Dunkelheit - in Kamtschatka ist es aufgrund der Zeitverschiebung neun Stunden früher Nacht als in der Hauptstadt Moskau - mussten die Rettungskräfte ihre Suche vorübergehend einstellen. Unter Berufung auf Quellen berichtete Interfax, dass das Flugzeug vermutlich gegen eine Klippe gestürzt sei, als es sich auf die Landung bei schlechten Sichtverhältnissen vorbereitete. Die russische Zivilluftfahrtbehörde bestätigte, dass die Absturzstelle des Flugzeugs gefunden wurde, nachdem das Notfallministerium einen Hubschrauber und Teams am Boden entsandt hatte, um nach dem vermissten Flugzeug zu suchen. Die Trümmer sollen sowohl im Ochotskischen Meer am Pazifik als auch an einem Felshang an der Küste der Vulkaninsel entdeckt worden sein.

Unfälle keine Seltenheit

An Bord befanden sich 22 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder, teilte das Ministerium mit. Unter den Passagieren sei Olga Mokhireva, die Bürgermeisterin von Palana, zitierte die Agentur TASS lokale Behörden. Das betroffene Flugzeug sei seit 1982 im Einsatz.

Die russischen Flugsicherheitsstandards haben sich in den letzten Jahren verbessert, aber Unfälle, insbesondere mit alternden Flugzeugen in weit entfernten Regionen, sind keine Seltenheit. Der Flugzeugtyp aus der Sowjetzeit, der in einigen Ländern noch immer für militärische und zivile Flüge verwendet wird, war seit seiner Inbetriebnahme vor etwa 50 Jahren an Dutzenden tödlichen Abstürzen beteiligt.