Pipeline-Leck im Golf von Mexiko

"Feuerauge" : Es brennt im Meer

Vor Mexiko hat es wegen eines Lecks in einer Pipeline im Meer gebrannt
Vor Mexiko hat es wegen eines Lecks in einer Pipeline im Meer gebrannt

05. Juli 2021 - 8:25 Uhr

Es sieht verrückt aus - Auswirkungen für die Umwelt unklar

Es sind unvorstellbare Bilder: Wegen eines Gaslecks in einer Unterwasser-Pipeline hat es im Meer vor Mexiko gebrannt. Das Feuer, das etwa 150 Meter vor einer Bohrinsel der Ölförderanlage Ku-Maloob-Zaap im Golf von Mexiko ausbrach, ist mittlerweile gelöscht. Die Bilder sind erschreckend.

Öl-Konzern Pemex immer wieder mit negativen Schlagzeilen

Feuer im Meer in Mexiko
So brannte das Meer vor Cuidad del Carmen

Ein Video, das den Brand zeigen soll, verbreitete sich auch außerhalb Mexikos in sozialen Medien - manche Twitter-Nutzer bezeichneten die kreisförmig brodelnde Glut im Wasser als "Feuerauge".

Fünfeinhalb Stunden habe das Meer gebrannt, bevor das unterseeischen Feuer gelöscht wurde, teilte der staatliche Erdölkonzern Pemex mit.

Laut Pemex gab es weder Verletzte noch mussten Menschen in Sicherheit gebracht werden. Der Brand wurde von Schiffen aus bekämpft und die Verbindungsventile in der Pipeline geschlossen. Der normale Betrieb sei wiederhergestellt, der Vorfall werde untersucht, hieß es. Der Chef der Energie- und Umweltbehörde Asea, Ángel Carrizales, schrieb auf Twitter, es sei kein Öl ausgetreten.

Pemex ist einer der am stärksten verschuldeten Energiekonzerne der Welt. Aufgrund fehlender Investitionen in moderne Technik fällt die Ölproduktion in Mexiko seit Jahren stetig. Der frühere Pemex-Chef Emilio Lozoya (2012-2016) wurde wegen Korruptionsvorwürfen angeklagt und vergangenen Juli von Spanien nach Mexiko ausgeliefert.

Bei weitem nicht der erste Unfall im Golf von Mexiko

Im Jahr 1979 war es auf einer Pemex-Bohrinsel zu einem Ölausbruch gekommen, bei dem über knapp 300 Tage Schätzungen zufolge mindestens eine halbe Million Tonnen Öl in den Golf von Mexiko flossen.

Ebenfalls dort löste 2010 eine Explosion der vom BP-Konzern geleasten Bohrinsel "Deepwater Horizon" die bislang größte Umweltkatastrophe dieser Art aus. Mehr als 1.000 Kilometer Küste wurden verschmutzt, Hunderttausende Tiere starben.

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