Aus Kiew in die Schweiz geflüchtet und dort im TV entdeckt

Nach acht Sekunden in der "Tagesschau": Ukrainerin bekommt Job bei Bank!

Oksana Kononenko bekommt nach "Tagesschau"-Auftritt Job bei einer Schweizer Bank.
Oksana Kononenko bekommt nach "Tagesschau"-Auftritt Job bei einer Schweizer Bank.
© SRF

15. Mai 2022 - 8:48 Uhr

Der Ukraine-Krieg hat das Leben von Oksana Kononenko aus Kiew verändert. Doch acht Sekunden in der "Tagesschau" vom Schweizer TV-Sender SRF haben es noch mal auf den Kopf gestellt. Denn nach ihrer Flucht aus der Ukraine sagte die 36-Jährige im Fernsehen, dass sie gerne für ein Finanzinstitut arbeiten möchte – und genau da wurde sie jetzt angestellt. Das berichten mehrere Schweizer Medien.

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Nach Flucht aus Kiew: Ukrainerin im Schweizer TV

Die Ukrainerin war mit ihrer 69-jährigen kranken Mutter aus Kiew in die Schweiz geflüchtet. Die beiden kamen bei einer Familie in der Gemeinde Egg unter. Beim Bundesasylzentrum traf die 36-Jährige auf ein Kamerateam des Schweizer Fernsehsenders – und landete für acht Sekunden direkt vor der Kamera.

"Ich habe in der Ukraine bei einer Privatbank als Finanzberaterin gearbeitet. Ich versuche in diesem Bereich Arbeit zu finden", sagt Oksana Kononenko zum "SRF". Ihre achtsekündige Aufnahme wurde schließlich am 16. März in der Schweizer "Tagesschau" ausgepielt. Diese acht Sekunden haben den Stein ins Rollen gebracht.

Ein Verwaltungsmitglied der Schweizer Privatbank Bergos in Zürich habe den Beitrag geschaut – und sofort reagiert. Kononenko wurde über das Job-Portal LinkedIn kontaktiert, wie sie dem "Landboten" laut mehreren Medien berichtet. Und auf einmal befand sich die Ukrainerin im Recruiting-Prozess der Bank.

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Ukraine: Kononenko bekommt Job bei Schweizer Privatbank

Und als was arbeitet Kononenko bei der Schweizer Privatbank? Bis zum Jahresende sei sie in einem bezahlten Trainee-Programm angestellt. Danach sei eine Festanstellung geplant, heißt es.

Mit der Aufnahme der Ukrainerin sei die Bank nicht auf gute PR aus. "Sie ist qualifiziert, hat Erfahrungen im Private Banking und im Projektmanagement. Solche Leute haben in der Schweiz keine Probleme, einen Job zu finden", sagt Peter Raskin der Bergos Bank dem "Landboten", so die Berichte. Die Bank wolle weitere Geflüchtete aus der Ukraine einstellen. Das Schicksal der 36-Jährigen macht jedenfalls Mut. (jaw)

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