Ordnungsamt macht Salon in Eschweiler dicht

Friseurin soll trotz positivem Corona-Test gearbeitet haben

Eine Friseurin in Eschweiler soll trotz positivem Corona-Test zur Arbeit gegangen sein. (Foto: Motivbild)
Eine Friseurin in Eschweiler soll trotz positivem Corona-Test zur Arbeit gegangen sein. (Foto: Motivbild)
© dpa, Sebastian Kahnert, bsc

06. März 2021 - 9:34 Uhr

Ein Corona-Test bei der Friseurin war positiv

In Eschweiler (Nordrhein-Westfalen) gibt es Wirbel um eine Friseurin. Die Frau soll trotz eines positiven Corona-Tests zur Arbeit gegangen sein und Kunden bedient haben. Die Stadt teilte mit, dass der Betrieb in dem Friseur-Salon zur "allgemeinen Gefahrenabwehr" sofort untersagt wurde. Aufgeflogen war die Sache, nachdem mehrere anonyme Hinweise beim Ordnungsamt eingingen.

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Seit dem 1. März sind die Friseur-Salons nach dem Lockdown wieder geöffnet.

Ordnungsamt Eschweiler greift nach anonymen Hinweisen durch

Die Hinweisgeber hatten den Behörden gemeldet, dass die Friseurin in dem Salon trotz ihres Testergebnisses tätig sei. Daraufhin griff das Ordnungsamt durch. "Im Rahmen der anschließenden Ermittlungen bestätigte sich dieser Verdacht", erklärte die Stadt.

In sozialen Netzwerken teilte der Salon dagegen mit, es handele sich um eine Falschmeldung. "Heute können wir schriftlich bestätigen (durch Corona-Testergebnisse), dass weder die Mitarbeiter, noch die Kunden infiziert waren. Das Gesundheitsamt spricht von einem Irrtum und leitet das dem Ordnungsamt weiter." Ein Mitarbeiter zu RTL: "Aufgrund eines Missverständnisses mit ihrem Arzt dachte die Mitarbeiterin, dass sie wieder arbeiten dürfte. Sie hätte aber noch 2-3 Tage in Quarantäne bleiben müssen." Das Gesundheitsamt hätte die Öffnung erlaubt.

Stadt Eschweiler zeigt sich von Verhalten schockiert

RTL fragte bei der Stadt Eschweiler nach: "Wir können belegen, dass die Geschäftsführerin des Ladens positiv auf das Coronavirus getestet wurde und deshalb in Quarantäne war. Bei der Eröffnung des Salons hätte sie sich noch in Quarantäne befinden müssen. Da sie den Laden trotzdem geöffnet hat, wurde er jetzt wieder geschlossen", so René Costantini, Leiter des Presseamtes. "Ich bin sehr schockiert über dieses Verhalten." Ob der Salon wieder öffnen kann, stehe noch nicht fest, da es sich noch um ein laufendes Verwaltungsverfahren handele.

Zur Zahl der Menschen, die deswegen nun in Quarantäne müssen, machte die Stadt keine Angaben. Die Städteregion Aachen erklärte allerdings, man gehe nicht von vielen Ansteckungen aus. Die Friseurin sei nur kurze Zeit in dem Salon gewesen. Bislang seien auch alle Tests im beruflichen Umfeld der Frau negativ.

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