26. April 2019 - 19:10 Uhr

Kokosöl als Hausmittel gegen Zecken

Oft ist er harmlos, manchmal wird er aber auch richtig gefährlich: der Biss einer Zecke. Die kleinen Insekten übertragen nämlich Krankheiten wie Borreliose und FSME - und mit den wärmeren Temperaturen im Frühling werden auch die blutsaugenden Spinnentierchen wieder aktiv. Doch neben Chemiekeulen gibt es auch ein Hausmittel, das wirksam gegen Zecken hilft: Kokosöl.

Laurinsäure mögen Zecken gar nicht

In Kokosöl ist sogenannte Laurinsäure enthalten, die Zecken gar nicht mögen und auf deren Geruch sie stark reagieren. Nehmen sie Laurinsäure auf Hautpartien wahr, meiden sie diese Stellen. Wenn sie es überhaupt schaffen, auf solchen Stellen zuzubeißen, fallen sie kurz darauf von selbst von der Haut - und das, ohne Krankheiten auf ihren Wirt zu übertragen, wie Forschungen ergeben haben.

Kokosöl eignet sich also toll als Zeckenschutz. Dazu sollten Körperpartien, die möglicherweise mit Zecken in Berührung kommen könnten (also vor allem Arme, Beine, Hals und Nacken) vor dem Gang in die Natur mit dem Öl bestrichen und diese Prozedur idealerweise über den Tag mehrmals wiederholt werden. Auf der Haut soll eine Lage Kokosöl etwa sechs Stunden lang Schutz vor Zecken bieten können.

Im Video: Deshalb sind Zecken so gefährlich

Warum die Bisse von Zecken überhaupt so gefährlich sein können, zeigen wir im Video.

Kokosöl hilft auch bei Behandlung von Zeckenbissen

Und das Beste: Hat doch eine Zecke zugebissen, hilft das Öl auch bei der Behandlung des Bisses. Dazu sollte die Zecke vorsichtig entfernt und die Wunde danach mit Kokosöl behandelt werden. Das Öl tötet mögliche Krankheitserreger ab.

Kokosöl gegen Zecken kann bei Erwachsenen, Kleinkindern und Babys sowie bei Tieren eingesetzt werden. Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

Praktisch ist auch, dass das Öl einen leichten UV-Schutz mitbringt. Aufs Eincremen mit Sonnencreme darf man bei gutem Wetter aber natürlich trotzdem nicht verzichten.