Plastik-Variante ab Juli verboten

Essbare Trinkhalme im Test: Stabil UND lecker?

Essbare Trinkhalme gibt's auch aus Hartweizen - bis zur Nudel ist es da nicht weit
Essbare Trinkhalme gibt's auch aus Hartweizen - bis zur Nudel ist es da nicht weit
© iStockphoto, Kate Cooper

22. Juni 2021 - 15:39 Uhr

Stiftung Warentest prüft essbare Strohhalme

Bereits 2019 wurde die EU-Richtlinie verabschiedet, nun wird sie umgesetzt: Ab dem 1. Juli sind Plastik-Einwegprodukte wie etwa Trinkhalme verboten. Auf der Liste des Mülls, der am häufigsten an europäischen Stränden gefunden wird, liegen diese laut Stiftung Warentest immerhin auf Platz sieben. Das Magazin hat jetzt sechs essbare Alternativen aus Reis und Tapioka, Zucker oder Hartweizen getestet.

So wurde getestet

Alle essbaren Trinkhalme wurden in kalter Cola sowie 60 Grad heißem Wasser versenkt. Dann maßen die Tester, wie lange es braucht, bis sich die Halme verbiegen. Mit stillem Mineralwasser wurde außerdem geprüft, ob die Trinkhilfen geschmackliche oder geruchsbedingte Auswirkungen haben. Außerdem checkte das Labor die Getreide-Produkte auf Schimmelpilzgifte sowie schädliche Mineralölkohlenwasserstoffe.

Das Ergebnis: Getreide-Halme schmecken am besten

Die gute Nachricht: Schadstoffe fand Stiftung Warentest in den sechs Produkten wenn, dann nur in (sehr) geringen Mengen. Bei den Halmen auf Zuckerbasis von "Sorbos" kritisierte das Magazin vor allem das schnelle Durchbiegen und den – nicht überraschenden – hohen Zuckergehalt.

Die Stabilität der Halme von "The Q Life" schwankte deutlich. Am überzeugendsten waren die Produkte auf Getreidebasis: Sie blieben relativ formstabil und waren knusprig.

Wer zu Hause nicht aus dem Glas trinken will, kann natürlich auch auf Trinkhilfen aus Metall, Glas oder Bambus setzen. Die kann man zwar nicht aufessen, dafür aber abwaschen und wiederverwenden. (rka)

Die ausführlichen Testergebnisse finden Sie auf www.test.de.