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Deepwater Horizon

Deepwater Horizon dpa

Die Deepwater Horizon war eine Ölbohrplattform im Golf von Mexiko. 2010 ging sie durch einen schweren Brand unter, was zur Ölpest von Mexiko führte.

Die Deepwater Horizon war eine Ölbohrplattform im Golf von Mexiko, die im April 2010 durch ein sogenanntes Blowout Feuer fing und anschließend im Meer versank. Bei einem Blowout tritt unkontrolliert Erdöl und/ oder Erdgas aus einer Bohranlage oder einem Bohrloch, was oft zu einer Entzündung des Gases oder Öls führt. Elf Mitarbeiter der Bohrplattform wurden durch die Explosion getötet. Der Vorfall zählt zu den schwersten Umweltkatastrophen in der Geschichte der Menschheit, da dieser die große Ölpest von Mexiko auslöste. Erst drei Monate nach dem Unglück konnte der Ölausfluss gestoppt werden – mehrere Zehntausend Küstenvögel und Meerestiere verloren durch den Ölteppich ihr Leben.

Das Energieunternehmen BP wurde als Leasingnehmer der Deepwater Horizon zu einer Strafe von 4,5 Milliarden US-Dollar verurteilt. BP wird vorgeworfen, dass es als Folge schlechter Verarbeitung und unzulänglicher Wartungsarbeiten zu dem Unfall kam und das Unternehmen darüber hinaus zahlreiche Warnhinweise auf mögliche Gefahrenquellen ignorierte. Zusätzlich muss BP die Folgekosten in Milliardenhöhe bewältigen, die durch den Unfall entstanden sind.

Um den Ölteppich nach der Explosion der Deepwater Horizon aufzuhalten, wurden Chemikalien eingesetzt und das Öl an der Wasseroberfläche verbrannt. Dennoch konnte der Ölausfluss nicht verhindert werden, sodass der Ölteppich neun Tage nach dem Blowout die US-amerikanische Küste erreichte. Kontaminiert wurden dabei unter anderem das Flussdelta des Mississippi und der Loop Current, eine kreisförmig verlaufende Meeresströmung im Golf von Mexiko, die den Transport des Ölfilms in andere mit ihm verbundene Meeresströmungen ermöglichte.