Wachstumsschübe bei Kleinkindern

Wenn die Kleinen langsam größer werden: Der erste Wachstumsschub beim Baby

Erster Wachstumsschub: Viele Eltern fragen sich, wann das Baby beginnt, größer zu werden und wie die Wachstumsschübe ablaufen. RTL.de gibt die wichtigsten Antworten.
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29. Juni 2020 - 12:35 Uhr

Wachstumsschübe: Wenn das Baby das erste Mal wächst

Der Begriff Wachstumsschub verwirrt viele frischgebackene Eltern – das Baby wird natürlich nicht über Nacht plötzlich um einige Zentimeter größer. Vielmehr ist damit gemeint, dass das Baby neue Fähigkeiten erwirbt. Diese werden im Gehirn miteinander verknüpft und gespeichert. Deshalb spricht man bei diesen Entwicklungsschritten auch von Wachstumsschüben. 

Innerhalb der ersten vierzehn Lebensmonate sind acht solcher Schübe zu erwarten. Einige davon werden deutlich bemerkbar sein, andere weniger oder gar nicht. Da jedes Kind individuell reagiert, merken Eltern manchmal gar nicht, dass etwas Spannendes passiert. Eine Wachstumstabelle kann die wichtigsten Momente darstellen und gibt Aufschluss, was ungefähr wann zu erwarten ist.

Die Anzeichen für einen Wachstumsschub beim Baby

Der erste Wachstumsschub ist ungefähr ab der fünften Lebenswoche zu erwarten. Die Schübe dauern unterschiedlich lange und können nach einer oder auch erst nach fünf Wochen beendet sein. Aufmerksame Eltern entdecken, dass das Baby weinerlicher ist und mehr Zuneigung möchte. Beim ersten Schub möchten viele Babys auch gerne häufiger gestillt werden.

Der erste Wachstumsschub betrifft vor allem den Körper. Das Baby wirkt insgesamt wacher und aufmerksamer. Das Hörvermögen bessert sich und auch die verschwommene Sicht der Neugeborenen ist hiernach bereits deutlich geschärft. Eltern können bei Ihrem Baby plötzlich bemerken, was ihm gefällt und was eher nicht. 

Was geschieht beim ersten Wachstumsschub?

Nach dem ersten Schub bessert sich neben den Sinnen auch die Atmung und auch die Tränendrüse kann dann vollständig arbeiten. Eltern sollten also nicht erschrecken, wenn das erste Tränchen kullert und Gesellschaft bekommt. Zudem erschrickt das Baby nicht mehr so schnell und auch das Zittern lässt nach. Eltern können vielleicht bemerken, wie das Baby sie aktiv anlächelt und kleine Glucksgeräusche von sich gibt.

Das Baby kann seine Mutter nun deutlich am Geruch erkennen und ist zufriedener, wenn Mama in der Nähe ist. Auch andere wichtige Bezugspersonen werden mit Zufriedenheit wahrgenommen. Nähe ist bei diesem Schub sehr wichtig: Erhält das Baby diese nicht, kann es schnell ängstlich und weinerlich werden. 

Welche Signale und Reaktionen können einen Wachstumsschub ankündigen?

Der erste Schub mag für viele Eltern noch überraschend kommen, doch mit jedem weiteren Schub wächst die Sicherheit. Das Baby muss sich großen Herausforderungen stellen, die ihm zuweilen Angst machen können. Wenn Ihr Baby plötzlich vermehrt weint, schreit und nach Nähe verlangt, dann kann ein Wachstumsschub bevorstehen. Auch das Verlangen nach mehr Nahrung ist ganz typisch. Eltern sollten in diesen Phasen versuche, stets die Ruhe bewahren, damit sich das Kind sicher und geborgen fühlt. Unruhige Nächte sollten deshalb gelassen genommen werden.

Hilfe bei Wachstumsschüben

Leider können Eltern ihrem Baby die Umstellungen des Körpers nicht abnehmen. Wer Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt, gibt dem Baby jedoch die nötige Sicherheit. Einige Kinder reagieren mit sehr starker Unruhe und verweigern Mahlzeiten. Lassen Sie sich anfangs auch vom Kinderarzt oder der Hebamme beraten und beruhigen – so können Sie sicher und souverän mit einem Wachstumsschub Ihres Babys umgehen.

Das Schöne ist, dass jeder Schub mit neuen Fähigkeiten belohnt wird. Diese werden in der schubfreien Zeit mit Freude ausprobiert und verfeinert. Versuchen Sie, diese neuen Fähigkeiten durch das passende Spielzeug oder kleinen Übungen gezielt zu fördern.