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Europa League: Sebastian Vettel drückt für den nächste Eintracht-Coup die Daumen, Gespräch mit Kapitän Sebastian Rode

F1-Star im Gespräch mit Frankfurt-Kapitän Rode

Vettel-Support für den nächsten Eintracht-Coup in der Europa League

Sebastian Vettel und Sebastian Rode: Hessen unter sich.
Sebastian Vettel und Sebastian Rode: Hessen unter sich.
RTL Collage

Eintracht Frankfurt träumt vom Europapokal-Finale. Dabei kann das Team auf prominente Unterstützung setzen. Für das Halbfinal-Hinspiel bei West Ham United drückt Formel-1-Star Sebastian Vettel fest die Daumen. Am Rande des Rennens in Imola vernetzte RTL den F1-Fahrer mit Eintracht-Spieler Sebastian Rode für ein Gespräch – babbeln unter Hessen.

Vettel drückt Eintracht die Daumen

Sebastian Vettel ist ein großer Fan von Eintracht Frankfurt. Ein sehr großer sogar. Daraus macht der viermalige Weltmeister keinen Hehl. Ob im Stadion oder vor dem TV – Vettel verfolgt den Weg seines Teams. Seit 2012 ist der Aston-Martin-Pilot sogar Ehrenmitglied. Ehrensache für den Heppenheimer.

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Einen Steinwurf entfernt von Vettels Heimatort ist auch Eintracht-Kapitän Sebastian Rode aufgewachsen, inzwischen wohnt Rode in Bensheim - „mit Blick auf Heppenheim“. Im Gespräch der beiden ist schnell auch die hessische Heimat das Thema.

Vettel erzählt eine Anekdote aus alten Tagen. Als er mit seiner Frau (damals noch seine Freundin) das erste Auto für sie kaufte, fuhr er nach Hähnlein, dem Geburtsort von Rode. „Wir waren dort, und der Besitzer meinte: Jetzt gibt’s den Fußballspieler. Der ist ganz bekannt, kennen sie den nicht?“, sagt Vettel und lacht. Er will sich an ein Sprichwort erinnern. „Der schönste Blick in Bensheim ist auf Heppenheim“, mutmaßt er. Rose widerspricht grinsend.

SGE in Barcelona der "Wahnsinn"

Aus Hessen auf die große Bühne. Während Vettel Anfang der 2010er Jahre zum Weltmeister und Weltstar bei Red Bull reift (vier Titel zwischen 2010 und 2013), startet Rode seine Bundesligakarriere bei der Eintracht und etabliert sich als Stammspieler. Nach vielen Verletzungen und zwei wenig erfolgreichen Stationen bei den Bayern und in Dortmund kehrt der Mittelfeldmann 2019 zurück zu Frankfurt. Schon in jenem Jahr geht es mit dem Bundesligisten weit in die K.o.-Runde der Europa Leauge. Erst im Halbfinale gegen Chelsea ist im Elfmeterschießen Schluss. In diesem Jahr feiert die Eintracht wieder magische Nächte in Europa.

Während Vettel nun in der Formel 1 mit Aston Martin meist nur noch um hintere Plätze kämpft, hat Rode mit der Eintracht gerade die Fußball-Zeit seines Lebens. Die Sensation gegen den großen FC Barcelona im Viertelfinale begeisterte auch Vettel vor dem TV. „Das war ja der Wahnsinn“, sagt Vettel immer noch erstaunt. „Auch die Stimmung war mega. Ich habe das natürlich mitbekommen.“

Wobei ihn die Übermacht der Frankfurt-Fans nicht wirklich überraschte. Bei einem Besuch im Camp Nou sei ihm schon vor einiger Zeit aufgefallen, wie ruhig es während des Spiel dort gewesen sei. Hexenkessel? Eher nicht. „ich war überrascht, dass es im Camp Nou so leise gewesen ist. Man hat dort jeden Pass gehört.“

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Eintracht-Fans einfach "unschlagbar"

Lauter wird es wohl im London Stadium, dem Spielort der nächsten Hürde von Eintracht Frankfurt: West Ham. Dort wird erneut eine Frankfurter Fanparty erwartet – allerdings unter widrigeren Bedingungen als zuletzt in Barcelona.

Auch wenn woanders die Stimmung ebenfalls gut sei - die Eintracht-Fans seien eben „unschlagbar“, findet Vettel.

Sportlich ist bei Vettel die Hoffnung aufs Finale groß. „Ich drücke natürlich die Daumen“, sagt der 34-Jährige, der diesbezüglich „sehr optimistisch“ ist. Auch vor dem Barca-Spiel sei die Stimmung bei ihm so gewesen. Es sei ein bisschen wie vor einem wichtigen WM-Rennen Ende einer F1-Saison. Auch Rode zieht den Vergleich, „Für solche Rennen, für solche Gegner lebt man ja.“ Die Vettel-Devise an Rode und Co. „Genieß es! Das sind die besonderen Tage. Habt Spaß!“

Das West-Ham-Rückspiel in Frankfurt kann Vettel nicht live im Stadion verfolgen, er ist dann schon für das kommende Rennen in Miami (USA). Wenn es zeitlich passt, will er die Eintracht bei einem möglichen Endspiel in Sevilla am 18. Mai (live bei RTL) im Stadion unterstützen. „Da würde ich mir ein Ticket kaufen.“

Frankfurt-Trikot als Glücksbringer

In Erfolgen sonnen ist Vettel auch kaum noch gewohnt. Mit seinem Team legte er einen Fehlstart hin, verpasste die ersten beiden Rennen wegen einer Corona-Infektion. Beim Saisondebüt in Australien ging dann fast alles schief, was schief gehen kann.

Im Vergleich zur SGE sei er „noch sehr weit weg von etwas Großem“, sagt Vettel. „Wir haben viel Arbeit vor uns. Aber das Jahr ist noch lang. Wir geben alles, um in spannende Regionen zu kommen.

Und wer weiß, vielleicht war das Eintracht-Trikot für Vettel, das es zum Gespräch ihn gab, ja ein kleiner Glücksbringer für die weiteren Rennen. Am Sonntag fuhr Vettel im Aston Martin erstmals in die Punkte auf Rang 8. Ein erster Erfolg in dieser bisher so schwierigen Saison.

Zuvor hatte Vettel schon das Motto ausgegeben. „Lebbe geht weider“, zitierte der viermalige Weltmeister den legendären Satz von Ex-Eintracht-Trainer Dragoslav Stepanovic.

Das hatte dieser damals aber nach dem Abstieg 1996 gesagt. Und davon ist die Eintracht nun ganz weit weg. Stattdessen gilt: Europa-Party. (msc)