Kahlschlag schon Ende JuliFeinkosthändler Schlemmermeye muss fast alle Filialen schließen

Personalmangel, Inflation und die Zurückhaltung der Kunden haben dem Delikatessenhändler Schlemmermeyer schwer zugesetzt. Im Juni meldet das Unternehmen Insolvenz an, nun naht ein schnelles Ende: Schon Ende Juli müssen elf der insgesamt 14 Läden schließen.
130 Mitarbeiter betroffen
Es bestehe keine Möglichkeit, alle Filialen fortzuführen, erklärt die Geschäftsführung am Mittwoch. Lediglich für drei bestehe noch Hoffnung: die beiden Läden in München und die Filiale in Augsburg will das Unternehmen weiter halten.
Lesen Sie auch: Schlemmermeyer insolvent: Feinkost-Filialen stehen auf der Kippe
Für die 130 Mitarbeiter der anderen Standorte ist bald Schluss. Ihre Löhne sind über das Insolvenzgeld nur noch bis Ende des Monats gesichert. „Danach müsste das Unternehmen diese wieder selbst bezahlen,“ so die Geschäftsführung. Das aber sei nicht möglich. Der Insolvenzverwalter Michael Jaffé habe diesen Maßnahmen bereits zugestimmt.
Video-Tipp: Warum diese Galeria-Filiale die Insolvenz übersteht
Wirtschaftliche Probleme schon vor Corona und Ukraine-Krise
Die Inflation macht dem Delikatesshändler zu schaffen, zumindest begründet das Unternehmen so die Insolvenz. Es fehle an Kaufkraft bei den Kunden und an Personal. Deshalb hätten zwischenzeitlich Filialen geschlossen bleiben müssen, heißt es in einer Mitteilung der Geschäftsführung.
Lese-Tipp: Galeria hat zahlreiche Warenhäuser geschlossen
Und auch vor der Krise steht die wirtschaftliche Lage des Unternehmens unter keinem guten Stern. Bereits 2019 musste Schlemmermeyer Insolvenz anmelden. Mit Unterstützung eines Investors bewahrte eine Restrukturierung das Unternehmen. (okr)
































