Die besten Sicherungen für Fenster, Balkon & Tür

So schützen Sie Ihr Zuhause vor Einbrechern

23. September 2020 - 16:52 Uhr

Stiftung Warentest prüft Einbruchschutz

Unzureichend gesicherte Türen und Fenster sind für Diebe eine willkommene Einladung: Fast 90.000 Mal wurde die Polizei im letzten Jahr wegen Einbrüchen gerufen. Wer sich vor bösen Überraschungen schützen will, kann Fenster, Balkon und Wohnungs- oder Haustür mit speziellen Sicherungen nachrüsten. Stiftung Warentest hat jetzt geprüft, welche davon Langfinger wirklich abhalten – und von welchen Sie lieber selbst die Finger lassen. Die Einschätzung der Experten und mit welchen Kosten Sie rechnen sollten, sehen Sie im Video.

Meistens entscheiden die ersten Sekunden

Wo Einbrecher zuschlagen, ist unterschiedlich: In Mehrfamilienhäusern kommen 52 Prozent von ihnen durch die Wohnungstür, bei Einfamilienhäusern sind es mit 50 Prozent vor allem Balkon- und Terrassentüren, die gefährdet sind. Verhindert – oder zumindest deutlich erschwert – wird das mit Querriegeln und Stangen. Sechs davon hat "Stiftung Warentest" jetzt geprüft. Auch bei Fenstern lassen sich auf Griff- und Scharnierseite Sicherungen anbringen – 13 davon wurden getestet.

Die Tester widmeten sich jeder Sicherheitsvorrichtung drei Minuten lang – hielt sie noch länger stand, auch sechs. Für Einbrecher eine lange Zeit, denn gelingt es ihnen in den ersten Sekunden nicht, etwas zu bewegen, ziehen sie meist weiter. Neben der Einbruchhemmung wurden auch Montage, Handhabung und die Infos auf der Verpackung auf den Prüfstand gestellt.

Die besten Sicherungen für Fenster und Türen:

Finger weg von Schnäppchen-Sicherheits-Tools

Neben den Markenprodukten versuchte Stiftung Warentest auch, günstige Sicherungen von Amazon, Ebay & Co. zu knacken – und hatte dabei leider zu großen Erfolg: Der "Fenster-Schnapper" für 20 Euro ließ sich schnell mit einem einfachen Einbruchwerkzeug aufhebeln. Die "Sash Jammer" (16 Euro für vier Stück) sollten eigentlich die Fensterflügel blockieren, doch auch sie ließen sich problemlos knacken. Von beiden Produkten rät das Magazin also ab.

Alle Testergebnisse finden Sie auf der Website von Stiftung Warentest.

Tipps: So halten Sie Einbrecher fern

Spätestens seit "Kevin allein zu Haus" ist klar: Der beste Schutz gegen Einbrecher ist so zu tun, als wäre man da.

  • Licht einschalten: Lampen mit Zeitschaltuhren können Anwesenheit vortäuschen. Bewegungsmelder stellen mögliche Eindringlinge bei Dunkelheit ins Rampenlicht.
  • Gegenstände auslegen: Sie verreisen? Lassen Sie vorher ruhig etwas herumliegen, zum Beispiel Bälle im Garten oder Schuhe vor der Haustür.
  • Volle Mülltonnen: Ein überquellender Briefkasten und leere Mülltonnen sprechen Bände. Bitten Sie Nachbarn oder Freunde um Hilfe.
  • Vorsicht mit Social Media: Wer bei Instagram, Facebook und Co. uneingeschränkt Urlaubsbilder teilt, riskiert, dass Fremde mitbekommen, dass die Wohnung gerade unbewacht ist. Kontrollieren Sie, wer Ihre Beiträge sehen darf.

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