Finanztest rät

So sparen Sie ohne Negativzins

Damit rechnet wohl kaum jemand: Es gibt noch Konten, bei denen Sie Zinsen auf Ihr Erspartes bekommen.
Damit rechnet wohl kaum jemand: Es gibt noch Konten, bei denen Sie Zinsen auf Ihr Erspartes bekommen.
© imago images/MiS, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

17. Mai 2021 - 15:49 Uhr

Sparen kann teuer sein, muss es aber nicht

Die Deutschen sparen gerne – das ist schon seit eh und je so. Dabei könnte beispielsweise Tagegeld bei größeren Summen für immer mehr Sparer zum Minusgeschäft werden. Zinsen auf sein Geld zu bekommen, wird immer schwieriger und bei vielen Banken steigen für die Kunden die Kosten. Laut Finanztest gibt es aber noch Banken, die ein Zinsplus bieten – wenn auch ein kleines. Außerdem verraten die Experten, wie Sie Strafzinsen auf Ihr Erspartes auf Tagesgeld- oder Festgeldkonten umgehen können.

Banken legen Strafzins auf Kunden um

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte im September 2019 den Strafzins auf 0,5 Prozent verschärft, den Finanzinstitute zahlen müssen, wenn sie Geld bei der EZB parken. Dieses Geld holen sich viele, zumindest teilweise, bei den Kunden zurück. Die Finanzexperten von Stiftung Warentest raten: "Verlangt Ihre Bank für höhere Geld­beträge auf dem Giro- oder Tages­geld­konto Straf­zinsen, sollten Sie Ihr Geld woanders anlegen." Denn Negativzinsen mindern das Sparguthaben.

Unter anderem diese Banken verlangen Negativzins

Beispielsweise die Commerzbank kündigte an, ab August für Beträge über 50.000 Euro Negativzinsen zu verlangen. Das soll Kunden betreffen, die nach Juni 2020 Neukunden der Commerzbank wurden. Bisher lag der Betrag für Negativzinsen bei 100.000 Euro. Noch schneller landet man bei der Degussa Bank im Negativzins. Ab Juli wird die Bank beim Tagesgeld für Kontoguthaben ab 5.000 Euro ein Verwahrentgelt von 0,5 Prozent berechnen.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

So gehen Sie Negativzinsen aus dem Weg

Die gute Nachricht für Sparer: Es gibt Alternativen. Im Finanztest der Stiftung Warentest heißt es: "Für Neukunden der Bank of Scot­land, die bis zum 28. Mai 2021 auf ein neues Tages­geld­konto Geld über­weisen, gibt es sogar vom 1. Juni bis 31. August 2021 einen Bonuszins von 0,4 Prozent, der zusätzlich zum aktuellen Tages­geldzins von 0,1 Prozent gezahlt wird."

Es gibt also noch Banken, bei denen Sie tatsächlich ein bisschen Zinsen auf Ihr Geld bekommen.

Finanztest: 3 der renditestärksten Tagesgeldkonten

  • Bank11
  • Leaseplan Bank
  • Sberbank Direct

Bei allen drei Banken gibt es 0,20 Prozent Zinsen/Rendite pro Jahr bei einem Betrag von 5.000 €. Mindesteinlage gibt es dabei keine. Alle Ergebnisse im Test können Sie hier nachlesen. (Finanztest/mol)