Großes Tiersterben wegen schlimmer Dürre

Kasachstan: Bauern binden ihre abgemagerten Pferde fest, weil sie nicht mehr stehen können

09. August 2021 - 8:33 Uhr

Tiere finden in der ausgetrockneten Steppe kein Wasser und Gras

Es sind entsetzliche Bilde aus Kasachstan: Sie sind nur noch Haut und Knochen und liegen völlig ausgemergelt auf dem Boden. In Kasachstan kämpfen derzeit viele Pferde ums nackte Überleben. Der Zentralasiatische Staat wird von einer extremen Dürreperiode heimgesucht. Die Bauern kämpfen um ihre Existenzen und könne ihre Tiere nicht mehr ernähren. Viele Pferde sind bereits verendet.

Über 1.000 tote Pferde allein in der Provinz Mangistau

Allein in der Provinz Mangistau haben über 1.000 Pferde den Kampf ums Überleben schon verloren. Ihre Kadaver liegen verstreut in der vertrockneten Steppe. Verantwortlich ist eine besonders heiße und schwere Dürre.

Schon in den vergangenen drei Jahren ist hier kaum Niederschlag gefallen, doch so schlimm wie in diesem Jahr war es noch nie. In einigen Regionen des Landes wurden neue Rekordtemperaturen gemessen. Die Auswirkungen der extremen Dürre sind verheerend.

Kasachstan: Bauern versuchen verzweifelt, ihre Pferde zu retten

In ihrer Not versuchen die Bauern mit fragwürdigen Mitteln zu retten, was noch zu retten ist. Mit Seilen binden sie ihre völlig entkräfteten Pferde an der Scheunendecke fest – in der Hoffnung, den Tieren so eine minimale Überlebenschance zu bieten. "Wir haben für die Stute nichts mehr zu fressen. Deshalb haben wir die Seile gespannt, weil sie allein auf ihren Füßen nicht mehr stehen kann, sie fällt sonst hin", sagt eine verzweifelte Bäuerin.

Die Landwirte können die immer weiter in die Höhe schießenden Preise für Heu und Gerste nicht mehr bezahlen. Immerhin hat jetzt die Regierung angekündigt, Getreidelieferungen in die betroffenen Gebiete schicken zu wollen. (rra)