"Nach meiner Erwartung hat sich bereits geklärt, wer in das Kanzleramt einziehen wird“

FDP-Chef Lindner: Kanzlerfrage vor Bundestagswahl schon entschieden

Christian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP, im ARD-Sommerinterview.
Christian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP, im ARD-Sommerinterview.
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26. Juli 2021 - 10:40 Uhr

... und das will Lindner nach der Wahl machen

In ziemlich genau zwei Monaten ist Bundestagswahl, doch wenn es nach FDP-Chef Christian Lindner geht, ist das Ding schon so gut wie geritzt. Er geht von einem klaren Wahlsieg der Union aus. Und für sich und seine Partei hat er dann auch schon einen Plan….

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Lindner überzeugt: Die Union wird gewinnen

"In meinen Augen, nach meiner Erwartung hat sich bereits geklärt, wer in das Kanzleramt einziehen wird", sagte Christian Lindner im Sommerinterview der ARD. Der Auftrag zur Regierungsbildung werde nahezu sicher an die CDU und ihren Kanzlerkandidaten Armin Laschet gehen.

Die Frage sei, wer dann wichtige Rollen einnehme und etwa Finanzminister werde. "Ich wäre bereit das zu übernehmen - mit dem Respekt vor der Schuldenbremse, mit der klaren Ansage, Steuern sollten im Höchststeuerland nicht erhöht werden, wenn wir Jobs und private Investitionen wollen", sagte Lindner.

„Mir fehlt die Fantasie, welches inhaltliche Angebot Annalena Baerbock der FDP machen könnte"

In Umfragen zur Bundestagswahl liegt die Union derzeit deutlich vor Grünen und SPD. Umfragen spiegeln allerdings grundsätzlich nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. In der Grafik können Sie sich den Verlauf der Umfragen aller Wahlforschungsinstititute ansehen. In der aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv hat die Union zuletzt Punkte verloren, liegt aber derzeit weiter auf Platz 1.

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Für eine Ampelkoalition aus Grünen, SPD und FDP sieht Lindner nach derzeitigem Stand keine reelle Chance. "Ich sehe nicht, dass es rechnerisch oder von den politischen Inhalten her hinreichende Gemeinsamkeiten für ein Ampelmodell gibt", sagte er. "Mir fehlt die Fantasie, welches inhaltliche Angebot Annalena Baerbock der FDP machen könnte, das attraktiver wäre als die Angebote, die vor vier Jahren Frau Merkel gemacht hat." (dpa/eku)

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