Schwerer Unfall mit Desinfektionsmittel

Vor den Augen ihrer Töchter: Mutter steht plötzlich in Flammen

22. September 2020 - 11:02 Uhr

Hygiene-Bewusstsein wird Kate zum Verhängnis

Kate Wise aus Texas war schon vor Corona sehr auf Hygiene bedacht: Eine ihrer Töchter (14) lebt mit einer Behinderung und ist sehr anfällig für Krankheiten. Doch als Kate dieses Mal ihre Hände und Arme mit Desinfektionsmittel einreibt, passiert ein furchtbarer Unfall: Als sie wenige Minuten später ein Räucherstäbchen anzündet, steht die 33-jährige Mutter auf einmal komplett in Flammen – vor den Augen ihrer Kinder. Kate kommt mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus.

Wie sie den schlimmen Moment erlebte und wie schnell so etwas auch uns passieren könnte, wenn wir nicht vorsichtig genug sind, sehen Sie im Video.

„Mama brennt!“

Es war ein Ritual, das Kate und ihre drei Töchter schon seit Jahren an Sonntagabenden pflegen: "Wir haben gebadet und uns bettfertig gemacht, und wir haben diese Räucherstäbchen mit Salbei und Lavendel, die wir immer anzünden. Das hilft uns, besser einzuschlafen." Doch diesmal machte Kate einen schlimmen Fehler: Kurz, bevor sie das Räucherstäbchen anzündete, benutzte sie ein alkoholhaltiges Desinfektionsmittel. "Die Flammen griffen sofort auf meine komplette Hand und meinen Arm über", erzählt die Mutter RTL im Interview.

Als Kate ihren Arm reflexartig zurückzog, traf sie eine weitere Flasche mit Desinfektionsalkohol auf dem Tisch – sie explodierte, und auf einmal stand Kates gesamter Körper in Flammen. "Meine zwei Töchter standen dort und schrien: 'Mama brennt!' Und ich rief ihnen zu: 'Geht zu den Nachbarn und ruft den Notruf!'"

Die 33-Jährige rannte in die Dusche und konnte die Flammen löschen – doch sie hatte bereits überall am Körper Verbrennungen zweiten und sogar dritten Grades erlitten. Ihre Kinder blieben zum Glück unverletzt, doch die 33-Jährige hat noch einen langen Weg zur Heilung vor sich. Sie rät jetzt anderen Eltern: "Seid vorsichtig, welche Produkte ihr für euch und eure Kinder benutzt und was ihr danach tut!"

Feuerwehr warnt vor Leichtsinn

Kates Schicksal könnte gerade zu Corona-Zeiten jedem schnell passieren – durch Zigaretten, Kerzen oder andere Feuerquellen. "Da kann man immer nur appellieren, die Sicherheitshinweise zu lesen und bei der Benutzung von Desinfektionsmittel nicht mit offenem Feuer zu hantieren", mahnt Martin Haschik von der Feuerwehr Fürstenwalde. "Bei allem, was über 50 Prozent Alkoholgehalt hat, sind wir diesen Gefahren ausgesetzt."

Wann Desinfektionsmittel vor allem auch für Kinder gefährlich werden kann, erklärt Medizinexperte Dr. Christoph Specht hier.