Es waren keine Vorerkrankungen bekannt

13-Jähriger stirbt nach zweiter Corona-Impfung - Zusammenhang wird geprüft

Jacob Clynick (13) hatte keine bekannten Erkrankungen - plötzlich starb er im Schlaf.
Jacob Clynick (13) hatte keine bekannten Erkrankungen - plötzlich starb er im Schlaf.
© gofundme/jacob-clynick

10. Juli 2021 - 10:32 Uhr

Er klagte nach der Impfung über Fieber und Bauchschmerzen

Der 13-jährige Jacob Clynick aus Michigan galt als gesund, es waren keine Erkrankungen bekannt – und plötzlich starb er im Schlaf. Drei Tage vor seinem Tod erhielt er die zweite Corona-Impfung mit Pfizer. Nach der Impfung klagte er über Fieber und Bauchschmerzen, eigentlich eine normale Impfreaktion. Bisher ist nicht eindeutig geklärt, ob der Tod durch die Impfung ausgelöst wurde. Kann ein Zusammenhang bestehen? Virologe Dr. Martin Stürmer schätzt ein.

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"Ich vermute, dass sie nie wirklich sagen können, ob es die Impfung war oder nicht"

Nach dem plötzlichen Tod von Jacob wird jetzt mithilfe einer Autopsie nach der Todesursache gesucht – auf seiner Sterbeurkunde ist keine eingetragen. Die Untersuchungen können laut Experten bis zu fünf Monate dauern: "Ich vermute, dass sie nie wirklich sagen können, ob es die Impfung war oder nicht", äußert seine Tante Tammy Burages in der Detroit Free Press. "Was auch immer das zugrundeliegende, unentdeckte Gesundheitsproblem war, das wird uns die Autopsie vielleicht sagen können."

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"Aus Einzelfällen wie diesem würde ich aktuell noch nichts ableiten wollen"

Laut Virologe Dr. Martin Stürmer ist es schwierig, den Todesfall mit der Impfung in einen Zusammenhang zu bringen. Trotzdem seien die Berichterstattung und Untersuchungen enorm wichtig: "Ob dieser Todesfall jetzt tatsächlich mit dem Impfen zusammenhängt, ist natürlich schwierig einzuordnen. Es kann genau so gut sein, dass der Tod auch ohne die Impfung erfolgt wäre. Solange es Einzelfälle sind, ist es nicht möglich, eindeutige Rückschlüsse zu ziehen. Es ist ganz wichtig, dass solche Fälle natürlich berichtet und natürlich untersucht und ausgewertet werden, weil wenn man in unterschiedlichen Regionen der Welt gleiche Muster sieht, kann man Rückschlüsse auf mögliche, seltene Reaktionen auf einen Impfstoff führen, aber aus Einzelfällen wie diesem würde ich aktuell noch nichts ableiten wollen." (jos)

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