02. bis 08. März

Coronavirus-Chronik Teil 6

Horst Seehofer lehnt Handschlag mit Angela Merkel ab.
© REUTERS, HANNIBAL HANSCHKE, HAN/

10. März 2020 - 10:17 Uhr

Coronavirus-Nachrichten: Die Geschehnisse aus Kalenderwoche 10

Welche Entwicklungen gab es rund um den Coronavirus vom 02. bis 08. März? Teil 6 der Choronavirus-Chronik für Kalenderwoche 10.

Der RTL.de-Liveticker zum Thema Coronavirus hält Sie immer auf dem aktuellen Stand.

Das waren die Meldungen vom Sonntag, 8. März:

21:44 Uhr - Frankreich verbietet Großveranstaltungen

Was in Deutschland noch diskutiert wird, ist in Frankreich Fakt: In Frankreich dürfen keine Veranstaltungen mehr mit über 1.000 Menschen stattfinden. Das hat die Regierung im Kampf gegen den Coronavirus entschieden. Bisher steckten sich in Frankreich mehr als 1.100 Menschen mit dem neuen Coronavirus an - 19 Menschen starben.

19:58 Uhr - Zahl der Todesfälle in Italien steigt auf 366

Die Zahl der Todesfälle durch den Coronavirus hat in Italien deutlich zugenommen. Behörden meldeten 133 neue Fälle - ein Anstieg um mehr als die Hälfte im Vergleich zum Vortag. Damit sind in Italien nachweislich 366 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben.

17:50 Uhr - Erster Deutscher nachweislich am Coronavirus gestorben

Erstmals ist ein deutscher Staatsbürger am Coronavirus gestorben. Dies teilte "Focus" zufolge das ägyptische Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Es handle sich um einen 60 Jahre alten Mann, der vor einer Woche nach Ägypten eingereist sei. Damit ist dies zugleich der erste bekannte Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 in Afrika.

16:19 Uhr - Rheinland-Pfalz schließt Schulen

In Rheinland-Pfalz bleiben wegen der Zunahme der Coronavirus-Infektionen vorsorglich Schulen geschlossen. Nach Angaben der Schulaufsicht vom Sonntag wird es von diesem Montag (9.3.) an in folgenden Einrichtungen im Land zunächst keinen Unterricht geben:

  • Kurfürst-Salentin-Gymnasium Andernach
  • Bertha-von-Suttner-Gymnasium Andernach
  • Geschwister-Scholl-Realschule plus Andernach
  • Realschule plus St. Thomas Andernach
  • Grundschule Ehrenbreitstein Koblenz.

16:19 Uhr - Vatikan schließt Sixtinische Kapelle

06.03.2020, Vatikan, Vatikanstadt: Menschen gehen auf dem Petersplatz im Vatikan. Im Vatikan in Rom gibt es einen ersten Coronavirus-Fall. Wie Vatikan-Sprecher Bruni mitteilte, stellte der ambulante Dienst des Kirchenstaates deshalb am Morgen seine A
Coronavirus - Vatikan
© dpa, Andrew Medichini, FP lop

Die Vatikanischen Museen, mit der Sixtinischen Kapelle eines der meistbesuchten der Welt, wurden geschlossen, teilte der Kirchenstaat mit.

16:09 Uhr - DFL will sich mit Profiklubs treffen

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat  angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland  ein zeitnahes Treffen mit den Profiklubs angekündigt. "Das Coronavirus bringt die gesamte Gesellschaft und damit auch  den Fußball in eine schwierige Situation", sagte DFL-Geschäftsführer  Christian Seifert.

Allerdings machte Seifert auch klar, es stehe außer Frage, "dass  die Saison wie vorgesehen bis Mitte Mai zu Ende gespielt werden  muss, um Auf- und Absteiger sowie die Teilnehmer für die  internationalen Wettbewerbe zu ermitteln.

15:09 Uhr - Spahn: Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern absagen

 Fußball: 1. Bundesliga, Saison 2019/2020, 1. Spieltag, Borussia Dortmund - Borussia Mönchengladbach am 19.10.2019 im Signal Iduna Park in Dortmund Nordrhein-Westfalen. Stadion, Flutlicht, Hinterleger, Feature, Allgemein, Spielfeld, Rasen, DFL REGULA
Kein Revierderby im Dortmunder Stadion am kommenden Wochenende?
© imago images/Kirchner-Media, Kirchner/Christopher Neundorf via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Angesichts zunehmender Coronavirus-Infektionen in Deutschland empfiehlt Gesundheitsminister Jens Spahn, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Zurzeit geschehe dies aus seiner Sicht immer noch zu zaghaft. "Angesichts der dynamischen Entwicklung der letzten Tage sollte das schnell geändert werden", sagte er.

14:49 Uhr - Krankenhaus in Sachsen-Anhalt gesperrt

Das Krankenhaus im sachsen-anhaltischen Zerbst ist für neue Patienten und Besucher gesperrt. Grund dafür ist, dass in der Einrichtung ein Arzt aus Sachsen arbeitet, der positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurde, teilte der Landkreis Anhalt-Bitterfeld mit.

Der Mann sei zuvor im besonders vom Coronavirus betroffenen Südtirol gewesen und weise leichte Beschwerden auf. Derzeit laufe die Suche nach Menschen, die mit dem Arzt Kontakt hatten-

Der Fall zählt statistisch nicht zu Sachsen-Anhalt, nach Angaben des Sozialministeriums wurde bis Sonntagmittag bei keinem Sachsen-Anhalter eine Infektion mit dem Erreger Sars-Cov-2 nachgewiesen. In allen anderen Bundesländern sind bereits Erkrankungen bekannt.

13:59 Uhr - Auswärtiges Amt: Ausreisen aus Norditalien weiterhin möglich

Deutsche, die sich in Norditalien aufhalten, können von dort auch weiterhin zurück nach Deutschland. Zwar sind Ein- und Ausreisen in 15 Provinzen Norditaliens seit Sonntag stark eingeschränkt. Ausnahmen seien aber unaufschiebbare berufsbedingte Fahrten oder Notsituationen, teilte das Auswärtige Amt mit.

12:49 Uhr - Polen kontrolliert Busse, die aus Deutschland kommen

Um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, führt Polen an der A4 am früheren Grenzübergang Hennersdorf (Jedrzychowice) bei Görlitz Kontrollen für Busreisende aus Richtung Deutschland ein. Die Stichproben-Kontrollen sollen am Montag beginnen.

10:19 Uhr - Fast 850 Corona-Infektionen in Deutschland

847 Menschen haben sich mittlerweile bundesweit mit Sars-CoV-2 infiziert. Dies teilte das Robert Koch-Institut (RKI) mit. Das sind rund 50 Fälle mehr als am Vortag und mehr als zehnmal so viele wie noch eine Woche zuvor.

Die weitaus meisten Fälle bundesweit verzeichnet nach RKI-Angaben mit 392 weiterhin Nordrhein-Westfalen vor Baden-Württemberg (182) und Bayern (148). Außer Sachsen-Anhalt sind mittlerweile alle Bundesländer betroffen.

09:59 Uhr - Zahl der Infektionen in Österreich deutlich gestiegen

Die Zahl der Infektionen mit dem neuen Coronavirus ist in Österreich deutlich gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministerium gab es bisher 104 bestätigte Fälle.

Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte bereits angekündigt, dass die Alpenrepublik sämtliche Direktflüge nach Mailand, Bologna, Südkorea und in den Iran für zwei Wochen einstellen wird. Zudem sollen punktuell Gesundheitschecks an der österreichisch-italienischen Grenze durchgeführt werden.

08:39 Uhr - Italien riegelt Norden des Landes ab

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus schränkt die italienische Regierung die Bewegungsfreiheit von rund 16 Millionen Bürgern drastisch ein. Ministerpräsident Giuseppe Conte sagte, die Lombardei und 14 andere Gebiete würden weitgehend abgeriegelt. Er habe das entsprechende Dekret unterschrieben.

Davon betroffen sind die Millionenstadt Mailand und die Touristenhochburg Venedig ebenso etwa wie Parma in der Region Emilia-Romagna. Außerdem bestätigte beziehungsweise verhängte die Regierung den Angaben nach Einschränkungen für ganz Italien wie den Stopp für Kinos, Theater, Museen, Demonstrationen und viele andere Veranstaltungen.

Italien ist das Land in Europa mit den meisten bestätigten Sars-CoV-2-Infektionen. Die Zahl der Infizierten und Toten steigt trotz umfangreicher Gegenmaßnahmen stetig an. Bislang zählen die Behörden 5.883 Menschen mit einer Infektion. 233 Menschen sind gestorben.

08:29 Uhr - US-Bundesstaat New York verhängt Notstand

Im US-Bundesstaat New York gilt wegen des neuen Coronavirus nun der Notstand. In dem Staat leben knapp 20 Millionen Menschen, davon rund 8,5 Millionen in der Metropole New York City. 57 Fälle traten bisher in deren Vorort Westchester auf, elf in New York City.

In den Vereinigten Staaten ist ein Notstand in erster Linie ein wichtiger bürokratischer Akt, weil Zuständigkeiten von der Bundesebene an regionale und lokale Behörden verlagert werden. Im Fall von Corona könnten staatliche Bedienstete schneller nötige Einkaufsaufträge zur Versorgung von Erkrankten vergeben und Aushilfen in Städten einstellen, in denen besonders viele Fälle auftreten, erklärte Cuomo. Auch in Kalifornien, Maine und Washington wurde bereits der Notstand verhängt.

08:09 Uhr - Mindestens zehn Tote nach Einsturz von Quarantäne-Hotel in China

A worker wearing a face mask rescues a child at the site where a hotel being used for the coronavirus quarantine collapsed, in the southeast Chinese port city of Quanzhou, Fujian province, China March 8, 2020. China Daily via REUTERS ATTENTION EDITOR
Hier bergen Retter ein Kind aus den Trümmern.
© REUTERS, CHINA DAILY, TS

Beim Einsturz eines als Quarantäne-Unterkunft genutzten Hotels in der chinesischen Küstenstadt Quanzhou sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. 23 Menschen wurden noch vermisst, berichtete der chinesische Staatssender CCTV.

Nach dem Einsturz am Samstag wurden demnach 38 Menschen aus den Trümmern gerettet und ins Krankenhaus gebracht. Die Rettungsarbeiten mit Hunderten Einsatzkräften dauern noch an.

+ Hinweis: Die ursprüngliche Meldung wurde um 11:09 Uhr aktualisiert. +

Das waren die Meldungen vom Samstag, 7. März:

21:50 Uhr - Italien beschließt schärfere Maßnahmen zur Eindämmung des Virus

Italien will mit schärferen Maßnahmen gegen die Virus-Ausbreitung vorgehen. Laut einem Entwurf, der den Nachrichtenagenturen Reuters und Bloomberg vorliegt, sollen die am stärksten betroffenen Regionen quasi von der Außenwelt abgeschottet werden.

In Regionen wie der Lombardei, Venetien und Piemont sollen Schulen bis mindestens zum 3. April geschlossen bleiben, ebenso Museen, Schwimmbäder, Kneipen und Diskotheken. Mitarbeiter aus dem Gesundheitssystem dürfen keinen Urlaub mehr nehmen. Ärzte sollen aus dem Ruhestand zurückgeholt werden. Lokalen Medien zufolge sei die Ein- oder Abreise dann nur noch in begründeten Fällen möglich. Die Bevölkerung soll sich so wenig wie möglich in der Öffentlichkeit aufhalten.

Der Entwurf soll noch am Samstagabend oder am Sonntag vom Kabinett verabschiedet werden. In Italien gibt es weltweit die drittmeisten Infizierten. Von den insgesamt 5.883 Betroffenen sind bereits 233 verstorben.

21:00 Uhr - Eishockey-WM der Frauen abgesagt

Die Eishockey-Weltmeisterschaften der Frauen in Kanada sind wegen des neuartigen Coronavirus abgesagt worden. Die Titelkämpfe sollten am 31. März mit Austragungsorten Halifax und Truro eröffnet werden. Die Entscheidung sei per Telefonkonferenz getroffen worden, teilte die International Ice Hockey Federation IIHF am Samstag auf Twitter mit.

​Akut gefährdet ist nun auch die Weltmeisterschaft der Männer, die vom 8. bis 24. Mai in der Schweiz geplant ist. Bis Mitte April will die IIHF entscheiden, ob die Titelkämpfe ausgetragen werden können.

20:20 Uhr - Justin Bieber verlegt Konzerte in kleinere Locations

Justin Bieber performt in Mumbai, Indien
Für die "Changes"-Tour wurden bislang nur Konzerte in Nordamerika angekündigt.
© imago/Hindustan Times, Hindustan Times, imago stock&people

Megastar Justin Bieber (26) hat - vermutlich wegen des Coronavirus - in den USA deutlich weniger Tickets für seine kommende "Changes"-Tour verkauft als erwartet. In insgesamt acht Städten – darunter Houston, Dallas und Detroit – habe man den Veranstaltungsort gewechselt, um die Location an die schleppenden Verkäufe anzupassen, berichtet das Branchenmagazin "Variety". So wurde ein geplanter Auftritt in Nashville aus dem Nissan Stadium (über 69.000 Plätze) in die Bridgestone Arena (rund 20.000 Plätze) verlegt.

17:30 Uhr - Zahl der Infizierten in Deutschland auf 795 gestiegen

Die Zahl der Infizierten in Deutschland ist von 684 auf 795 gestiegen. Das Robert Koch-Institut passte die Zahl vom Morgen gegen 15:00 Uhr an. 373 der Infizierten kommen demnach aus Nordrhein-Westfalen, 170 aus Baden-Württemberg und 134 aus Bayern.

Allein Bayern meldete 31 neue Infektionen. Zur Eindämmung des Coronavirus an Schulen und Kindertagesstätten hat das bayerische Gesundheitsministerium die Regeln für Heimreisende aus Risikogebieten verschärft. Laut einer sogenannten Allgemeinverfügung dürfen Schüler und Kindergartenkinder nach einer Rückkehr - wie zum Beispiel aus Südtirol - ab sofort für 14 Tage nicht in die Schule beziehungsweise in eine entsprechende Betreuungseinrichtung. Dies teilte das Ministerium am Samstag mit.

Auch das NRW-Schulministerium hat sämtliche Schulen landesweit angewiesen, alle Fahrten in Risikogebiete abzusagen. Das gelte für Klassenfahrten, Studienfahrten und Schüleraustausche, so das Ministerium. In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der neuen Infektionen um 44 gestiegen.

17:12 Uhr - Nilschiff mit 165 Menschen in Quarantäne - Crewmitglieder infiziert

Die MS River Anuket in Luxor, Ägypten
Das Schiff hat in Luxor, im Süden Ägyptens, angelegt.
© AP, Maggie Michael

Nachdem mehrere Crewmitglieder positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, steht ein Nilkreuzfahrtschiff mit etwa 165 Menschen an Bord im Süden Ägyptens unter Quarantäne. Neben der ägyptischen Besatzung befänden sich auch Touristen aus Frankreich, Indien und Amerika auf dem Schiff, hieß es am Samstag aus Behördenkreisen in der Stadt Luxor. Das Schiff war aus Assuan gekommen. Nach Angaben der Gewerkschaft der Touristenführer in Luxor handelt es sich um die "MS River Anuket".

Das ägyptische Gesundheitsministerium hatte am Freitag lediglich bekanntgegeben, dass zwölf Crewmitglieder eines Nilschiffs positiv auf das Virus getestet worden waren. Sie hätten aber keine Symptome gezeigt. Offiziell haben sich im bevölkerungsreichsten Land Nordafrikas lediglich 15 Personen mit dem Coronavirus infiziert.

16:19 Uhr - Neuer Fall in Berlin: Polizist infiziert

In Berlin hat sich mutmaßlich der erste Polizist mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Das teilte die Polizei am Samstag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Der Beamte habe sich nicht im Dienst infiziert und gehöre der 32. Einsatzhundertschaft an, hieß es. Diese sei aktuell in ihrer Unterkunft, der Dienstbetrieb nicht eingeschränkt. "Die Amtsärztin veranlasst in ihrer Zuständigkeit weiteres."

Nach Angaben der Senatsverwaltung für Gesundheit handelt es sich bei dem Polizisten um den insgesamt 28. Infektionsfall in Berlin. Der Mann komme aus dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg und befinde sich inzwischen in häuslicher Isolation.

14:29 Uhr - Vatikan verlegt Angelus und Papst-Audienzen

News Bilder des Tages February 16, 2020 - Vatican City Holy See - POPE FRANCIS delivers Angelus prayer in St. Peter s Square at the Vatican.  via ZUMA Wire Vatican City State PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAi15 20200216zafi15005 Copyright: xEva
Angelus-Gebet mit Papst Franziskus
© imago images/ZUMA Press, Evandro Inetti via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus in Italien wird Papst Franziskus das nächste Angelus-Gebet nicht am Fenster vor den Menschen direkt sprechen. Das traditionelle Gebet am Sonntagmittag soll stattdessen per Video live aus dem Papstpalast übertragen werden. Die nächste Generalaudienz am Mittwoch solle ebenfalls auf ähnliche Weise verändert werden. Es gehe darum, die Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit Covid-19 zu bremsen und die Sicherheit zu erhöhen.  

13:09 Uhr - Barcelona-Marathon auf Oktober verschoben

Der für den 15. März geplante Barcelona-Marathon ist auf den Herbst verschoben worden. Die Stadtverwaltung teilte mit, dies sei in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden entschieden worden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Zu dem Marathon habe sich eine Rekordzahl von 17 000 Teilnehmern angemeldet, die Hälfte davon aus dem Ausland, berichtete die Zeitung "La Vanguardia". 

12:19 Uhr - Quarantäne für aus Risikogebieten heimkehrende Kinder in Bayern

Zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus an Schulen und Kindertagesstätten verschärft das bayerische Gesundheitsministerium die Regeln. Laut einer sogenannten Allgemeinverfügung dürfen Schüler und Kindergartenkinder nach einer Rückkehr aus Risikogebieten - wie zum Beispiel Südtirol - ab sofort für 14 Tage nicht in die Schule beziehungsweise in eine entsprechende Betreuungseinrichtung. 

11:49 Uhr - Spahn rät von "nicht notwendigen" NRW-Reisen ab

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Bürger aufgerufen, Corona-Risikogebiete zu meiden. Auf nicht notwendige Reisen in besonders betroffene Regionen in Italien, aber auch in Nordrhein-Westfalen sollte man verzichten, sagte er. Die Grenzen in der Europäischen Union sollten aber offen bleiben. Der CDU-Politiker appellierte zudem an die Bürger, sich nicht mit Masken oder Schutzkleidung einzudecken, sondern diese für Ärzte und Pflegekräfte zu lassen.

Das Auswärtige Amt erweiterte unterdessen seine Reisehinweise für Italien. Abgeraten wird nun von nicht nötigen Reisen in die Provinz Südtirol und die Regionen Lombardei und Emilia-Romagna sowie in die Stadt Vo in der Provinz Padua.

10:59 Uhr - US-Basketball-Liga NBA erwägt Geisterspiele

March 6, 2020; Los Angeles, California, USA; Los Angeles Lakers forward LeBron James (23) shoots against Milwaukee Bucks forward Giannis Antetokounmpo (34) during the second half at Staples Center. Mandatory Credit: Gary A. Vasquez-USA TODAY Sports
LeBron James (Nummer 23) in Aktion.
© USA TODAY Sports, Gary A. Vasquez, sv5

Die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA verschickte laut des TV-Senders ESPN ein Memo an die 30 Teams, das auch die Möglichkeit der Austragung der Spiele vor leeren  Rängen beinhaltet. Die Klubs sollten sich demnach auf alle Eventualitäten vorbereiten.

Superstar LeBron James von den Los Angeles Lakers äußerte harte  Kritik an den "unmöglichen" Plänen und drohte gar mit Boykott. "Wenn  ich das Parkett betrete und es sind keine Zuschauer in der Halle,  dann spiele ich nicht", sagte er.

10:49 Uhr - Kuwait setzt Flüge aus - Irak schließt Grenzübergänge

Um die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 einzudämmen, setzt Kuwait für eine Woche sämtliche Flüge in sieben Länder aus. Flüge von und nach Ägypten, Libanon, Syrien, Bangladesch, Indien, Sri Lanka und auf die Philippinen sind davon betroffen.

Im Irak rief die Regierung seine Bürger im benachbarten Iran dazu auf, in die Heimat zurückzukehren. Ab Mitte des Monats würden die Grenzübergänge zum Iran geschlossen, hieß es in einer Mitteilung.

08:19 Uhr - Island ruft Ausnahmezustand aus

Die isländische Regierung hat den Ausnahmezustand für die Nordatlantik-Insel ausgerufen. Erstmals hätten sich zwei Menschen - ein Mann und eine Frau zwischen 50 und 70 Jahren - in Island selbst mit der Lungenkrankheit Covid-19 angesteckt, sagte Chef-Epidemiologe Thorolfur Gudnason

Die bisher Infizierten hätten sich in Österreich oder Italien angesteckt. Insgesamt habe sich die Zahl der bestätigten Fälle in dem kleinen europäischen Land nun auf 43 erhöht.

08:09 - Bundesweite 640 Infizierte - neue Todesfälle in China

Das Robert-Koch-Institut berichtet von inzwischen rund 640 Fällen, das sind mehr als zehn Mal so viele wie vor einer Woche. Außer in Sachsen-Anhalt ist der Erreger in allen Bundesländern nachgewiesen worden.

Unterdessen sind in China sind weitere 28 Menschen durch das neuartige Coronavirus ums Leben gekommen. Alle Todesopfer stammen aus der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, wo das Virus in der Millionenmetropole Wuhan ausgebrochen war. Die Gesamtzahl der Toten seit Ausbruch von Covid-19 lag damit in China bei 3.070. Laut der offiziellen Angaben haben sich bislang mehr als 80 000 Menschen auf dem chinesischen Festland mit dem Erreger infiziert.

Weltweit sind es inzwischen 101.828.

Das waren die Meldungen vom 6. März:

23:43 Uhr - Amazon geht juristisch gegen Wucherpreise für angebliche Anti-Coronavirus-Produkte vor

Der Internethändler Amazon will nun juristisch gegen Verkäufer vorgehen, die auf seiner Plattform Wucherpreise für Artikel im Zusammenhang mit der Coronavirus-Epidemie fordern. Amazon arbeite derzeit mit den Bundesstaatsanwälten zusammen, um die entsprechenden Verkäufer zu verklagen, teilt das US-Unternehmen mit.

Zudem habe der Konzern rund 530.000 Produkte aus dem Angebot genommen, die fälschlicherweise als Heil- oder Abwehrmittel gegen das Coronavirus verkauft wurden. Ebay hat den Handel mit Schutzmasken und Desinfektionsmittel untersagt (siehe Meldung von 20:49 Uhr).

23:21 Uhr - Aus Angst vor Coronavirus: Malta weist Kreuzfahrtschiff ab

The MSC Opera cruise ship approaches the port of the island of Corfu, Greece, March 5, 2020. REUTERS/Adonis Skordilis NO RESALES. NO ARCHIVES.
Die MSC Opera vor der Insel Korfu
© REUTERS, STRINGER, AK/mjb

Malta hat ein Kreuzfahrtschiff mit mehr als 2.000 Menschen an Bord abgewiesen, aus Sorge vor einer Einschleppung des Coronavirus. Man habe sich mit der Reederei MSC Cruises geeinigt, dass das Schiff "MSC Opera" nicht anlegen werde, erklärte Maltas Regierung am Freitag. Damit habe man auf Befürchtungen in der Öffentlichkeit reagiert, obwohl es auf dem Schiff nachweislich keinen Fall des Virus gebe. Auf Malta wurde bislang keine Infektion mit dem Coronavirus registriert.

Wie die Reederei angab, wurde ein Passagier aus Österreich, der im Februar an Bord gewesen war, Tage nach seiner Rückkehr Anfang März positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Bei einem früheren Stopp hätten griechische Behörden Gesundheitschecks durchgeführt. An Bord gebe es keine Menschen mit grippeähnlichen Symptomen, wurde am Freitag betont. Maltesische Ärzte bezeichneten ein Einlaufen des Schiffs auf Malta laut einem Medienbericht als verantwortungslos und drohten mit Arbeitskampfmaßnahmen. Laut MSC Cruises steuert das Kreuzfahrtschiff nun die italienische Stadt Messina an.

22:08 Uhr - "SchlagerDome" in Oschersleben findet NICHT Ende Mai statt

Kein "Schlager Dome" Ende Mai - das teilten die Veranstalter am Freitagabend in Dessau-Roßlau mit. Das geplante dreitägige Schlagerfestival in der Motorsport Arena Oschersleben wird wegen des neuartigen Coronavirus nicht wie geplant stattfinden. "Uns als Veranstalter obliegt die uneingeschränkte Verantwortung unseren Gästen, Künstlern und Mitarbeitern gegenüber und wir werden daher keine gesundheitlichen Risiken eingehen", hieß es in der Mitteilung. Der "Schlager Dome" werde daher auf Pfingsten 2021 verschoben.

An der Rennstrecke sollten vom 29. bis 31. Mai mehr als 25 Künstler und Bands auftreten, unter ihnen Jürgen Drews, die Amigos, Beatrice Egli, VoXXclub, Mickie Krause und die Münchener Freiheit. Es sollte das erste mehrtägige Schlagerfestival Europas sein. Dem Vernehmen nach soll der Kartenverkauf nur schleppend gelaufen sein. Eine Erotik-Messe trotzt hingegen an diesem Wochenende dem Coronavirus.

20:49 Uhr - Wucherpreise: Ebay verbietet Schutzmasken und Desinfektionsmittel

Die Online-Handelsplattform Ebay hat den Verkauf von Atemschutzmasken, Hand-Desinfizierern und anderen antibakteriellen Reinigungsprodukten auf seiner US-Website verboten. Das Unternehmen begründete den Schritt am Donnerstag (Ortszeit) den Nutzern gegenüber mit rechtlichen Bedenken und unfairen Preisen in Verbindung mit dem neuartigen Coronavirus.

Das Unternehmen werde alle Angebote außer Bücher, deren Produktbeschreibung in Zusammenhang mit dem Virus steht, im Blick behalten und schnell entfernen. Immer wieder versuchen Verkäufer aus der Angst vor einer Ausbreitung der Seuche Profit zu schlagen. Auch Amazon war bereits dagegen vorgegangen.

20:03 Uhr - Erster Ford-Mitarbeiter mit Coronavirus infiziert

Ford in Köln
Ford-Werk in Köln
© deutsche presse agentur

Die Ford-Werke in Köln haben laut einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeiger" den ersten Coronavirus-Fall. Demnach befindet sich der betroffene Mitarbeiter seit einer Woche in Selbstquarantäne. Rund 30 Kollegen des Mannes aus der Produktentwicklung in Köln-Merkenich sollen zuhause bleiben, so die Zeitung unter Berufung auf einen Unternehmenssprecher.

18:50 Uhr - Robert-Koch-Institut erhöht offizielle Infiziertenzahl auf 639

Nach aktuellen Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Deutschland auf 639 gestiegen. Die meisten Infizierten gibt es demnach in Nordrhein-Westfalen (329), gefolgt von Bayern mit 117 Infektionen und 96 Fällen in Baden-Württemberg. Am Freitagmorgen bezifferte das RKI die Zahl der Coronavirus-Infektionen noch auf 534.

18:13 Uhr - Ski-Weltcupfinale in Italien abgesagt

Das Weltcup-Finale der Skirennfahrer in Cortina d'Ampezzo wird nach Angaben des italienischen Verbands wegen der Coronavirus-Epidemie abgesagt. Dies sei das Ergebnis einer Krisensitzung des Councils des Internationalen Skiverbands am Freitag, hieß es in einer Mitteilung der Fisi vom Freitag.

Das Gastspiel in Cortina d'Ampezzo sollte eine Generalprobe für die WM 2021 sein. Italien ist das Land in Europa, das am stärksten von der Infektionswelle durch den Erreger Sars-CoV-2 betroffen ist. Dort gab es schon mehr als 4.600 Infektionen und 196 Todesfälle, wie der Zivilschutz am Freitagabend bekannt gab.

17:10 Uhr - Universität von Washington stellt persönlichen Unterricht ein

Die Universität von Washington mit rund 50.000 Studenten stellt den persönlichen Unterricht ein. Es sei eine präventive Maßnahme, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Unterricht solle bis zum 20. März stattdessen digital stattfinden. Für viele der Studierenden keine große Umstellung: Ein Großteil der Vorlesungen wird ohnehin online übertragen.

Die Universität, die in der Stadt Seattle liegt, befindet sich im Epizentrum der Corona-Infektionen in den USA. Mindestens 39 laborbestätigte Fälle sind in der Stadt bereits bekannt. Auch die Niederlassungen von Facebook und Amazon wurden mittlerweile geschlossen, nachdem in beiden Unternehmen bei je einem Mitarbeiter das Coronavirus diagnostiziert wurde. Viele weitere Unternehmen, wie auch Microsoft, haben ihre zehntausenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Seattle gebeten, die Arbeit lieber von zuhause aus zu machen.

Landesweit sind in den USA dem Robert Koch-Institut zufolge bereits 223 Infektionen bekannt.

16:31 Uhr - Lufthansa reduziert Kapazität um bis zu 50 Prozent

Der Vorstand der Lufthansa hat entschieden, die angebotene Flugkapazität noch stärker als bislang geplant zu verringern, teilte die Lufthansa am Freitag mit. Abhängig von der weiteren Entwicklung der Nachfrage, soll die Kapazität in den nächsten Wochen um bis zu 50 Prozent reduziert werden.

Die Maßnahme dient dazu, die finanziellen Folgen des Nachfrageeinbruchs zu verringern. Sie ergänzt die geplanten Sparmaßnahmen im Personalbereich (siehe Meldung von 16:15 Uhr), bei Sachkosten und Projektbudgets sowie weitere Liquiditätsmaßnahmen.

16:15 Uhr - Lufthansa will Mitarbeiter in Zwangsurlaub schicken

Die Lufthansa will wegen der Auswirkungen des Coronavirus Mitarbeiter in Zwangsurlaub schicken. Darüber spreche man derzeit mit der Bundesagentur für Arbeit, sagte eine Sprecherin am Freitag in Frankfurt. Die größte deutsche Fluggesellschaft hat wegen der durch die Virus-Epidemie einbrechenden Nachfrage bis Ende März rund 7100 Flüge gestrichen. Das entspricht rechnerisch einer Kapazität von 150 Flugzeugen.

Wegen der Ausbreitung der Epidemie haben eine Reihe von Luftfahrtgesellschaften Flüge in Risikogebiete ausgesetzt und lassen Flugzeuge am Boden. Dadurch wird weniger Personal benötigt.

15:12 Uhr - Filmpreis Goldene Kamera auf November verschoben

Der Filmpreis Goldene Kamera wird wegen des Coronavirus verschoben. Die Funke Mediengruppe hat diese Entscheidung auf Grundlage der Risikobewertung von Großveranstaltungen des Robert-Koch-Instituts und der Empfehlungen des Krisenstabs der Bundesregierung getroffen. Die Veranstaltung wurde in Abstimmung mit dem ZDF und den Partnern der Veranstaltung auf den 12.November 2020 verschoben. Eigentlich hätte die Verleihung des Filmpreises am 21.März 2020 stattfinden sollen.

"Wir haben uns schweren Herzens zu diesem Schritt entschieden", sagt Andreas Schoo, Geschäftsführer der Funke Mediengruppe. "Angesichts der sich täglich ändernden und beschleunigenden Entwicklung mussten wir aber so handeln, denn an erster Stelle steht die Gesundheit unserer Gäste, der Partner, des Publikums sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter."

15:02 Uhr - Zwei Flugbegleiter der „British Airways“ infiziert

Bei zwei Flugbegleitern der "British Airways" wurde das Coronavirus diagnostiziert. Das berichtet "Sky News" unter Berufung auf das britische Gesundheitsministerium. Beide Infizierte sollen sich in häuslicher Quarantäne befinden, so die Airline. Welche Flugrouten die Angestellten bedient hatten, ist bisher unbekannt.

In Großbritannien sind dem Robert Koch-Institut zufolge bereits 116 Covid-19-Fälle bekannt.

13:27 Uhr - Auswärtiges Amt rät von Reisen nach Südtirol ab

Wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus sollen Bundesbürger nun auch von nicht erforderlichen Reisen nach Südtirol absehen. Das Auswärtige Amt erweiterte entsprechende Reisehinweise für Italien, wie ein Sprecher am Freitag in Berlin bestätigte. Abgeraten wird nun von nicht nötigen Reisen in die Regionen Südtirol, Emilia-Romagna und Lombardei sowie in die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien. Das Robert Koch-Institut habe nun auch Südtirol als Risikogebiet eingestuft, sagte der Sprecher. Im Krisenstab des Auswärtigen würden die RKI-Empfehlungen regelmäßig beraten.

12:23 Uhr - Erster Coronavirus-Todesfall in den Niederlanden

In den Niederlanden gibt es einen ersten Coronavirus-Todesfall. Es handelt sich um einen 86 Jahre alten Mann, der in einem Krankenhaus in Rotterdam behandelt wurde, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag mit. Wo der Mann sich mit dem neuartigen Virus angesteckt hat, ist nicht bekannt. Die Zahl der Coronavirus-Fälle lag in den Niederlanden zuletzt bei 82. Bisher waren die meisten Coronavirus-Nachweise in den Niederlanden auf Reisen nach Norditalien zurückzuführen.

12:13 Uhr - Zahl der Infektionen und Todesfälle im Iran steigt sprunghaft an

Die Zahl der Coronavirus-Toten im Iran ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums innerhalb von 24 Stunden von 107 auf 124 gestiegen. Mit Sars-CoV-2 infiziert seien landesweit insgesamt 4747 Menschen - 1234 mehr als am Vortag, sagte Ministeriumssprecher Kianush Dschahanpur am Freitag in Teheran. Unter den Toten ist auch der ehemalige iranische Vizeaußenminister Hussein Scheicholislam. 913 Patienten seien mittlerweile geheilt und aus den Krankenhäusern entlassen worden, so der Sprecher.

12:01 Uhr - Politiker-Derblecken auf dem Nockherberg wegen Coronavirus abgesagt

Wegen des Coronavirus fällt das Politiker-Derblecken beim Starkbieranstich auf dem Nockherberg in München heuer aus. Dies teilte die Paulaner-Brauerei als Veranstalterin am Freitag mit.

10:15 Uhr - Robert Koch-Institut erklärt Südtirol zum Risikogebiet

Die Ausbreitung des Coronavirus hat ihren Höhepunkt in Deutschland mit mittlerweile 534 Infektionsfällen nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts in Berlin noch nicht erreicht. "Wann der Höhepunkt erreicht ist, können wir nicht sagen. Wir wollen ihn so lange wie möglich hinauszögern", sagt RKI-Präsident Lothar Wieler. "Wir müssen alles daran setzen, dass wir die Ausbreitung des Virus verlangsamen." In Deutschland gebe es eine kontinuierliche Zunahme: "Das wird auch in den nächsten Tagen und Wochen noch so weitergehen." Nach wie vor werde in Deutschland weiter eine Eindämmungsstrategie gefahren.

Wieler betonte auch noch mal die hohe Dunkelziffer der Infektionen. Es gebe vermutlich viel mehr Fälle als offiziell bekannt, sagte er.

Das Robert Koch-Institut hat Südtirol zudem zum Riskogebiet erklärt. Daneben gelten auch die italienischen Regionen Emilia-Romagna, Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien als Risikogebiete - ebenso wie Regionen in China, Südkorea und dem Iran.

09:51 Uhr - Chef-Virologe von der Charité: Bundesligaspiele im Rheinland müssten abgesagt werden

Der Chef-Virologe der Berliner Charité ist wegen der vielen Coronavirus-Fälle im Kreis Heinsberg bei Mönchengladbach für die Absage von Bundesligaspielen in der Region. "Volle Stadien mit Zehntausenden von Fans - gerade in Gegenden wie dem vom Coronavirus jetzt stark betroffenen Rheinland - müssten aus medizinischer Sicht eigentlich gestoppt werden", sagte Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie der Charité, der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Das Stadion von Borussia Mönchengladbach liegt keine zehn Kilometer vom Kreis Heinsberg entfernt, der bundesweit am stärksten vom Coronavirus betroffen ist. Die Behörden hatten dennoch entschieden, dass das Bundesliga-Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund am Samstag (18.30 Uhr/Sky) stattfinden kann.

09:16 Uhr - Über 500 Infizierte in Deutschland

In Deutschland gibt es laut des Robert Koch-Instituts mittlerweile 534 Fälle des Coronavirus. Über die Hälfte davon in Nordrhein-Westfalen (281), gefolgt von Baden-Württemberg (91) und Bayern (79). Aus Sachsen-Anhalt meldet das RKI weiterhin keine Corona-Fälle.

07:50 Uhr - Schauspieler Samuel Koch in Quarantäne

Der querschnittsgelähmte Schauspieler Samuel Koch (32) befindet sich wegen einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus in häuslicher Isolation. Eine Woche habe er schon hinter sich, sagte der ehemalige Stuntman der "Bild"-Zeitung. Insgesamt 14 Tage werden von den Behörden vorgeschrieben. Bisher sei er nicht positiv auf das Virus getestet worden. Auf RTL-Anfrage bestätigte auch seine Ehefrau Sarah Elena Timpe, dass es ihm gut gehe und kein Grund zur Sorge bestehe.

Wegen seiner körperlichen Einschränkung hat Koch laut dem Bericht nicht so starke Lungen wie andere. Die Lungenkrankheit Covid-19 ist vor allem für Menschen mit Vorerkrankungen und einem schwachen Immunsystem gefährlich.

Koch bleibt optimistisch: "Ich habe schon einige Lungenentzündungen überstanden." Ende Februar sei er auf einem Kongress in Karlsruhe gewesen, an dem auch ein infizierter Mann teilgenommen hatte. Der Kongress sei vorzeitig beendet worden. Jeden Tag kämen Mitarbeiter des Gesundheitsamtes, um seinen Zustand zu kontrollieren.

18.02.2020, Nordrhein-Westfalen, Essen: Samuel Koch, Schauspieler nach der Pressekonferenz zum RTL Musik-Live-Event "Die Passion·. RTL will auf dem Burgplatz in der Innenstadt von Essen die Passionsgeschichte mit Sängern und Schauspielern inszenieren
Schauspieler Samuel Koch befindet sich derzeit wegen des Coronavirus in Quarantäne.
© dpa, Caroline Seidel, alf

07:06 Uhr - Donald Trump: Als Politiker muss man Hände schütteln

US-Präsident Donald Trump gibt nach eigener Darstellung Menschen ungeachtet der Empfehlung von Ärzten weiter die Hand. Als Politiker sei das von Berufs wegen unumgänglich, sagt Trump bei einer von Fox News organisierten Diskussionsveranstaltung in Pennsylvania.

06:32 Uhr - Berliner Amtsarzt: Kontaktpersonen-Suche war bei Masern bisher schwieriger

Für einen Berliner Amtsarzt waren große Masern-Ausbrüche in der Hauptstadt bisher schwieriger zu handhaben als das neue Coronavirus. Die Suche nach möglicherweise infizierten Masernpatienten sei "ungleich viel komplizierter" gewesen, sagte Patrick Larscheid, Amtsarzt im Berliner Bezirk Reinickendorf, der Deutschen Presse-Agentur. Denn viele Menschen hätten sich nur vorübergehend in Berlin aufgehalten. "Wir hatten Sprachbarrieren, wir hatten Verständnisbarrieren. Das war aufwendig." Die aktuelle Situation habe in Berlin "längst noch nicht diese Dimension erreicht".

Das waren die Meldungen vom 5. März:

Kalifornien hat wegen des Coronavirus am Donnerstag den Notstand ausgerufen. Kurz vorher war der erste Todesfall in dem US-Bundesstaat bekannt geworden. Das Opfer, ein älterer Mann, hatte sich vermutlich im Februar auf dem Kreuzfahrtschiff "Grand Princess" angesteckt. Dort sitzen jetzt 2500 Passagiere und 1150 Besatzungsmitglieder fest. Denn Kalifornien erlaubt dem Schiff nicht, in den Hafen von San Francisco einzulaufen. Es gibt mindestens 20 Menschen an Bord, die Symptome des Coronavirus zeigen. Die nötigen Test-Sets werden per Hubschrauber zu dem Kreuzfahrtschiff gebracht.

Die "Grand Princess" gehört zur gleichen Reederei wie die "Diamond Princess", die vergangenen Monat zwei Wochen lang vor Japan unter Quarantäne gestanden hatte.

Das Auswärtige Amt in Berlin hat in seine Reisehinweise inzwischen den Zusatz aufgenommen, dass auf Kreuzfahrtschiffen ein erhöhtes Quarantäne-Risiko besteht.

22:15 - Uhr: Großbritannien meldet ersten Todesfall

In Großbritannien ist ein Mann an den Folgen der Infektion mit dem Corona-Virus gestorben. Der ältere Mann war am Mittwoch in ein Krankenhaus in der Stadt Reading nahe London eingeliefert worden. In einer Mitteilung von Donnerstag heißt es, dass der Patient aus gesundheitlichen Gründen ein hohes Ansteckungsrisiko hatte.  

21:30 Uhr - Schulen im Kreis Heinsberg bleiben mindestens bis zum 15. März geschlossen

Die Schulen und Kitas im Kreis Heinsberg bleiben noch mindestens bis zum 15. März geschlossen, wie Landrat Stephan Pusch mitteilte. Die stetig steigenden Infektionszahlen im Kreis ließen keine andere Möglichkeit zu. Die Behörden versuchen so, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. 

Coronavirus - Gangelt
Wegen der Ausbreitung des Coronavirus bleiben die Schulen im Kreis Heinsberg weiter geschlossen.
© dpa, Oliver Berg, obe kde

21:20 Uhr - Paris-Marathon in den Herbst verlegt

Der Paris-Marathon wird verschoben. Wie die Organisatoren am Donnerstag mitteilten, findet die Laufveranstaltung nicht wie geplant am 5. April statt. Das Risiko einer Corona-Ansteckung sei zu diesem Zeitpunkt zu hoch. Der Marathon in der französischen Hauptstadt soll am 18. Oktober nachgeholt werden.

20:42 Uhr - Wissenschaftler entdecken Medikament, das gegen Coronavirus helfen könnte

Göttinger Wissenschaftler haben ein Medikament gefunden, das möglicherweise gegen das Coronavirus helfen könnte. Die Forscher des Leibniz-Instituts für Primatenforschung in Göttingen hätten zusammen mit Kollegen der Berliner Charité untersucht, wie das neue Virus SARS-CoV-2 in den menschlichen Körper eindringe, erklärte das "Deutsche Primatenzentrum" in einer Pressemitteilung. Die Wissenschaftler entdeckten, dass das Virus ein bestimmtes Enzym braucht, um in unsere Lungenzellen einzudringen.

Und es gibt bereits ein Medikament, das genau dieses Enzym unterdrückt: Camostat Mesilate. Das Mittel ist in Japan zugelassen und wird bei Entzündungen der Bauchspeicheldrüse eingesetzt. "Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Camostat Mesilate auch vor der Krankheit COVID-19 schützen könnte", sagt Studienautor Markus Hoffmann. Das müsse nun im Rahmen von klinischen Studien untersucht werden.

20:05 Uhr - EU-Parlament zieht von Straßburg nach Brüssel um

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wird die Plenarsitzung des Europäischen Parlaments kommende Woche von Straßburg nach Brüssel verlegt. Dies bestätigten mehrere Fraktionsvorsitzende am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.

Parlamentspräsident Sassoli als Vorsichtsmaßnahme bereits Verbote erteilt. Seit Montag sind im Parlament alle Veranstaltungen verboten, die nicht zum "Kerngeschäft" gehörden. Also zum Beispiel parlamentarische Anhörungen oder auch Besuchergruppen.

18:53 - Zahl der Infizierten in NRW steigt auf 302

In NRW gibt es laut NRW-Gesundheitsministerium 302 bestätigte Coronavirus-Fälle (Stand 16.00 Uhr). Die Zahl der Infizierten ist am Donnerstag landesweit deutlich gestiegen. Im besonders stark betroffenen Kreis Heinsberg sind es mittlerweile 197 Fälle. In der Aachener Städtregion gibt es 33 und im Kreis Coesfeld 13 bestätigte Coronavirus-Fälle. 

18:29 Uhr - Rom-Marathon abgesagt

Nach der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ist nun auch der Rom-Marathon abgesagt worden. Das teilte der Veranstalter am Donnerstag mit. Die Massenveranstaltung sollte ursprünglich am 29. März ausgetragen werden.

Die Regierung in Rom hatte am Vorabend ein Dekret unterzeichnet, wonach alle Sportveranstaltungen bis Anfang April ohne Publikum stattfinden müssen. So soll die Verbreitung des Coronavirus gestoppt werden.  Die Zahl der Coronavirus-Toten in Italien ist um 41 auf 148 gestiegen. Insgesamt seien 3.858 Menschen infiziert, erklärte der Zivilschutz in Rom.

17:42 Uhr Wegen Coronavirus: Italien verschiebt wichtiges Verfassungsreferendum

Die italienische Regierung verschiebt ein wichtiges Verfassungsreferendum wegen des Coronavirus-Ausbruchs. Das Referendum sollte am 29. März stattfinden, dabei geht es um die Reduzierung der Zahl der Parlamentarier. Einen neuen Termin nannte Regierungschef Giuseppe Conte noch nicht.

17:26 Uhr - Lufthansa streicht mehr als 7.000 Flüge im März

Die Lufthansa hat wegen der mit dem Coronavirus einbrechenden Nachfrage bis Ende März rund 7.100 Flüge gestrichen. Schwerpunkte der Stornierungen sind Flüge im Inland sowie im stark vom Coronavirus betroffenen Norditalien. Aber auch viele andere Strecken in Europa, insgesamt bis zu 25 Prozent aller Verbindungen, sind betroffen.

Neu hinzu gekommen ist die Absage von Flügen nach Tel Aviv und Eilat in Israel ab Sonntag, weil das Land ein Einreiseverbot für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz verhängte. Israel werde bis zum 28. März nicht mehr angeflogen. Flüge nach Festland-China bleiben bis zum 24. April ausgesetzt. Hongkong und Seoul werden zugleich seltener angeflogen.

Lufthansa
Lufthansa streicht wegen der Ausbreitung des Coronavirus über 7.000 Flüge.
© dpa, Arne Dedert, ade tba wst

17:17 Uhr Fünf Mitarbeiter von Provinzial bei Klausurtagung infiziert

Fünf Mitarbeiter der Provinzial haben sich vermutlich bei einer Klausurtagung mit dem Coronavirus angesteckt, wie das Unternehmen mitteilte. Alle 20 Teilnehmer der Tagung wurden vorsichtshalber unter häusliche Quarantäne gestellt, nachdem die Infektion bei den anderen nachgewiesen wurde. Die Betroffenen seien Innendienst-Mitarbeiter und hätten keinen Kundenkontakt.

16:33 Uhr - DFB-Testspiel gegen Italien könnte wegen Corona ausfallen

ARCHIV - 03.07.2018, Hessen, Frankfurt/Main: Logo und Schriftzug sind vor der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) an einer Mauer platziert. (zu "Streit zwischen Fans und Verbänden: Krisensitzung beim DFB ") Foto: Arne Dedert/dpa +++ dpa-Bildf
Das DFB-Länderspiel Deutschland-Italien steht auf der Kippe.
© dpa, Arne Dedert, ade jol htf

Das Fußballländerspiel Deutschland gegen Italien steht auf der Kippe. Es soll am 31. März in Nürnberg stattfinden - die Stadt macht sich allerdings für eine Absage stark.

"Es werden viele Fans auch aus den Risikogebieten Norditaliens erwartet", sagte Umwelt- und Gesundheitsreferent Peter Pluschke bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Die Partie im Max-Morlock-Stadion soll der zweite Test für die Europameisterschaft sein. 5 Tage vorher spielt die Löw-Elf in Madrid gegen Spanien.

Ob das Länderspiel wirklich abgesagt wird,  soll im Laufe der kommenden Woche in enger Absprache mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Stadionbetreibergesellschaft in Nürnberg entschieden werden.

16:26 Uhr - ESC-Mitarbeiter positiv auf Coronavirus getestet

Ein Mitarbeiter aus dem Organisationsteam des Eurovision Song Contest ist nach einem Aufenthalt in Norditalien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Mehrere Kollegen in der Zentrale der Europäische Rundfunkunion (EBU) in Genf sind darum nun zu Hause in Quarantäne. Krankheitssymptome zeige bislang keiner. Zusätzlich sollen alle Mitarbeiter, bei denen es möglich ist, bis zum 13. März von Zuhause aus arbeiten.

Die Vorbereitungen für den Musikwettbewerb laufen aber trotz der Ausbreitung des Coronavirus weiter. Man beobachte aber die Lage am geplanten Austragungsort in den Niederlanden, teilte die EBU mit. Es sei zu früh, um über mögliche Entscheidungen zu spekulieren. Der Wettbewerb soll am 16. Mai in Rotterdam stattfinden.

15:29 Uhr - Ex-Wolfsburger Thomas Kahlenberg positiv auf Coronavirus getestet

Thomas Kahlenberg
Der 36-jährige beendete 2017 seine Fußballkarriere.
© dpa, Z5328 Jens Wolf

Der frühere Wolfsburg-Profi und dänische Ex-Nationalspieler Thomas Kahlenberg hat sich auf einer Reise nach Amsterdam mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Dem 36 Jahre alten Ex-Fußballer gehe es den Umständen entsprechend gut, er befinde sich derzeit in Isolation, teilte sein langjähriger Verein Bröndby IF am Donnerstag mit. Mehrere Personen, die mit ihm während eines Stadionsbesuchs am Sonntag Kontakt gehabt hätten, seien nun zu Hause in Quarantäne, darunter mehrere Vereinsvertreter sowie Verteidiger Joel Kabongo und Co-Trainer Martin Retov.

Kahlenberg hatte nach Vereinsangaben am Sonntag bei dem Erstligaspiel von Bröndby gegen Lyngby BK zugeschaut. Wer ihm währenddessen im Stadion die Hand geschüttelt, ihn umarmt oder länger als 15 Minuten mit ihm zusammengestanden habe, solle sich telefonisch beim Club melden.

13:33 Uhr - Mindestens 270 Corona-Infektionen in NRW

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in NRW auf mindestens 270 Fälle angestiegen. Das geht aus Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums und des Kreises Heinsberg hervor. Das Ministerium teilte am Donnerstagvormittag insgesamt 230 Fälle für das bevölkerungsreichste Bundesland mit. Davon seien 151 Fälle im Kreis Heinsberg registriert. In ganz Deutschland gibt es somit mindestens 444 Infizierte.

Diese Zahl mit Stand 11 Uhr sei schon überholt, so der Kreis. Da jetzt viele neue Untersuchungsergebnisse reinkommen würden, sei die Zahl auf 195 gestiegen, sagte eine Sprecherin. Am Vorabend hatte das NRW-Gesundheitsministerium die Zahl der landesweiten Infektionen mit 172 angegeben.

11:40 Uhr - JVA Heinsberg lässt keine Besuche mehr zu

Als erstes NRW-Gefängnis lässt die JVA Heinsberg derzeit keine Besucher hinein. "Wir empfangen nur Rechtsanwälte, wenn sie die Besuche nicht aufschieben können", sagte Franz-Josef Bischofs, stellvertretender Anstaltsleiter in Heinsberg auf dpa-Anfrage.

Auch Hafturlaube und Freigänge seien derzeit ausgesetzt - ebenso wie Transporte in andere Gefängnisse. Lediglich dringende Anwaltsbesuche und Gerichtstermine könnten weiter wahrgenommen werden. "Wir versuchen, uns ein wenig abzuschotten", sagte Bischofs. Die JVA Heinsberg liegt mit derzeit rund 380 Gefangenen und gut 300 Mitarbeitern im mit Abstand am stärksten von der Epidemie betroffenen Kreis Nordrhein-Westfalens.

11:20 Uhr - Robert Koch-Institut rechnet auch in Deutschland mit Toten

Das Robert Koch-Institut verkündete bei einer Pressekonferenz am Morgen die aktuellsten Zahlen zum Coronavirus. Weltweit gebe es bereits 95.400 Infizierte, 349 davon in Deutschland. In den meisten Fällen in der Bundesrepublik seien die Geschlechter der Betroffenen bekannt, demnach seien es mehr Männer als Frauen. Die Patienten seien zwischen zwei und 91 Jahre alt, so Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts. Die Zahlen würden weltweit zunehmen, außerhalb Chinas mittlerweile schneller als im Inland des Landes, in dem das Coronavirus ursprünglich ausbrach.

Wieler erwähnte in dem Zusammenhang noch den Wochenbericht zur Grippe. Allein in Deutschland seien im laufenden Jahr bereits 119.280 laborbestätigte Influenzafälle gemeldet worden. Darunter 202 Todesfälle. "Es gibt einen Impfstoff gegen Influenza", so Wieler. Er forderte vor allem die Risikogruppe (ab 67 Jahren) auf, sich dementsprechend gegen Grippe impfen zu lassen.

Zum Schluss der Pressekonferenz widmete sich Wieler der Frage, warum es in Deutschland noch keine Toten geben würde. Von Zufall wolle er nicht sprechen, immerhin seien in anderen Ländern wie Italien vor allem ältere Populationen betroffen. Von 3.089 Infizierten sind in Italien bereits 107 Betroffene am Coronavirus gestorben, so das italienische Gesundheitsministerium. 276 davon seien wieder geheilt. Doch auch in Deutschland wird mit Todesfällen gerechnet: "Es wird bei uns auch Todesfälle geben, davon müssen wir ausgehen", so Wieler.

10:03 Uhr - Erster Todesfall in der Schweiz

In der Schweiz ist erstmals eine mit dem Coronavirus infizierte Patientin gestorben. Das teilte die Polizei im Kanton Waadt am Donnerstag mit. Die 74-jährige Frau sei eine Risikopatientin gewesen, weil sie Vorerkrankungen hatte. Sie wurde seit dem 3. März im Krankenhaus in Lausanne am Genfersee behandelt.

Dem Robert Koch-Institut zufolge gibt es in der Schweiz insgesamt 80 laborbestätigte Coronavirus-Infizierte. In Deutschland sind es 349. (Stand 05.03., 10:00 Uhr)

09:10 Uhr - Muss ich mich an Quarantäne-Maßnahmen halten?

Wenn der Verdacht auf eine Coronavirus-Infizierung besteht, wird Betroffenen zunächst geraten, sich in häusliche Quarantäne zu begeben. Das örtliche Gesundheitsamt ist für die Entscheidung der Maßnahmen zuständig. Doch was, wenn eine häusliche Isolation nicht eingehalten wird? Lena Högemann, Pressesprecherin der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, zufolge ist dabei die Art der Isolierung entscheidend: "Wenn es sich um eine freiwillige Isolierung handelt, dann gibt es keine Handhabung."

"Wenn es eine durch das Gesundheitsamt angeordnete Isolierung ist, dann ist diese verpflichtend und muss befolgt werden. Außerdem kann es bei Verstoß zu einer Absonderung in einem abgeschlossenen Teil eines Krankenhauses kommen (nach §30 IfSG)." Auch ob und wann isolierte Verdachtsfälle getestet werden, wird von zuständigen Amtsärzten entschieden: "Bei der Kontaktpersonennachverfolgung werden zuerst die Kontaktpersonen mit Symptomen getestet, die weiteren Personen sollen folgen", so Högemann.

08:50 Uhr - Maori verzichten auf Nasengruß

Die Ureinwohner in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington wollen in Zeiten des neuen Coronavirus auf den traditionellen Nasengruß verzichten, den Hongi. Das Ganze sei kein Verbot, aber eine Sache des gesunden Menschenverstands, machte Stammeschef Kura Moeahu am Donnerstag im Sender Radio New Zealand deutlich.

Bei den Maori werden die Nasen aneinander gedrückt, damit man den Lebensatem des Gegenübers spürt. Zu sehen war das Ritual beispielsweise beim Nationalfeiertag Waitangi Day im Februar oder beim Besuch von Prinz Charles im vergangenen Jahr. In Neuseeland gibt es bisher drei nachgewiesene Fälle des Virus Sars-CoV-2.

25.09.2018, Großbritannien, London: Herzogin Meghan erhält einen Hongi, eine traditionelle Maori-Begrüßung, als sie der Eröffnung der Ausstellung «Oceania» die Royal Academy of Arts teilnimmt. Foto: Arthur Edwards/The Sun/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk
Herzogin Meghan erhält einen Hongi, eine traditionelle Maori-Begrüßung.
© dpa, The Sun, lof

08:46 Uhr - Lehrerverband gegen flächendeckende Schulschließungen in Deutschland

Der Deutsche Lehrerverband lehnt flächendeckende Schulschließungen wegen des neuartigen Coronavirus wie in Italien ab. Lange Komplettschließungen ohne "konkret nachgewiesene, bestätigte Verdachtsfälle" halte er für falsch, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. "Das wäre ein Maßnahmenoverkill."

Zwar gebe es auch in Deutschland sehr große Verunsicherung von Eltern, Lehrkräften und Schülern. Diese werde dadurch verstärkt, dass keine einheitliche Verfahrensweise in den Bundesländern erkennbar sei. Letztendlich müsse eine Güterabwägung vorgenommen werden: "Rechtfertigt der Grad der gesundheitlichen Gefährdung, dass mit der Schließung von Schulen Abschlussprüfungen ausfallen und die gesamte Bildungsplanung von Kindern in Gefahr gerät."

8:30 Uhr - Aktuelle Zahlen der Infizierten in Europa - 349 Fälle in Deutschland

Die Zahl der Infektionen in Deutschland ist auf 349 gestiegen. Damit sind es 87 laborbestätigte Fälle mehr als am Vortag. 172 davon wurden allein in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen. In Italien ist die Zahl sogar um 587 Infektionen angestiegen. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, lässt die Regierung ab heute alle Schulen und Universitäten im Land bis Mitte März geschlossen.

  • Deutschland: 349 Infizierte
  • Italien: 3089 Infizierte
  • Frankreich: 285 Infizierte
  • Spanien: 200 Infizierte
  • Vereinigtes Königreich: 90 Infizierte
  • Schweiz: 57 Infizierte
  • Niederlande: 38 Infizierte
  • Schweden: 35 Infizierte
  • Norwegen: 33 Infizierte
  • Österreich: 29 Infizierte
  • Island: 26 Infizierte
  • Belgien: 23 Infizierte
  • San Marino: 16 Infizierte
  • Dänemark: 10 Infizierte
  • Kroatien: 9 Infizierte
  • Griechenland: 9 Infizierte
  • Finnland: 7 Infizierte
  • Weißrussland: 6 Infizierte
  • Tschechische Republik: 5 Infizierte
  • Rumänien: 4 Infizierte
  • Estland: 2 Infizierte
  • Ungarn: 2 Infizierte
  • Portugal: 2 Infizierte

Quelle: Weltgesundheitsorganisation, Stand 05.03., 08:30 Uhr​

7:36 Uhr - Weitere Infektionen in Würzburg und Unterhaching - Schulausfall

In Würzburg und Unterhaching sind in der Nacht zum Donnerstag drei weitere Fälle des Coronavirus bestätigt und deshalb Schulen zunächst geschlossen worden. In Unterhaching sei ein Kind, das das Lise-Meitner-Gymnasium besuche, nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert, teilte das Landratsamt München mit. Das Gesundheitsamt und die Schulleitung hätten daher entschieden, die Schule am Donnerstag und Freitag zu schließen. Alle Schülerinnen und Schüler sollten demnach zu Hause bleiben.

Auch in Würzburg wurden zwei junge Erwachsene der Leonhard Frank-Schule positiv auf das Coronavirus getestet. Der Unterricht falle nach Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und der Regierung Unterfranken am Donnerstag aus, teilte die Stadt Würzburg mit. Ob es sich bei beiden um Schüler oder Lehrer handelt war zunächst unklar.

07:17 Uhr - Risiko für Rezession in Deutschland gestiegen

Die Industrie sieht die Gefahr einer Rezession in Deutschland angesichts massiver Folgen für die Wirtschaft durch den neuartigen Coronavirus erheblich gestiegen. "Das wirtschaftliche Wachstum droht fast zum Erliegen zu kommen", heißt es im neuen Quartalsbericht des Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Komme es nicht zu einer wirtschaftlichen Normalisierung in den von der Corona-Epidemie betroffenen Ländern im zweiten Quartal, erwartet der BDI für Deutschland für das Gesamtjahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung.

Der BDI hatte bisher ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von 0,5 Prozent erwartet. Dies liegt aber auch daran, dass das Jahr mehr Arbeitstage hat. Der Industrieverband forderte die Bundesregierung zum Handeln auf. Aus Sicht des BDI hat das Coronavirus die Chancen für eine bis vor kurzem noch erhoffte Erholung der Weltwirtschaft in diesem Jahr dramatisch reduziert. Vor allem die exportstarke deutsche Industrie befand sich schon vor dem Ausbruch des Virus in einer schwierigen Lage. Die Industrieproduktion ist gesunken, Firmen halten sich mit Investitionen zurück.

06:44 Uhr - Australische Zeitung hilft mit Klopapier aus

Kein Klopapier, weil die Leute wegen des neuen Coronavirus die Regale leergekauft haben? Eine australische Lokalzeitung hat sich daraus einen Spaß gemacht. Sie erschien am Donnerstag mit acht leeren Extra-Seiten zum Zurechtschneiden, als Muster ist der australische Kontinent zu sehen. "Das Klopapier ist ausgegangen? Die 'NT News' kümmert sich darum", schrieb die Zeitung, die im Norden des Landes erscheint und für freche Schlagzeilen bekannt ist. "Holen Sie sich die limitierte Edition einlagiger Toiletten-Zeitungsblätter." Wie in vielen Ländern, in denen das Virus grassiert, gibt es auch in Australien gegenwärtig in den Läden leere Regale wegen der Hamsterkäufe.

06:30 Uhr - Trotz Coronavirus mehr Tourismus in Berlin?

Trotz erster bestätigter Fälle des neuartigen Coronavirus kommen aus Sicht der Berliner Tourismus- und Kongressgesellschaft auch in diesem Jahr mehr Gäste nach Berlin. "Ich rechne nach wie vor mit einem Wachstum der Besucherzahl, vor allem im zweiten Halbjahr", sagte Geschäftsführer Burkhard Kieker. Dann werde sich die Aufregung um das Coronavirus Sars-CoV-2 gelegt haben.

Das waren die Meldungen vom 4. März:

In Berlin gibt es einen neunten nachgewiesenen Coronavirus-Fall. Bislang sei keine Verbindung zu einem bestehenden Fall bekannt, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung am Mittwoch mit. Das neuartige Virus Sars-CoV-2 sei bei einem Mann aus Pankow nachgewiesen worden. Dieser werde zu Hause isoliert. Weitere Details wurden nicht bekannt gegeben. Am Sonntag war der erste bestätigte Fall in der Bundeshauptstadt öffentlich geworden. In Deutschland hat das Robert Koch-Institut (RKI) bis Mittwoch (15.00 Uhr) 262 nachgewiesene Infektionen gezählt.

Ein Großteil der Fälle trat in Nordrhein-Westfalen auf. Viele Patienten sind inzwischen wieder gesund. Schwere Covid-19-Verläufe sind selten, ein darauf zurückgehender Todesfall wurde in Deutschland bisher nicht erfasst. Weltweit haben sich dem RKI zufolge inzwischen mehr als 93.000 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

22:15 Uhr - Geisterspiele in Italien: Alle Sportveranstaltungen ohne Publikum

Corona-Panik erfasst Italien: Alle Sportevents ohne Zuschauer.
Corona-Panik erfasst Italien: Alle Sportevents ohne Zuschauer.
© Herbert Rudel

Um die fortschreitende Ausbreitung des Coronavirus in den Griff zu bekommen, sollen unter anderem Italiens Fußball-Erstligisten zunächst bis zum 3. April vor leeren Rängen antreten. Das kündigte die Regierung um Ministerpräsident Giuseppe Conte am Mittwochabend an. Die Regelung gelte für alle großen Sportveranstaltungen und ist Teil eines Maßnahmenpakets, welches auch die Schließung von Schulen und Universitäten bis zum 15. März umfasst.

"Wir müssen uns noch mehr anstrengen, um die Epidemie einzugrenzen und eine zusätzliche Belastung des Gesundheitssystems zu vermeiden", sagte Conte in einer Videobotschaft. In Italien ist die Zahl der Toten durch das Coronavirus auf 107 gestiegen, allein am Mittwoch wurden 28 Opfer gemeldet. Italien ist der größte Herd des Coronavirus in Europa.​

21:44 Uhr - US-Staat warnt Bürger: "Ob gesund oder krank, bitte nicht lecken"

Umschlag auf, Wahlzettel rein, Verschlussklappe mit der Zunge anfeuchten und Brief zukleben - genau das sollen die Wähler im US-Bundesstaat Washington nicht machen. Das Gesundheitsministerium des Staates warnt seine Bürger vor den US-Vorwahlen am 10. März via Twitter, die Wahlbriefe vor dem Verschließen nicht mit der Zunge anzufeuchten - aus Angst vor dem Coronavirus. Die Behörde legt nahe, "alternative Methoden" zu nutzen, wie etwa einen nassen Schwamm oder ein nasses Tuch. Wahlhelfer sollten zudem Handschuhe beim Öffnen der Briefe verwenden, sagte die Sprecherin der Behörde, Kylee Zabel, dem US-Sender "CNN". Die Behörde hat sich für den Appell eigens einen Slogan einfallen lassen: "Ob gesund oder krank, bitte nicht lecken."

Der Staat im Nordwesten der USA ist besonders vom Coronavirus betroffen. Am Mittwoch bestätigte die Behörde das zehnte Todesopfer infolge der Erkrankung, mehr als 100 Menschen sind infiziert.

20:52 Uhr - Zahl der Infizierten in Frankreich steigt um 73 auf 285

02.03.2020, Frankreich, Paris: Touristen vor dem Pariser Louvre tragen Mundschutzmasken. Der Louvre ist am Montag (02.03.20) den zweiten Tag in Folge geschlossen geblieben, weil die Mitarbeiter aus Sorge um die Coronavirus-Epidemie ihre Arbeit nieder
Touristen vor dem Pariser Louvre tragen Mundschutzmasken.
© dpa, Christophe Ena, BC hen lop

In Frankreich ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen auf 285 gestiegen. Das teilt der Chef der staatlichen Krankenversorgung mit. Das sei ein Anstieg von 73 Fällen gegenüber dem Vortag. Bislang seien vier Personen an der Lungenkrankheit gestorben.

19:02 Uhr - Israel verschärft Einreisebestimmungen für Deutschland

ARCHIV - 01.03.2020, Hessen, Frankfurt/Main: Eine Passagiermaschine der israelischen Airline El Al landet nach Einbruch der Dunkelheit auf dem Flughafen Frankfurt.   El Al hat wegen der Coronavirus-Krise strenge Sparmaßnahmen beschlossen. 1000 Mitarb
Israelische Rückkehrer müssten sich unterdessen für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben, teilte Regierungschef Benjamin Netanjahu mit.
© dpa, Boris Roessler, brx fdt wst

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat Israel neue Einreisebestimmungen verhängt: Touristen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Spanien dürften von Freitagfrüh (6.03.) an nicht mehr einreisen, außer wenn sie beweisen könnten, dass sie eine häusliche Quarantäne einhalten können. Das teilte das israelische Gesundheitsministerium mit.

Israelische Rückkehrer müssten sich unterdessen für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben, teilte Regierungschef Benjamin Netanjahu mit. Für Reisende aus China, Südkorea und Thailand gelten schon seit zwei Wochen Einreisebeschränkungen.

Man werde Touristen, die sich in den letzten 14 Tagen im Iran, Irak, Syrien oder Libanon aufgehalten haben, die Einreise verweigern, hieß es zudem. Der Gesundheitsminister Jakov Litzman sagte, man werde Versammlungen mit mehr als 5.000 Teilnehmern verbieten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist das Virus mittlerweile bei 15 Personen in Israel nachgewiesen. Tausende Israelis befinden sich nach offiziellen Angaben in häuslicher Quarantäne. Todesfälle wurden bisher nicht erfasst.

18:18 Uhr - Offiziell: Italien schließt wegen Coronavirus Schulen im ganzen Land

Italien schließt wegen der Verbreitung des neuartigen Coronavirus die Schulen im ganzen Land. Sie sollen von Donnerstag bis 15. März geschlossen bleiben, bestätigte Schulministerin Lucia Azzolina am Mittwoch.

Die Zahl der Toten in Italien ist auf mehr als 100 gestiegen. Insgesamt hätten sich bis Mittwoch 3.089 Menschen infiziert, 107 seien gestorben, gab der Zivilschutz in Rom bekannt. Am Vortag waren es noch rund 2.500 Infizierte und 79 Tote. Mittlerweile gibt es in fast allen Regionen Fälle, die meisten allerdings nach wie vor in der Lombardei, der Emilia-Romagna und in Venetien. 295 Menschen liegen auf der Intensivstation. 276 Personen sind wieder gesund.

18:10 Uhr - Zahl der Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 262

Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 262. Das teilt das Robert-Koch-Institut am Mittwoch mit. Am Vortag hatte das Institut 196 Fälle gezählt. Die meisten Erkrankungen wurden demnach in Nordrhein-Westfalen registriert.

17:40 - Apotheker können Desinfektionsmittel leichter vor Ort herstellen

Händedesinfektionsmittel nahezu ausverkauft in Deutschland - Impressionen von Desinfektionsmittel gegen SARS-CoV-2 Händedesinfektionsmittel gegen das SARS-CoV-2 sind nahezu ausverkauft in Deutschland. Impressionen von Sterillium  Händedesinfektionsmi
Die Regelung ermögliche es Apotheken, Mittel zur Händedesinfektion für den privaten Gebrauch mit Industriealkohol herzustellen.
© imago images/7aktuell, 7aktuell.de | Max Rühle via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Für den Kampf gegen das neue Coronavirus sollen Apotheken leichter Desinfektionsmittel direkt vor Ort herstellen können. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte nach Beratungen mit seinen Länderkollegen am Mittwoch in Berlin, dafür sei eine Ausnahmeregelung mit dem Bundesumweltministerium beschlossen worden. Diese ermögliche es Apotheken, Mittel zur Händedesinfektion für den privaten Gebrauch mit Industriealkohol herzustellen. Denn das Virus sei "alkoholsensibel", erläuterte Spahn.

Spahn betonte, dass dies ergänzend vorgesehen sei - alle Beteiligten wie Praxen und Krankenhäuser sollten weiterhin auch selbst Material kaufen. Für den Bund sollen sich Mitarbeiter des Gesundheits- und des Verteidigungsministeriums um die Beschaffung kümmern.

17:21 Uhr - Medizinische Schutzkleidung soll zentral beschafft werden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich heute mit den Gesundheitsministern der Länder getroffen, um über weitere Schutzmaßnahmen gegen die Verbeitung des Coronavirus zu sprechen.

Besonders ältere Menschen und chronisch erkrankte Personen müssten vor dem Virus geschützt werden, erklärte die Berliner Senatorin Dilek Kalayci. Außerdem würden die Länder Großveranstaltungen weiterhin überdenken und prüfen, ob man zusätzliche Schutzmaßnahmen ergreifen müsse.

Ein weiteres Thema der Besprechung war die Materialknappheit von medizinischer Schutzkleidung. Laut Kalayci gebe es hier ein gutes Ergebnis: Es solle zukünftig eine zentrale Beschaffung für die gesamte Bundesrepublik geben. Laut Spahn bedeute das aber nicht, dass alle Länder und Arztpraxen sich nun nicht mehr um Schutzkleidung kümmern müssen. Die bundesweite Beschaffung solle zusätzlich stattfinden, damit es zu keinen Engpässen mehr komme. Der Export von medizinischer Schutzkleidung ist gestern durch den Krisenstab gestoppt worden. Laut Spahn sei das zwar ein Eingriff in die Wirtschaft, der Schutz der Bevölkerung gehe aber vor wirtschaftlichen Interessen.

Außerdem habe das RKI den Pandemie-Plan auf die aktuelle Corona-Lage angepasst. Der Plan werde stetig weiterentwickelt und sei nicht verpflichtend, aber eine gute Empfehlung für alle Länder und Krankenhäuser.

17:02 Uhr - Erster Coronavirus-Patient in Polen war wohl auf Karnevalsfeier in NRW

In Polen ist erstmals bei einem Patienten das Coronavirus nachgewiesen worden. Bei dem Erkrankten handele es sich um einen Mann aus der westpolnischen Woiwodschaft Lebus, der sich zuvor in Deutschland aufgehalten habe, sagte Gesundheitsminister Lukasz Szumowski am Mittwoch. Der Patient werde im Krankenhaus in Zielona Gora behandelt, er sei mittleren Alters und habe keine schweren Vorerkrankungen.

Laut Medienberichten soll der Mann zuvor eine Karnevalsveranstaltung in Nordrhein-Westfalen besucht haben. Wie eine Vertreterin des örtlichen Gesundheitsamtes sagte, kehrte der Mann mit einem Reisebus nach Polen zurück. Das polnische Busunternehmen teilte mit, der Reisebus habe in Bonn, Düsseldorf, Essen, Hamm und Bielefeld gehalten, bevor er Kurs Richtung Polen nahm. Gesundheitsminister Szumowski sagte, die Behörden hätten die Liste mit den Passagieren. Alle Mitreisenden müssten in eine zweiwöchige Quarantäne.

16:45 - Infizierter aus Saarland ist Oberarzt an Kinderklinik

Der erste Coronavirus-Infizierte aus dem Saarland ist Oberarzt an der Kinderklinik des Universitätsklinikums des Saarlandes. Der Mitarbeiter zeige nur "eine minimale klinische Symptomatik" und befinde sich in "häuslicher Isolierung", wie das UKS am Mittwoch mitteilt.

Die möglichen Kontaktpersonen des Mitarbeiters seien ermittelt und getestet worden. Bisher seien alle Tests negativ ausgefallen, im Umfeld des UKS-Oberarztes sei somit keine weitere Infektion bekannt. Der Infizierte ist am Dienstag positiv auf das neuartige Virus getestet worden und ist der erste Infizierte aus dem Saarland.

15:40 Uhr - ICE in Frankfurt: Fahrgast rief aus Angst vor Coronavirus die Polizei

​Der Coronavirus-Verdacht in einem ICE in Frankfurt Süd hat sich als falsch herausgestellt. Laut Gesundheitsamt habe ein Passagier des Zuges aus einer allgemeinen Corona-Hysterie bei der Polizei angerufen, weil ein Mann in seinem Abteil gehustet habe.

Die Polizei habe daraufhin den Zug gestoppt. Ärzte haben den angeblich infizierten Passagier untersucht und festgestellt, dass er keine Symptome für eine Erkrankung zeige. Daher wurde auch kein Coronavirus-Test durchgeführt. Der Zug konnte danach weiter in Richtung Stuttgart fahren.

15:13 Uhr - 150 Lufthansa-Flugzeuge bleiben am Boden

Die Lufthansa lässt wegen der Coronavirus-Krise 150 Flugzeuge am Boden. Damit wurden Ankündigungen aus der vergangenen Woche umgesetzt, wie ein Sprecher am Mittwoch in Frankfurt sagte. Der Lufthansa-Konzert verfügt über 750 Passagierflugzeuge, bei den 150 Maschinen handle es sich um einen rechnerischen Wert. Noch seien erst wenige Jets am Boden geblieben, etwa wegen vorgezogenen Wartungsintervallen.

14:40 Uhr - Italienisches Schulministerium entscheidet heute final über die Schulschließungen

Die Entscheidung zu Schulschließungen in ganz Italien ist nach Aussagen der italienischen Schulministerin noch nicht final gefallen. «Bisher gibt es keine Schließungen», sagte Lucia Azzolina laut Angaben der Nachrichtenagenturen Ansa und Adnkronos am Mittwoch. Eine Entscheidung solle erst in den kommenden Stunden fallen. Zuvor hatten die Agenturen berichtet, die Schulen in ganz Italien sollen wegen des Coronavirus bis 15. März geschlossen bleiben.

14:05 Uhr - Italien will alle Schulen und Universitäten schließen

Drastischer Schritt: Die italienische Regierung ordnet Medienberichten zufolge die Schließung aller Schulen und Universitäten im Land an. Dies solle ab Donnerstag bis Mitte März gelten, melden die italienische Nachrichtenagentur Ansa und der Rundfunksender RAI.

In Italien sind bislang knapp 2.500 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. 80 Menschen sind dort bereits an dem Virus gestorben.

13:50 Uhr - Formel 1: RTL überträgt Großen Preis von Australien und Großen Preis von Bahrain aus Köln

Aufgrund der weltweiten und nicht kalkulierbaren Verbreitung des Coronavirus und den Risiken für die Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen wird RTL von einer Vor-Ort-Berichterstattung beim Formel-1-Saison-Auftakt in Australien und beim zweiten Saisonrennen in Bahrain absehen. Auch das dritte Rennen in Vietnam wird RTL nicht vor Ort begleiten. Die komplette Produktion der Livesendungen wird stattdessen nach Köln verlagert.

13:33 Uhr - Spahn: „Aus der Corona-Epidemie in China ist eine weltweite Pandemie geworden.“

Gesundheitsminister Jens Spahn hat heute im Bundestag eine Regierungserklärung abgegeben. In Europa gibt es mittlerweile rund 3000 Infektionen, davon 240 in Deutschland. Die meisten Fälle gibt es in Nordrhein Westfalen.

Um die Ausbreitung zu verhindern, komme es leider zu einigen Einschränkungen des Alltags. Einige Kitas und Schulen bleiben zu, Großveranstaltungen müssen teilweise wegen des Corona-Risikos abgesagt werden. "Dabei gilt immer der Grundsatz: Die Sicherheit der Bevölkerung geht im Zweifel vor. Auch vor wirtschaftlichen Interessen", so der Gesundheitsminister.

Er könne verstehen, dass man Angst um die eigene Gesundheit und um die von Mitmenschen habe. Aber es gebe auch eine gute Nachricht, denn seit zwei Wochen sei die erfasste Zahl der weltweit genesenen Patienten höher als die Zahl der Neuinfizierten. Deutschland könne mit kühlem Kopf große Herausforderungen bewältigen - auch die des Coronavirus.

04.03.2020, Berlin: Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, gibt zu Beginn der Plenarsitzung im Deutschen Bundestag eine Regierungserklärung zur Bekämpfung des Coronavirus in Deutschland ab. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Jens Spahn bei der Regierungserklärung zum Coronavirus.
© dpa, Bernd von Jutrczenka, bvj fdt

13:00 Uhr - Landrat Pusch: Richtlinie des Robert-Koch Instituts wird in Heinsberg nicht mehr umgesetzt

Nach Aachen schickt jetzt auch der Kreis Heinsberg medizinisches Personal, das in Kontakt mit Coronavirus- Infizierten war, nicht mehr automatisch in Quarantäne. Die Richtlinie des Robert Koch-Instituts führe dazu, dass nach und nach immer mehr medizinisches Personal nicht mehr arbeiten dürfe, sagte Landrat Stephan Pusch am Mittwoch in einem Facebook-Video.

Dadurch dass Betroffene unter Einhaltung strenger Schutzvorschriften weiterarbeiten dürften, habe sich die Lage im Kreis entspannt so Pusch weiter.

Dort werden jetzt ein zweites Corona-Untersuchungszentrum und eine mobile Notarztpraxis eingerichtet. So sollen zum einen Corona-Patienten und Verdachtsfälle aber auch anders erkrankte Menschen optimal versorgt werden.

Der Kreis Heinsberg hat offiziell 104 Corona-Infizierte gemeldet - 7 Patienten müssen stationär behandelt werden.

12:04 Uhr - ICE in Frankfurt wegen Corona-Verdacht gestoppt

Gegen 10.45 Uhr ging bei der Bundespolizei Frankfurt am Main eine Meldung ein, dass sich in einem ICE aus Kiel eine männliche Person mit Verdacht auf den Corona-Virus befinden würde. Daher wurde der Zug in Frankfurt Main Süd gestoppt und am Gleis 8 von Einsatzkräften abgesperrt. Der Mann wurde im Zug, in dem sich etwa 300 Reisenden befinden, isoliert. Wann die Fahrt in Richtung Stuttgart fortgesetzt werden kann, ist bislang unklar.

11:40 Uhr - Schutzausrüstung hat oberste Priorität für Krisenstab

Der Krisenstab von Bundesinnen- und Bundesgesundheitsministerium kümmert sich verstärkt um ausreichende Schutzausrüstung. Diese wird zentral für Arztpraxen, Krankenhäuser und Bundesbehörden angeschafft. Bisher hatten sich zum Beispiel Praxen selbst darum kümmern müssen.

Außerdem ist es Firmen ab sofort verboten Atemmasken, Handschuhe, Schutzanzüge etc. ins Ausland zu schicken. Ausnahmen sind nur möglich sollte es zum Beispiel zu internationalen Hilfsaktionen kommen.

11:25 Uhr - Hannover Messe wegen Ausbreitung des Coronavirus verschoben

Wegen der anhaltenden Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verschieben die Veranstalter der Hannover Messe die weltgrößte Industrieschau. Das Branchentreffen mit rund 6000 Ausstellern, das vom 20. bis 24. April in der niedersächsischen Landeshauptstadt geplant war, soll jetzt vom 13. bis 17. Juli stattfinden. Dies teilte die Deutsche Messe AG am Mittwoch mit.

10:58 Uhr - 11 neue Fälle in Bayern bestätigt

Zwei neue Fälle wurden aus München gemeldet, sechs neue Fälle aus dem oberbayerischen Landkreis Freising. Außerdem wurde ein neuer Fall jeweils aus dem Landkreis Augsburg, dem Landkreis Ostallgäu und dem Landkreis Lindau gemeldet.
Die Gesundheitsbehörden ermitteln aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen. Das teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit. 

10:26 Uhr - NRW-Gesundheitsministerium schickt Schutzmaterial nach Heinsberg und kauft 1 Million Masken

"Wir brauchen dringend Hilfe" - mit diesen Worten hatten sich die Ärzte aus dem Kreis Heinsberg am Dienstag an die Öffentlichkeit gewandt. Ein Zusammenbruch der medizinischen Versorgung an der Basis und in den Krankenhäusern sei nicht mehr auszuschließen, hieß es weiter - denn es gebe nicht ausreichend Schutzmasken und andere schützende Materialien.

Jetzt hat das NRW-Gesundheitsministerium auf den "Brandbrief" reagiert und verkündet, dass man über 7000 Atemschutzmasken, knapp 3000 Schutzanzüge, 2000 Testsets organisiert und in den extrem von Coronavirus betroffenen Kreis geschickt habe. Aktuell sei man außerdem dabei, den Kaufvertrag für 1 Million Schutzmasken für ganz Nordrhein-Westfalen zu unterschreiben, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann auf einer Pressekonferenz. Es habe ihn "sehr geärgert", dass sich das medizinische Personal Sorgen wegen fehlender Schutzausrüstung gemacht habe.

Im Kreis Heinsberg sind aktuell 87 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Dort liegt der Schwerpunkt der Corona-Infektionen in Deutschland. Alle Infektionen gehen vermutlich auf einen 47-jährigen Architekten aus dem Kreis Heinsberg zurück, der in Gangelt krank Karneval gefeiert hatte. Wo er sich ursprünglich angesteckt hatte, ist weiter unklar.

10:15 Uhr - Bundesligaspiel Gladbach gegen Dortmund wird nicht abgesagt

Das Fußball-Bundesligaspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund am Samstag soll nicht abgesagt werden. Zuvor hatte es Berichte über eine mögliche Absage gegeben. Das Gesundheitsamt der Stadt Mönchengladbach sehe keinen Grund für eine solche Entscheidung, sagte der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Mittwoch in Düsseldorf. Alle Fußballfans, die im vom Coronavirus besonders betroffenen Kreis Heinsberg wohnen, sollen vom Verein aber das Angebot erhalten, ihre bereits gekaufte Karte für das Spiel zurückzugeben und stattdessen kostenlos ein anderes Spiel der Borussia zu besuchen.

9:00 Uhr - Aktuelle Zahlen der Infizierten in Europa

  • Deutschland: 196 Infizierte
  • Italien: 2502 Infizierte
  • Frankreich: 212 Infizierte
  • Spanien: 151 Infizierte
  • Vereinigtes Königreich: 51 Infizierte
  • Schweiz: 37 Infizierte
  • Norwegen: 32 Infizierte
  • Niederlande: 28 Infizierte
  • Österreich: 24 Infizierte
  • Schweden: 24 Infizierte
  • Island: 16 Infizierte
  • Kroatien: 9 Infizierte
  • Belgien: 8 Infizierte
  • Dänemark: 8 Infizierte
  • Griechenland: 7 Infizierte
  • Finnland: 7 Infizierte
  • Tschechische Republik: 5 Infizierte
  • Rumänien: 4 Infizierte
  • Estland: 2 Infizierte
  • Portugal: 2 Infizierte

Quelle: Weltgesundheitsorganisation, Stand 04.03., 09:00 Uhr

06:41 Uhr - Facebook will Coronavirus-Falschmeldungen löschen

Facebook will keine Verbreitung von falschen Informationen und Verschwörungstheorien über das neuartige Coronavirus zulassen. Das Online-Netzwerk werde sie entfernen und dabei den Einschätzungen globaler Gesundheitsorganisationen folgen, kündigte Gründer und Chef Mark Zuckerberg am Mittwoch an. Zudem werde keine Werbung zugelassen, mit der die Krise ausgenutzt werden solle - zum Beispiel mit der Behauptung, die Produkte könnten die Krankheit heilen.

Für Facebook ist das Vorgehen eine Ausnahme von der Linie, nicht entscheiden zu wollen, was falsch und was richtig ist. So war das Online-Netzwerk für die Entscheidung kritisiert worden, auch nachweislich falsche Aussagen von Politikern unkommentiert auf der Plattform zu lassen. Im Fall der Coronavirus-Unwahrheiten griffen aber die Facebook-Regeln, die es verböten, Menschen in Gefahr zu bringen, erklärte Zuckerberg.

06:32 Uhr - Zahl der Neuinfektionen in China geht zurück

Die Zahl der Neuinfektionen in China geht weiter zurück. Die Behörden meldeten für Dienstag 119 Neuinfektionen, tags zuvor waren es 125. Damit klettert die Gesamtzahl der Infizierten auf 80.270. Die Zahl der Toten steigt um 38 auf 2981. Tags zuvor waren 31 gemeldet worden. Auf die zentrale Provinz Hubei entfallen dabei 37 Todesfälle und 115 Neuinfektionen.

Das waren die Meldungen vom 3. März:

Im Kreis Düren ist ein weiterer Coronavirus-Fall bei einer Lehrerin bestätigt worden. Die Frau sei aus der Städteregion Düren und unterrichte an der Johannes-Schule in Aldenhoven-Siersdorf, teilte der Kreis Düren am Dienstagabend mit. Damit steige die Zahl der bestätigten Fälle im Kreis auf drei. Die Grundschule bleibt vorsichtshalber am Mittwoch geschlossen. Lehrer, Eltern und Schüler seien informiert worden. Der Lehrerin geht es laut Kreis-Gesundheitsamt gut. Sie befinde sich in häuslicher Quarantäne. Als nächstes würden ihre Kontaktpersonen ermittelt, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, erklärte Landrat Wolfgang Spelthahn. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden in NRW bis Dienstagnachmittag knapp über 100 Fälle bestätigt.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es einen dritten bestätigten Fall einer Corona-Infektion. Das teilte das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit mit. Bei dem Erkrankten handele es sich um einen 50-jähriger Mann ohne Vorerkrankungen, der in der vergangenen Woche in Südtirol zum Skiurlaub gewesen sei.

22:28 Uhr - Weltbank stellt Milliarden für Kampf gegen Coronavirus bereit

ARCHIV - 11.04.2019, USA, Washington: David Malpass, Präsident der Weltbank, spricht bei einer Pressekonferenz der Frühjahrstagung von Weltbank und IWF. Die Weltbank stellt Entwicklungsländern für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus Kredite und
Nur wenige Stunden zuvor hatten die Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF) wegen des neuartigen Coronavirus ihre jährliche Frühjahrstagung in den USA abgesagt.
© dpa, Jose Luis Magana, JLM afn fgj

Die Weltbank stellt Entwicklungsländern für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus Kredite und Hilfsgelder in Höhe von insgesamt 12 Milliarden US-Dollar bereit. Es gehe darum, den Staaten "schnell" und "flexibel" zu helfen, um den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Epidemie zu begegnen, erklärte Weltbankpräsident David Malpass am Dienstag. Mit den Mitteln könnten unter anderem Gesundheitssysteme ausgebaut werden, erklärte die Weltbank. Rund vier Milliarden US-Dollar des neuen Hilfspakets stammen demnach aus bestehenden Programmen.

Nur wenige Stunden zuvor hatten die Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF) wegen des neuartigen Coronavirus ihre jährliche Frühjahrstagung in den USA abgesagt. Die ursprünglich für Mitte April am Sitz der Organisationen in Washington geplanten Treffen sollten nun in einem "virtuellen Format" stattfinden, hieß es.

21:14 Uhr - Zwei weitere Coronavirus-Patienten in Düsseldorfer Uniklinik

26.02.2020, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Ein Mann mit einem Regenschirm geht auf das Gelände des Universitätsklinikums Düsseldorf. Erstmals ist auch ein Patient in NRW nachweislich an dem neuartigen Coronavirus erkrankt und wird in der Universitä
In die Düsseldorfer Universitätsklinik sind am Dienstagabend zwei weitere schwer erkrankte Corona-Patienten eingeliefert worden.
© dpa, Federico Gambarini, fg

In die Düsseldorfer Universitätsklinik sind am Dienstagabend zwei weitere schwer erkrankte Corona-Patienten eingeliefert worden. Beide stammen aus dem Kreis Heinsberg. Die Universitätsklinik habe besondere Erfahrung im Umgang mit Patienten mit Infektionskrankheiten und übernehme jene, für die in anderen Krankenhäusern keine ausreichenden Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen. "Das gilt aktuell auch für unsere Patienten, die am Coronavirus erkrankt sind", hieß es in einer Mitteilung der Uniklinik.

20:59 Uhr - In Frankreich 212 Coronavirus-Fälle, erster Fall in Argentinien

02.03.2020, China, Xiaogan: Li Shengtang (l) und Shi Wenqin, Mitarbeiter des Zentralkrankenhauses von Xiaogan, fahren mit Schutzkleidung in einem speziellen Fahrstuhl, um medizinischen Abfall zu entsorgen. In dem Krankenhaus werden vor allem die mit
Weltweit haben sich inzwischen mehr als 90.000 Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert.
© dpa, Hu Huhu, frd lop

In Frankreich sind die Coronavirus-Infektionen auf 212 gestiegen. Das teilt der Chef der staatluchen Krankenversorgung am Dienstagabend mit.

Erstmals ist auch in Argentinien bei einem Patienten das Coronavirus nachgewiesen worden. Der Mann sei am Sonntag aus Italien eingereist, teilte Gesundheitsminister Ginés González García mit. Der Patient stehe nun in einem Krankenhaus in Buenos Aires unter Quarantäne. Nach Ecuador mit sieben Fällen und Brasilien mit zwei Fällen ist Argentinien damit das dritte Land in Südamerika mit bestätigten Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2.

Weltweit haben sich inzwischen mehr als 90.000 Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert. In Europa sind in Italien die meisten Fälle gemeldet. Eine schützende Impfung oder eine spezielle Therapie zur Behandlung der Erkrankung Covid-19 gibt es nicht. Die meisten Infizierten haben nur eine leichte Erkältungssymptomatik mit Frösteln und Halsschmerzen, die binnen weniger Tage verschwindet, oder gar keine Symptome.

20:40 Uhr - Corona-Infizierter aus dem Saarland ist Arzt an Kinderklinik

Der erste Corona-Infizierte aus dem Saarland arbeitet als Arzt am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg. Das teilte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) am Dienstagabend mit. Das Gesundheitsamt ermittle nun Kontaktpersonen des 50-Jährigen. Andere seien bereits in Quarantäne. Der Patient sei im UKS isoliert. Das Saarland war zuletzt noch eines der wenigen Bundesländer ohne Sars-CoV-2-Infektionen gewesen.

Derzeit werde das Bewegungsprofil des Mannes nachvollzogen, sagte Staatssekretär Stephan Kolling, der Leiter des Krisenstabes ist. "Wir haben diskutiert, ob eine Schließung der Kinderklinik in Betracht kommt." Man sei allerdings zur Einsicht gelangt, dass man die Klinik nicht werde schließen können. "Wir haben die Sicherheitsmaßnahmen erhöht." Zudem sei in anderen Kinderkliniken nachgefragt worden, ob es dort notfalls freie Kapazitäten gibt.

"Der Arzt steht im Verdacht sich auf einem Ärztekongress in Frankfurt am vergangenen Freitag angesteckt zu haben", heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. Er habe dort Kontakt zu einem positiv getesteten Arzt aus Berlin gehabt. Auch die Familie des Mannes, seine Frau und sein Kind im Schulalter, seien in Quarantäne und wurden getestet. Die Ergebnisse lagen zunächst noch nicht vor. Bisher bestehe noch keine Gefahr, dass die Schule des Kindes geschlossen werden muss.

20:24 Uhr - Erster Todesfall durch Coronavirus in Spanien

In Spanien gibt es das erste Coronavirus-Todesopfer. Das bestätigte ein Vertreter der Gesundheitsbehörde in Valencia.

20:02 Uhr - Coronavirus-Verdacht bei Thüringer CDU-Abgeordnetem nicht bestätigt

dpatopbilder - 03.03.2020, Thüringen, Erfurt: Im Plenarsaal des Thüringer Landtags werden die Plätze der Linken-Fraktion geputzt. Beim neuen Anlauf für die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen stehen sich voraussichtlich am 4. März der Linke-Politike
Die für Mittwoch geplante Ministerpräsidentenwahl kann wahrscheinlich stattfinden.
© dpa, Martin Schutt, msc

Der Coronavirus-Verdacht bei einem Abgeordneten der Thüringer CDU-Landtagsfraktion hat sich nicht bestätigt. Das teilte das Landesgesundheitsministerium in Erfurt am Dienstagabend mit. Für ihn sei keine weitere Quarantäne notwendig. Damit kann die für diesen Mittwoch geplante Ministerpräsidentenwahl wahrscheinlich stattfinden.

18:26 Uhr - Italien zählt mehr als 2.500 Coronavirus-Infizierte

In Italien sind die Zahlen der Coronavirus-Toten und der Infizierten erneut stark gestiegen. Bis Dienstag zählten die Behörden 79 Tote. Das teilte der Zivilschutz mit. Insgesamt haben sich 2.502 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Das waren knapp 500 mehr als am Montag. Dutzende sind jedoch auch schon wieder genesen.

Italien ist in Europa das am schwersten von der Lungenkrankheit Covid-19 betroffene Land. Elf Gemeinden im Norden, in der Lombardei und Venetien sind bereits die zweite Woche gesperrt. In der Lombardei, der Emilia-Romagna und in Venetien sind die Fallzahlen weiter besonders hoch. Die meisten Toten, so betonen die Behörden stets, waren ältere Menschen, oft mit Vorerkrankungen.

17:47 Uhr - Erste bestätigte Infektion in Mecklenburg-Vorpommern

Erstmals sind auch in Mecklenburg-Vorpommern zwei Patienten nachweislich an dem neuen Coronavirus erkrankt. Die beiden Personen aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald seien umgehend zuhause isoliert worden, teilte die zuständige Amtsärztin Marlies Kühn am Dienstag in Greifswald mit.

16:51 Uhr - Erster Coronavirus-Fall im Saarland bestätigt

Im Saarland ist erstmals eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus festgestellt worden. Das teilte das saarländische Gesundheitsministerium am Dienstag mit.

Das Saarland war zuletzt noch eines der wenigen Bundesländer ohne Sars-CoV-2-Infektionen gewesen. Bundesweit gibt es mit Stand Dienstagmittag rund 190 Fälle. Das Robert Koch-Institut (RKI) rechnete aber mit weiteren Fällen und Ausbrüchen in Deutschland. Am stärksten betroffen sind bislang die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. Am Montagabend waren erste Fälle in Brandenburg, Thüringen und Sachsen bekannt geworden.

16:40 Uhr - Lange Schlange vor neuer Untersuchungsstelle der Charité in Berlin

Mehr als 100 Menschen haben vor einer Klinik in Berlin angestanden, um sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Die neue Untersuchungsstelle befindet sich auf dem Gelände des Virchow-Klinikums und wurde von der Charité eingerichtet.

Laut dem Ärztlichen Direktor des Uni-Klinikums, Ulrich Frei, kämen zunehmend Menschen in die Notaufnahme, die Angst hätten, sich mit dem Virus angesteckt zu haben. Darunter seien viele Fälle, bei denen es lediglich im Hals kratze oder der Nachbar in Italien gewesen sei. «Auch solche Patienten kann man nicht einfach wegschicken, die muss man untersuchen», sagte Frei.

Durch die neue Stelle soll die reguläre Notaufnahme entlastet werden. Außerdem lasse sich auch das Risiko verringern, dass medizinisches Personal in der Notaufnahme von Patienten infiziert werde und anschließend in Quarantäne müsse.

16:05 Uhr - Deutsche AIDA-Passagiere haben kein Corona

Entwarnung für die AIDAaura vor Norwegen! Zwei deutsche Passagiere haben sich nicht mit dem Coronavirus infiziert. Wegen des Verdachts lag das Schiff seit Montagabend im Hafen Haugesund fest. Keiner der Passagiere durfte das Kreuzfahrtschiff verlassen, die beiden Deutschen wurden in ihrer Kabine isoliert. Sie hatten zwar keine Beschwerden aber einer von ihnen hatte vor der Reise bei der Arbeit Kontakt zu Erkrankten.

Wie die AIDA Cruises am Dienstagnachmittag mitteilte, ist der Test bei den beiden deutschen Passagieren negativ ausgefallen.  Die Aidaaura wird ihre Reise fortsetzen.

15:30 Uhr - Nächster Infizierter nach Karnevalssitzung in Heinsberg

Bei der Karnevalssitzung im Kreis Heinsberg in NRW hat sich offenbar ein weiterer Mensch mit dem Coronavirus angesteckt. Ein 21jähriger Mann aus dem Landkreis Ammerland in Niedersachsen ist positiv getestet worden. Er wurde isoliert und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Der Mann wird medizinisch intensiv betreut. Er hat nach Angaben der Stadt Oldenburg an einer Karnevalssitzung in Palenberg im Kreis Heinsberg teilgenommen. 

Auch die Mutter des 21-Jährigen ist in häuslicher Quarantäne, weil er die vergangenen Tage bei ihr in Oldenburg verbracht hatte. Derzeit wird ermittelt, mit wem die Beiden Kontakt hatten. 

14:38 Uhr - AIDA-Statement zum festsitzenden Schiff AIDAaura in Norwegen

Die Reederei AIDA Cruises hat sich mittlerweile zum festsitzenden Schiff AIDAaura in Norwegen geäußert. "Das Auslaufen von AIDAaura aus Haugesund verzögert sich seit gestern Abend, 2. März 2020, da die lokalen Behörden den Gesundheitszustand zwei deutscher Gäste an Bord von AIDAaura vorsorglich überprüfen. Die Gäste wurden routinemäßig durch die zuständigen Gesundheitsbehörden in Deutschland zur Überprüfung eines medizinischen Sachverhaltes kontaktiert" heißt es in der Pressemitteilung. Die beiden Gäste seien beschwerdefrei. Alle Gäste an Bord seien bereits darüber informiert worden. Alle Passagiere verblieben an Bord, Landausflüge fänden nicht statt", heißt es weiter. Die Testergebnisse der beiden Deutschen, die unter Corona-Verdacht stehen, werden frühestens am Dienstagnachmittag erwartet.

14:20 Uhr - EU-Kommission: 90 Millionen Euro für Coronavirus-Forschung

Zur Erforschung von Mitteln zur Diagnose und Behandlung des neuen Coronavirus will die EU-Kommission bis zu 90 Millionen Euro mobilisieren. Die Hälfte soll aus dem Forschungsprogramm Horizon 2020 kommen, wie die Brüsseler Behörde am Dienstag mitteilte. Die übrigen 45 Millionen Euro soll die Pharmaindustrie beisteuern. So würden Ressourcen aus öffentlichen und privaten Kassen gebündelt und die Entwicklung der Arzneien beschleunigt, hieß es. Die Initiative sei Teil der koordinierten Antwort auf die Gesundheitsbedrohung durch die neue Krankheit Covid-19, für die die EU insgesamt 230 Millionen Euro in Aussicht gestellt hatte.

14:10 Uhr - G7-Staaten wollen alles unternehmen, um "Weltwirtschaft vor negativen Folgen zu schützen"

Die sieben führenden Industriestaaten (G7) wollen alles unternehmen, um die Weltwirtschaft vor negativen Folgen der Coronavirus-Epidemie zu schützen. Dies könne Maßnahmen in der Geld- und Fiskalpolitik beinhalten, zitiert der japanische Finanzminister Taro Aso aus der Erklärung der Finanzminister und Notenbankchefs der G7. Es sei wichtig, dass die G7 in kurzer Zeit die Notwendigkeit zum Handeln erkannt hätten. Die Antwort auf das Virus werde je nach Land unterschiedlich ausfallen.

13:00 Uhr - Leipziger Buchmesse abgesagt

ARCHIV - 16.03.2018, Sachsen, Leipzig: Bücher liegen am Stand eines Buchverlages in den Hallen auf der Leipziger Buchmesse. Die Debatte um zu wenige Frauen in den Programmen von Verlagen begann im Netz unter #Vorschauenzählen. Nun kommt das Thema bei
Leipziger Buchmesse abgesagt.
© dpa, Jens Kalaene, jka sab

Die Leipziger Buchmesse wird wegen des Coronavirus abgesagt. Das haben Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), Leipziger Gesundheitsamt und Messeverantwortliche  am Dienstag entschieden.

Der Krisenstab der Bundesregierung hatte in der vergangenen Woche festgelegt, dass Großveranstaltungen grundsätzlich stattfinden können. Allerdings sollten sie regional einer Risikobewertung unterzogen werden. Den Verantwortlichen in Leipzig erschien das Ansteckungsrisiko jetzt offenbar zu hoch.

Zuvor hatten bereits einige Messen eine Terminverschiebung auf den Herbst oder ins kommende Jahr hinein beschlossen. Die Berliner Touristikmesse ITB, die vom 4. bis 8. März stattfinden sollte, wurde für dieses Jahr komplett gestrichen.

11:33 Uhr - Weitere Infektion in Kaiserslautern bestätigt

In der Region Kaiserslautern ist ein 28-Jähriger positiv auf das neue Coronavirus getestet worden. Das teilte das Gesundheitsamt Kaiserslautern am Dienstag mit. Bei dem Mann handele es sich um einen Kontaktperson des 32-Jährigen, bei dem zuerst in der Region das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden war. Dieser und ein weiterer Corona-Patient sind derzeit im Westpfalz-Klinikum untergebracht.

Der 28-Jährige dagegen befindet sich laut Gesundheitsamt bereits seit vergangner Woche in häuslicher Quarantäne. Eine Behandlung im Krankenhaus sei nicht notwendig. Der Mann weise keine Symptome auf. Der Gesundheitszustand aller Menschen, die in häuslicher Quarantäne seien, werde jeden Tag kontrolliert. 

10:50 Uhr - Halal-Messe und IT-Messe Twenty2X in Hannover verschoben

Die Deutsche Messe hat wegen des neuartigen Coronavirus zwei für März geplante Branchentreffen in Hannover verschoben. Sowohl die Halal-Messe für islamkonforme Produkte als auch die IT-Messe Twenty2X bekommen neue Termine, nachdem das Gesundheitsamt der Region Hannover "dringend empfohlen" habe, die Hinweise des Robert Koch-Instituts zur Gesundheitssicherung bei Veranstaltungen zu beachten, teilte die Deutsche Messe am Dienstagmorgen mit.

Die Twenty2X, die sich als eine Art «Mini-Cebit» an mittelständische IT-Anbieter und Anwender richtet, soll vom 23. bis 25. Juni nachgeholt werden. Der neue Termin für die Halal-Messe steht noch nicht fest. Dazu liefen derzeit noch Gespräche mit den Ausstellern.

10:00 Uhr - Aktuelle Zahlen der Infizierten in Europa

Dem Robert Koch-Institut zufolge gibt es allein in Deutschland mittlerweile 188 Infizierte. Insgesamt 101 der Betroffenen kommen aus Nordrhein-Westfalen. Damit liegt NRW mit Abstand an der Spitze der Bundesländer. Am Tag zuvor waren zum gleichen Zeitpunkt 86 Fälle in NRW bekannt. Die Fälle seien deutschlandweit zwischen 2 und 69 Jahre alt. Der Großteil der Betroffenen sei männlich. Europaweit gibt es in Deutschland nach Italien und Frankreich die drittmeisten Coronavirus-Infizierten.

Deutschland: 188 Infizierte
Italien: 2036 Infizierte
Frankreich: 191 Infizierte
Spanien: 120 Infizierte
Vereinigtes Königreich: 40 Infizierte
Schweiz: 30 Infizierte
Norwegen: 25 Infizierte
Österreich: 18 Infizierte
Niederlande: 18 Infizierte
Schweden: 15 Infizierte
Kroatien: 8 Infizierte
Belgien: 8 Infizierte
Griechenland: 7 Infizierte
Dänemark: 4 Infizierte

Quelle: Robert Koch-Institut, Stand 03.03., 10:00 Uhr

08:41 Uhr - AIDA-Passagiere aus Deutschland sitzen wegen Corona-Verdacht in Norwegen fest

ARCHIV - 07.05.2016, Hamburg: Das Kreufahrtschiff «Aida Aura» liegt  während des 827. Hafengeburtstags am Kreuzfahrtterminal Altona. (zu dpa "Aida-Schiff sitzt in Norwegen fest - Corona-Ansteckung befürchtet") Foto: Markus Scholz/dpa +++ dpa-Bildfunk
Das Kreuzfahrtschiff "Aida Aura" steckt derzeit im Hafen von Haugesund fest. (Archivbild)
© dpa, Markus Scholz, mks iku cul

Weil bei zwei deutschen Passagieren der Verdacht auf eine Corona-Erkrankung besteht, liegt das Kreuzfahrtschiff "AIDAaura" derzeit im Hafen von Haugesund in Norwegen und setzt seine Reise vorerst nicht fort. Wie die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises in Rostock mitteilte, handele es sich bei den Passagieren um ein Paar. Einer der beiden habe in der vergangenen Woche in einer Einrichtung gearbeitet, in der inzwischen zwei Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden seien.

Die beiden Deutschen werden jetzt auf das Virus getestet. Sie zeigen aber laut einem Arzt vor Ort offenbar keine Krankheitssymptome. Die beiden dürfen laut des Berichts derzeit ihre Kabine nicht verlassen. Die Testergebnisse sollen am frühen Nachmittag vorliegen.

Die "AIDAaura" war am Sonntag von Hamburg aus zu einer zweiwöchigen Norwegen-Reise gestartet. Insgesamt sollen sich laut des norwegischen Rundfunks knapp 1.200 Passagiere auf dem Schiff befinden. Die Reederei bat den Hafen, noch einen Tag länger bleiben zu können, bis das Untersuchungsergebnis vorliegt. 

08:40 Uhr - Coronavirus laut Ärzteverband für Kinder keine große Gefahr

Viele Menschen machen sich wegen des neuen Virus vor allem auch Sorgen um ihre Kinder - doch laut des niedersächsischen Landesverbandes der Kinder- und Jugendärzte besteht kein Anlass zur Sorge. "Es betrifft in seinem komplizierten Verlauf vor allem ältere Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen. Dies sollten sich die Eltern immer wieder bewusst machen", sagte die Verbandssprecherin und Ärztin Tanja Brunnert aus Göttingen. Für die allermeisten Kinder bestehe demnach keine große Gefahr.

08:10 Uhr - Papst laut Medienberichten negativ auf Coronavirus getestet

Papst Franziskus ist laut einem Bericht der Zeitung "Il Messaggero" negativ auf das Coronavirus getestet worden. Er hatte wegen einer Erkältung auf die Teilnahme an traditionellen Fastenexerzitien verzichtet. Ein Vatikan-Sprecher wollte sich zunächst nicht zu dem Bericht äußern.

06:39 Uhr - Praxisärzte klagen über zu wenig Schutzausrüstung

Die Praxisärzte sehen sich gewappnet für den Umgang mit dem neuen Coronavirus in Deutschland - aber Handlungsbedarf beim Nachschub an Schutzausrüstung. "Der Grundbestand, über den die niedergelassenen Kollegen in ihren Praxen verfügen, wird bundesweit nicht ausreichen, wenn die Zahl der Verdachtsfälle steigen wird", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der Deutschen Presse-Agentur. "Und darauf deutet ja alles hin."

Man sei daher im Gespräch mit dem Bundesgesundheitsministerium und allen Beteiligten, um rasch Abhilfe schaffen zu können und Schutzbekleidung dort vorzuhalten, wo sie gebraucht werde. "Es muss Klarheit darüber herrschen, wie die Ärzte an das notwendige Material gelangen können." Auch hierzu sei man in ständiger Abstimmung.

Meldungen von Montag, 2. März:

Die beiden US-Technologie-Konzerne Google und Twitter weisen Teile ihrer Belegschaft an, von zu Hause aus zu arbeiten. Bei dem Suchmaschinenbetreiber sind alle 8.000 Mitarbeiter in Dublin betroffen, nachdem ein Kollege grippeähnliche Symptome meldet. Der Kurznachrichtendienst schreibt wiederum Heimarbeit für alle Mitarbeiter in Hongkong, Japan und Südkorea vor. Zudem werde das Home-Office für alle Beschäftigten weltweit empfohlen, wenn dies irgendwie möglich sei.

21:38 Uhr - Schweiz sagt alle Spitzenfußballspiele ab

Der Schweizer Spitzenfußball liegt vorerst auf Eis. Wegen des grassierenden Coronavirus wurden die Spiele der 1. und 2. Liga bis zum 23. März ausgesetzt. Bereits am vergangenen Wochenende hatte die Swiss Football League (SFL) alle Spiele der beiden höchsten Ligen abgesagt, am Montag entschieden sich die 20 Klubs bei einem Treffen in Bern für weiteren Maßnahmen.

21:23 Uhr - Zwei weitere Menschen in Berlin infiziert

In Berlin sind zwei weitere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Es handele sich um zwei neue Fälle, die nach bisherigen Erkenntnissen nicht in Verbindung mit dem ersten nachweislich erkrankten Berliner stehen, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit mit.

21:15 Uhr - Erste Corona-Infektion in Thüringen nachgewiesen

In Thüringen ist erstmals eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Das bestätigte der Sprecher des Gesundheitsministeriums am Montagabend in Erfurt. Es handelt sich um einen 57 Jahre alten Mann aus dem Orlatal, wie das Landratsamt des Saale-Orla-Kreises in Schleiz mitteilte.

21:04 Uhr - Sechs neue Fälle in Bayern

In Bayern gibt es sechs neue bestätigte Fälle mit dem neuartigen Coronaviurs Sars-CoV-2. Betroffen seien fünf Menschen aus dem oberbayerischen Landkreis Freising und ein Mensch aus München, teilte das Gesundheitsministerium mit. Damit sind bislang in Bayern insgesamt 34 Patienten positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Bei 14 Patienten ist die Erkrankung auskuriert, alle sind wieder aus den Krankenhäusern entlassen worden.

20:51 Uhr - Zahl der Infektionen in Frankreich steigt sprunghaft an

In Frankreich ist nach Behördenangaben die Zahl der registrierten Corona-Infektionen stark angestiegen. Es gebe 61 neue registrierte Fälle in Frankreich, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon bei einer Pressekonferenz. Die Zahl der in Frankreich seit Ende Januar bekannten Infektionen stieg damit auf 191. 107 der Fälle seien "Teil einer Übertragungskette", erklärte Salomon.

Außerdem gebe es ein weiteres Todesopfer zu beklagen. Eine 89-Jährige sei nach ihrem Tod positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Die Frau starb demnach in der nordfranzösischen Stadt Compiègne.

20:43 Uhr - USA: Sechs Menschen an Coronavirus gestorben

Das neuartige Coronavirus hat sich auch in den USA weiter ausgebreitet und bislang zu sechs Todesfällen geführt. Die Toten wurden aus Pflegeheimen im US-Bundesstaat Washington nahe der Metropole Seattle gemeldet, teilten die dortigen Behörden am Montag mit. Am Samstag war der erste Todesfall dort gemeldet worden, der erste seit Beginn des Ausbruchs in den USA.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC erhöhte am Montag die Zahl der bisher positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getesteten Menschen in den USA auf 43. Medienberichten zufolge sollen es allerdings bereits deutlich mehr sein.

20:20 Uhr - Erste Corona-Infektionen in Brandenburg und Sachsen bestätigt

In Brandenburg ist erstmals ein Mensch nachweislich an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Es handle sich um einen Mann, der von einer Reise nach Südtirol zurückgekehrt sei, teilte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Tobias Arbinger, mit.

Das Coronavirus ist auch in Sachsen angekommen. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gibt einen ersten Fall bekannt. Der Betroffene sei in stabiler Verfassung.

20:10 Uhr - Alle 104 Tropical Island Mitarbeiter negativ getestet

Erleichterung bei 104 betroffenen Mitarbeitern des Erlebnisbads Tropical Islands in Krausnick (Dahme Spreewald): Die Tests auf das neuartige Coronavirus sind für alle negativ ausgefallen. Das teilte der Sprecher des brandenburgischen Gesundheitsministeriums, Tobias Arbinger. Zuvor hatte bereits für 90 Beschäftigte Entwarnung gegeben werden können; für 14 weitere stand danach der Test noch aus.

19:22 Uhr - Internationale Handwerksmesse in München abgesagt

Die Internationale Handwerksmesse (IHM) in München wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt, wie die Veranstalter am Montagabend in München mitteilten. Die IHM ist mit 1000 Ausstellern aus 60 Ländern und mehr als 100.000 Besuchern die wichtigste Messe des Handwerks in Deutschland. 

19:09 Uhr - Italien: Zahl der Todesopfer steigt auf 52

In Italien sind mittlerweile 52 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Innerhalb von 24 Stunden sei die Zahl der Todesopfer um 18 gestiegen, teilt die italienische Zivilschutzbehörde am Abend mit. In Italien gibt es 2036 bestätigte Erkrankungen. Das ist ein Fünftel mehr als am Sonntag, als noch 1694 Fälle gemeldet wurden.

18:32 Uhr - British Airways streicht Hunderte Flüge

Die britische Fluggesellschaft British Airways (BA) hat wegen der verminderten Nachfrage infolge des Coronavirus-Ausbruchs Hunderte Flüge in die USA und nach Europa gestrichen. Wie die Airline am Montag mitteilte, werden zwischen dem 17. und 28. März mehr als 200 Hin- und Rückflüge abgesagt, unter anderem nach Deutschland, Italien, Frankreich, Österreich, Irland und in die Schweiz.

ARCHIV - British Airways-Flugzeuge am Flughafen in Heathrow (Archivfoto vom 16.12.2007). Nachdem sich Hoffnungen auf eine Einigung in letzter Minute zerschlagen hatten, ist das Kabinenpersonal derverlustreichen Fluggesellschaft British Airways (BA) a
British Airways streicht wegen des Corona-Ausbruchs in Europa Hunderte Flüge.
© dpa, Andy Rain

Betroffen sind die Londoner Flughäfen Heathrow, Gatwick und der City Airport. Passagiere können einer Mitteilung der Airline zufolge zwischen einer Erstattung der Kosten und einer Umbuchung wählen. Für alle Flüge, die zwischen dem 3. und 16. März gebucht werden, erlässt die Airline die Gebühren für eine Buchungsänderung.

Auch die irische Fluggesellschaft Ryanair hat angekündigt, ihre Flüge von und nach Italien zusammenzustreichen. Bis zu jeder vierte Kurzstreckenflug "hauptsächlich von und nach Italien" falle zwischen dem 17. März und dem 8. April weg, teilte die Airline mit.

18:15 Uhr - Coronavirus-Test bei 90 Tropical Island Mitarbeitern negativ

Die Tests auf das neuartige Coronavirus sind bei 90 Mitarbeitern des Erlebnisbads Tropical Islands negativ ausgefallen. Dem Landkreis Dahme-Spreewald lagen bis Montagnachmittag 90 von 104 Testergebnissen vor, wie das Landratsamt in Lübben mitteilte.

Laut der Brandenburger Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher hatte sich ein Coronavirus-Infizierter aus Nordrhein-Westfalen in dem Freizeitresort in Krausnick-Groß aufgehalten. Für andere Gäste gab es Entwarnung: Der Mann hatte demnach keinen engeren Kontakt zu Besuchern.

17: 48 Uhr - Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt

Laut dem Robert Koch Institut ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland auf 157 gestiegen. Zehn Bundesländer sind inzwischen betroffen. Alles, was wir sonst noch über die Infizierten wissen, haben wir hier zusammengefasst. 

16:20 Uhr - Coronavirus-Panik: Ordner weisen Japaner aus dem Stadion

Aus Panik vor dem Coronavirus ist eine Gruppe Japaner beim RB Leipzig Spiel am Sonntag grundlos des Stadions verwiesen worden. Etwa zehn Minuten nach Spielbeginn gegen Bayer Leverkusen mussten sie das Stadion verlassen. Dabei erklärten ihnen die Ordner, dass dies aus Sorge vor dem Virus geschehe. Ihnen wurde zugesagt, dass das Geld für die Tickets zu einem späteren Zeitpunkt erstattet werde.

Der Club bestätigte den Vorfall am Montagnachmittag und entschuldigte sich. Der Sicherheitsdienst habe die Anweisung bekommen, Personengruppen aus potenziellen Risikogebieten gemäß den Handlungsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts verstärkt zu kontrollieren. «Leider ist hier im konkreten Fall im Zuge der großen Verunsicherung, die aktuell auch bei uns um dieses Thema besteht, in der Auslegung gegenüber unseren japanischen Gästen ein Fehler unterlaufen. Für diesen Fehler möchten und müssen wir uns an dieser Stelle entschuldigen», teilte RB Leipzig mit. Man habe bereits versucht, die betroffenen Personen zu kontaktieren und sie zum nächsten Heimspiel einzuladen.

14:52 Uhr - EU-Gesundheitsagentur stuft Ansteckungsgefahr als hoch ein

Das Ansteckungsgefahr durch das neue Coronavirus wächst auch in Europa weiter. Die EU-Gesundheitsagentur ECDC habe das Risiko von moderat auf hoch heraufgestuft, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Montag in Brüssel. Das bedeute, dass das Virus sich weiter ausbreite. Insgesamt wurden offiziell bisher rund 2100 Infektionen und 38 Todesfälle in 18 EU-Staaten nachgewiesen.

Nach Kritik an der Vielfalt von Gegenmaßnahmen in der EU präsentierte von der Leyen ein Team von fünf Kommissaren zur Koordination von Krisenmanagement, Gesundheitsvorsorge, Grenzkontrollen, Verkehr und zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Epidemie. Schon bisher habe man sich aber sehr eng abgestimmt, betonte von der Leyen.

Unter anderem will die EU-Kommission in den nächsten Tagen über eine zentrale Ausschreibung Schutzausrüstung wie Masken oder Anzüge beschaffen, wie Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides sagte. Sie will nach eigenen Worten bis Dienstag alle EU-Gesundheitsminister auf den letzten Stand der Risikoeinschätzung bringen und am Freitag bei einem Sondertreffen mit ihnen beraten. Die Situation verändere sich rasch, doch bestehe kein Grund zur Panik.

14:29 Uhr - Kreis Heinsberg: Zahl der Infizierten steigt auf 78

Im Kreis Heinsberg ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle auf 78 gestiegen. Damit sind weitere 13 Personen hinzu gekommen, gestern waren es 65 bestätigte Fälle. Der Krankheitsverlauf sei bei allen neu Betroffenen mild, sagte ein Sprecher des Kreises Heinsberg. Sie kurieren die Symptome zuhause aus. Viele der Infizierten aus dem Kreis Heinsberg hatten sich bei einer Karnevalssitzung in Gangelt infiziert. Inwiefern die neuen Fälle in einem Bezug zu dieser Veranstaltung stehen, ist bislang noch unklar. Die Zahl der Infizierten könnte weiter steigen, so der Sprecher.

14:23 Uhr - Fußballfan mit Coronavirus infiziert

Ein Eintracht Frankfurt-Fan wurde positiv auf Coronavirus getestet. Nach seinem Aufenthalt in Salzburg sind 18 Hotel-Angestellte vorsorglich in häusliche Quarantäne geschickt worden. Der Fan war anlässlich des Europa-League-Spiels von Eintracht Frankfurt vergangene Woche zwei Nächte in zwei verschiedenen Hotels in Salzburg. Nach der Heimfahrt wurde er in Hessen positiv auf das neue Virus Sars-CoV-2 getestet.

Die Hotelzimmer, in denen der Fan geschlafen hat, wurden desinfiziert. Unklar bleibt, ob der Frankfurter im Stadion, im Zug oder in Lokalen andere Menschen angesteckt hat. Der Mann war Mitte Februar in Italien gewesen.

14:15 Uhr - Seehofer verweigert Merkel Handschlag

German Interior Minister Horst Seehofer refuses to shake the hand of German Chancellor Angela Merkel for hygienic reasons before a migration summit at the Chancellery in Berlin, Germany, March 2, 2020. REUTERS/Hannibal Hanschke     TPX IMAGES OF THE
Migration summit at the Chancellery in Berlin
© REUTERS, HANNIBAL HANSCHKE, HAN/

Was für eine Szene heute in Berlin. Kanzlerin Merkel wollte Bundesinnenminister Seehofer die Hand geben, doch der sagte: Nein! Und verwies auf die Hygenie-Empfehlungen der Experten, wie man sich vor Ansteckung mit dem Coronavirus schützen kann. Hier sehen sie die lustige Szene im Video. 

14:03 Uhr - Charité richtet Untersuchungsstelle ein

Die Berliner Charité hat eine separate Untersuchungsstelle für Menschen mit Coronavirus-Verdacht eingerichtet. Damit möchten sie die Notaufnahme und andere Anlaufstellen entlasten und Kontakte zwischen möglicherweise Infizierten und Nichtinfizierten ausschließen, wie Charité-Vorstand Ulrich Frei am Montag in Berlin mitteilt. Bei der Stelle handele es sich um ein kleines Häuschen am Campus Virchow-Klinikum mit verschiedenen Untersuchungsmöglichkeiten.

13:20 Uhr - 1200 Mundschutzmasken gestohlen

Die Polizei ermittelt in der niedersächsischen Stadt Sulingen in einem recht außergewöhnlichen Fall: Im dortigen Krankenhaus wurden offenbar 1200 Mundschutzmasken gestohlen.

Die Masken für OP-Personal haben im Normalfall nur einen Wert von wenigen Cent. Angesichts des grassierenden neuartigen Coronavirus sind aber Desinfektions- und Schutzmittel vielerorts ausverkauft.

12:48 Uhr - Corona-Verdacht in der JVA Köln

Bei einem Inhaftierten der Justizvollzugsanstalt Köln gibt es einen Verdacht auf das Coronavirus. Ein Arzt habe den Inhaftierten auf das Virus getestet, teilte JVA-Leiterin Angela Wotzlaw am Montagmittag mit. Der 27-Jährige Häftling klagte am Sonntagabend über Fieber, andere Symptome habe er aber nicht gezeigt. Er müsse nun in seiner Zelle bleiben, bis das Testergebnis vorliege, wo Wotzlaw.

Das Haus 1 der JVA, in dem der Mann erst seit dem 20. Februar untergebracht ist, wird für die nächsten 24 Stunden abgeriegelt. Die insgesamt 79 Gefangenen müssen in dieser Zeit in dem Haus bleiben und können auch nicht zu Gerichtsterminen. Auch zwei Mitarbeiter hatten engeren Kontakt zu dem Inhaftierten und sind am Montag deshalb vorsorglich zu Hause geblieben. Weil diese Mitarbeiter zu Gerichtstransporten eingeteilt waren, wurden laut Wotzlaw zwei bis drei Prozesse am Landgericht Köln verschoben.

12:19 Uhr - Erster Fall in Portugal

Nun hat auch Spaniens Nachbarland Portugal den ersten Coronavirus-Fall bestätigt.

Ein 60 Jahre alter Arzt sei in Porto im Norden des Landes positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden, teilte Gesundheitsministerin Marta Temido am Montag in Lissabon mit. Der Mann habe sich mutmaßlich bei einem Aufenthalt im Norden Italiens infiziert. Der Mann liege seit Sonntagabend im Krankenhaus, sein Zustand sei stabil.

Bei einem zweiten Mann, einem 33-Jährigen aus Porto, werde ebenfalls eine Infektion mit dem Covid-19-Erreger vermutet. Das müsse aber noch durch die Gegenprobe zweifelsfrei bestätigt werden, so die Ministerin. Dieser Mann war den Angaben zufolge jüngst in Spanien gewesen, wo die Zahl der Infizierten am Montag bereits bei 110 lag.

Die Gesundheitsministerin sagte vor Journalisten, es sei möglich, dass es in Portugal zu einer ähnlichen Situation wie in Italien komme. Das Land sei aber gut auf einen größeren Ausbruch des Coronavirus vorbereitet.

11:45 Uhr - 16 Infektionen in Österreich

In Österreich wurden bisher 2120 Menschen auf das Coronavirus getestet. 16 davon waren positiv. Nach Auskunft des österreichischen Gesundheitsministeriums gibt es neun bestätigte Fälle in Wien, zwei in Tirol, zwei in Niederösterreich, zwei in Salzburg sowie einen in der Steiermark. Ein weiterer Fall sei in der Endabklärung, heißt es aus dem Ministerium.

11:28 Uhr - SPD-Gesundheitspolitiker Lauterbach fordert mehr Coronavirus-Tests

Der SPD-Gesundheitspolitiker und Mediziner Karl Lauterbach hat gefordert, mehr Menschen auf das neuartige Coronavirus zu testen, um Risiken besser abschätzen zu können. «Wir haben noch kein gutes Gefühl dafür, wie weit das Virus zum jetzigen Zeitpunkt verbreitet ist in Deutschland», sagte Lauterbach am Montag im Deutschlandfunk. Corona-Fälle, die heute anhand von Symptomen festgestellt würden, seien vor einer Woche oder vor zwei Wochen entstanden. Daher müsse man «mehr spontan testen», sagte Lauterbach.

Derzeit sei Deutschland in einer «kritischen Phase», die Absage von Großveranstaltungen sei zum jetzigen Zeitpunkt «sehr wichtig». Mit Sorge sieht Lauterbach allerdings die Verfügbarkeit von Pflegekräften. «Der Mangel an hoch qualifiziertem Pflegepersonal insbesondere in der Intensivpflege ist das Nummer-eins-Problem, wenn die Epidemie sich wirklich stark ausbreiten würde in Deutschland», sagte Lauterbach.

11:25 Uhr - 150 Infizierte in Deutschland

Den Behörden in Nordrhein-Westfalen sind bis Montagvormittag (10.00 Uhr) 86 Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 bekannt geworden. Dies teilte das Robert Koch-Institut am Vormittag in Berlin mit. Am Sonntagmittag hatten die NRW-Behörden die landesweite Zahl der Infizierten noch als «deutlich mehr als 70 Fälle» beziffert. Deutschlandweit wurden bislang insgesamt 150 Fälle in zehn Bundesländern bekannt.

11:21 Uhr - Kaum Gefahr durch Haustiere

Trotz der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus droht nach Einschätzung eines Experten kaum eine Gefahr durch Haustiere. Der Fall in Südkorea, wo der Erreger Sars-CoV-2 bei einem Hund nachgewiesen worden sein soll, sei in der wissenschaftlichen Literatur nicht bestätigt, sagte Albert Osterhaus, Virologe an der Tierärztlichen Hochschule Hannover, am Montag. Er betrachte den Fall «sehr zurückhaltend». Man könne es nicht ausschließen, aber es sei nicht wahrscheinlich, dass dies für die Übertragung auf den Menschen wichtig sei - wenn überhaupt, dann über die Haut und das Fell. Es gebe Coronaviren von Hunden und Katzen, dies seien aber andere Erreger als Sars-CoV-2.

09:36 Uhr - Verdachtsfälle im Kreis Heinsberg werden in Turnhalle getestet

Der von der Ausbreitung des Coronavirus besonders betroffene Kreis Heinsberg hat am Montagmorgen eine zentrale Anlaufstelle zur Probenentnahme bei Patienten mit Coronavirus-Verdacht eröffnet. Dort könnten nach Überweisung durch den Hausarzt Abstriche zur Untersuchung auf das neuartige Virus vorgenommen werden, sagte eine Kreissprecherin. Das Zentrum ist in einer Halle in der Nähe von Gangelt untergebracht. Es ist nicht frei zugänglich, der Hausarzt müsse die Patienten überweisen, betonte die Sprecherin. Stand Sonntagabend seien im Kreisgebiet 68 Menschen infiziert, neue Zahlen wollte die Verwaltung im Laufe des Montags bekanntgeben.
In Gangelt mit rund 12 000 Einwohnern waren aufgrund der Quarantänemaßnahmen mehrere Arztpraxen geschlossen worden und die übrigen sehr stark ausgelastet, wie der Kreis am Sonntag mitgeteilt hatte. Die Anlaufstelle soll die Ärzte entlasten.
Für den 47 Jahre alten mutmaßlichen Erstinfizierten aus NRW, der in der Düsseldorfer Universitätsklinik behandelt wird, gebe es nach wie vor keine Entwarnung, sagte die Sprecherin. Seiner Frau gebe es aber deutlich besser. Der 47-Jährige und seine ein Jahr jüngere Frau hatten am 15. Februar in Gangelt bei einer Sitzung Karneval gefeiert. Dabei sollen sie zahlreiche andere Teilnehmer angesteckt haben.

09:20 Uhr - Spahn sieht keinen Grund zu Hamsterkäufen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht keinen Grund für Hamsterkäufe. An bestimmten Stellen werde der Alltag zwar "eingeschränkt werden müssen", sagt der CDU-Politiker im SWR laut dessen Mitteilung. "Aber es besteht kein Anlass, davon auszugehen, dass die Lebensmittel knapp werden." Er fügt hinzu, sinnvoll sei, dass Schüler und Lehrer zu Hause blieben, die ihre Ferien in einem Risikogebiet verbracht hätten. Das mache Sinn, weil derzeit im Süden Deutschlands viele Menschen aus Italien zurückkämen. Es müsse alles getan werden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Mittlerweile gibt es Experten, die die Bundesregierung für ihre Maßnahmen gegen das Virus kritisieren und sagen, es würde nicht genug getan.

09:06 Uhr - Luftverschmutzung geht durch Coronavirus stark zurück

HANDOUT - 01.03.2020, China, ---: Die Karten zeigen die Konzentrationen von Stickstoffdioxid (NO2) in ganz China vom 1. bis 20. Januar 2020 (vor der Quarantäne wegen des Coronavirus) und vom 10. bis 25. Februar (während der Quarantäne). Die Daten wur
Luftverschmutzung geht in China mit Coronavirus-Epidemie zurück
© dpa, -, cul

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus führen in China wohl zumindest teilweise zu einem Rückgang der Luftverschmutzung. Auf zwei Satellitenbildern, die die US-Raumfahrtbehörde Nasa veröffentlichte, ist der vielerorts relativ hohe Stickstoffdioxid-Ausstoß in China vor den Coronavirus-Maßnahmen Anfang Januar zu sehen - und der deutlich geringere Ausstoß im Februar. Von der hauptsächlich betroffenen Metropole Wuhan habe sich der Rückgang über China ausgebreitet.

09:00 Uhr - Desinfektionsmittel an vielen Stellen ausverkauft

Wegen des neuartigen Coronavirus sind Desinfektionsmittel im Rheinland knapp. «Desinfektionsmittel sind derzeit knapp, in vielen Apotheken und beim Großhändler sind sie vergriffen. Die Apotheken in Nordrhein haben in der vergangenen Woche so viel Desinfektionsmittel verkauft wie sonst in zwei Jahren», sagte der Chef des Apothekerverbands Nordrhein, Thomas Preis, der «Rheinischen Post» (Montag). Der Verband vertritt mehr als 2100 Apotheken in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf. Preis betonte in dem Interview aber, dass die Lieferung rasch hochgefahren werden könne. Desinfektionsmittel würden - anders als Mundschutz - vor allem in Deutschland und Europa hergestellt.

08:55 Uhr - Gesundheitssenatorin Kalayci: "Berlins erster Corona-Patient ist junger Mann aus Berlin-Mitte"

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat erstmals Einzelheiten zum ersten Corona-Fall in Berlin bekanntgegeben.

Im Inforadio vom rbb sagte die Senatorin am Montag, es handele sich um einen jungen Mann aus Berlin-Mitte. Er habe sich gestern in der Rettungsstelle der Charité im Virchow-Klinikum gemeldet.

Von dort sei er sofort in die Charité in Mitte gebracht worden, wo er behandelt und isoliert werde. Sein Zustand sei stabil.

Der zuständige Amtsarzt sei unmittelbar danach tätig geworden, so Kalayci weiter. Er habe sofort nach Kontaktpersonen des Infizierten gesucht:

"Die Nachverfolgung hat bisher ergeben, dass es zehn Kontaktpersonen gab. Das ist noch überschaubar. Es sind Berliner und Berlinerinnen darunter, Mitbewohner und Freunde des Infizierten, aber auch die Eltern aus Nordrhein-Westfalen, die zu Besuch in Berlin waren."

In der Rettungsstelle des Virchow-Klinikums, wo der Patient sich zuerst gemeldet hatte, habe man ebenfalls nachverfolgt, mit wem er Kontakt hatte. "Als erste Vorsichtsmaßnahme wurde in der Nacht die Rettungsstelle geschlossen. Man kann aber jetzt schon sagen, dass der Patient nicht im Wartezimmer war."

Weitergehende Maßnahmen wie die Schließung von Schulen und Kitas hält Gesundheitssenatorin Kalayci derzeit für nicht notwendig.

08:36 Uhr - Kita im Landkreis Freising ebenfalls geschlossen

In Zolling (Landkreis Freising) bleibt eine Kita für mindestens eine Woche geschlossen. Wie das Landratsamt Freising am Sonntag mitteilte, wurde der Ehemann einer der Erzieherinnen der Kita «Kleine Strolche» positiv auf den neuartigen Coronavirus getestet. Ob die Frau, die in der vergangenen Woche noch in der Kita gearbeitet hatte, selbst infiziert ist, war zunächst unklar. Die Meldung des positiven Befundes bei dem Mann war am späten Samstagabend beim Gesundheitsamt Freising eingegangen.

Nach Angaben des Landkreises hatte sich der Mann in der vergangenen Woche im Raum Köln aufgehalten und dabei «engen Kontakt zu einer Person aus dem Kreis Heinsberg gehabt». Das sei die wahrscheinliche Quelle der Infektion, hieß es.

08:22 Uhr - Zwei Schulen in Büren (Kreis Paderborn) geschlossen

In Büren im Kreis Paderborn sind wegen des Verdachts auf eine Infektion mit dem Corona-Virus zwei Schulen geschlossen worden. Ein Gymnasium in der Stadtmitte sowie eine Grundschule im Ortsteil Harth sollten am Montag und Dienstag geschlossen bleiben, wie eine Sprecherin des Kreises Paderborn in der Nacht zu Montag mitteilte. Es handele sich um die Grundschule Harth und das Liebfrauen-Gymnasium Büren.

Bei einer Bürener Familie habe sich am Sonntagabend der Verdacht auf die vom neuartigen Coronavirus verursachte Krankheit Covid-19 ergeben. Bisher zeige aber keines der Familienmitglieder Symptome. Die Schließung der beiden Schulen erfolge vorsorglich, bis abgeklärt sei, ob tatsächlich eine Infektion vorliegt. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

08:00 Uhr - Zwei Feuerwehrleute in Köln infiziert

In Köln haben sich zwei Feuerwehrleute mit dem Coronavirus infiziert. Das hat ein Test bestätigt. Beide Männer hatten Kontakt hatten Kontakt zum Kreis Heinsberg, wo es bisher die meisten Infizierten gibt. Jetzt müssen 21 Kontaktpersonen aus der Feuerwache in Köln für 14 Tage  in häuslicher Quarantäne bleiben.

07:45 Uhr - Das ist wahr, das ist falsch: Mythen und Gerüchte über das Coronavirus

Seit Ausbruch der Virusinfektion verbreitet sich nicht nur die Infektionskrankheit rasant, sondern auch zahlreiche Fake News und Gerüchte über die Krankheit. Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht von einer "Infodemie" und klärt schon seit einigen Wochen auf ihrer Website über Falschannahmen auf.  Vor allem auf Twitter und Facebook sollen bis zu 95 Prozent der Beiträge zum Thema Corona-Virus, Falschinformationen enthalten.

Hier erklären wir, was wahr ist und was nicht.

07:40 Uhr - Kreuzfahrtanbieter pleite

Der japanische Kreuzfahrtanbieter Luminous Cruise hat Konkurs angemeldet. "Seit dem 1. Februar haben wir viele Absagen in Verbindung mit dem Coronavirus. Einfach weitermachen hätte zu hohen Verlusten für unsere Gläubiger geführt", heißt es auf der Webseite, auf der auch die Insolvenz sowie die Aussetzung der Kreuzfahrten angekündigt sind. Die Insolvenz des Kreuzfahrtanbieters gehört zu den ersten, die auf den Ausbruch zurückzuführen sind. Ökonomen warnen vor weiteren Folgen sinkender Touristenzahlen. Der Ausbruch, insbesondere auf der "Diamond Princess", hat sich weltweit auf die 46-Milliarden Dollar schwere Kreuzfahrtindustrie niedergeschlagen, die von Carnival, Royal Caribbean Cruises und der Norwegian Cruise Line dominiert wird.

07:35 Uhr - Unmut steigt: Mehr als 100 Deutsche noch immer in Quarantäne auf Teneriffa

28.02.2020, Spanien, La Caleta: Das Gesundheitspersonal überprüft die Temperatur eines Gastes im Hotel H10 Costa Adeje Palace in La Caleta. Einige Gäste haben begonnen, das abgeriegelte Hotel zu verlassen. Foto: Joan Mateu/AP/dpa - ACHTUNG: Person(en
Coronavirus - Teneriffa
© dpa, Joan Mateu, EM vco

Auf Teneriffa dürfen mehr als 100 Deutsche weiterhin ihr Hotel nicht verlassen. Mittlerweile hat sich ein fünfter Hotelgast mit dem Virus infiziert. Es ist ein Teilnehmer einer italienischen Reisegruppe. Großbritanien will seine Urlauber aus dem Hotel abholen. Das sorgt offenbar für Ärger unter den Deutschen Gästen. Für sie gibt es noch immer keine Evakuirerungspläne. 

07:22 Uhr - 1.600 Mitarbeiter von Firma in Pfronten (Ostallgäu) müssen zu Hause bleiben

Nach der Erkrankung eines Mitarbeiters durch das neuartige Coronavirus müssen am Montag rund 1600 Kollegen der Firma DMG Mori zuhause bleiben. Der Maschinenbau-Konzern hatte in Abstimmung mit den Behörden entschieden, dass alle Beschäftigten des Standorts in Pfronten mindestens bis Dienstag nicht an ihrer Arbeitsstelle erscheinen sollen.

Das Gesundheitsamt des Landkreises Ostallgäu will nun ermitteln, welche anderen Mitarbeiter von DMG Mori engen Kontakt zu dem erkrankten 36-Jährigen hatten. Diese Kollegen sollen dann am Dienstag gezielt getestet werden. Der 36 Jahre alte Mann hat nach Angaben der Kreisbehörde keine schweren Symptome. Er hatte sich vermutlich auf einer Reise infiziert.

07:15 Uhr - 130 Infizierte in Deutschland / erster Fall auch in Berlin

Betroffene Bundesländer in Deutschland
Betroffene Bundesländer in Deutschland
© RTL

Hier der aktuelle Überblick über die Entwicklung in Deutschland: In Berlin gibt es den ersten bestätigten Fall. Die Person ist stationär isoliert. Nun läuft die Suche nach den Kontaktpersonen.

Insgesamt gibt es in Deutschland 130 bestätigte Fälle. Mittlerweile sind 10 Bundesländer schon betroffen.

07:06 Uhr - Italien meldet 1.694 Infizierte und 34 Tote: Der Blick auf Europa

In Italien infizieren sich immer mehr Menschen. Aktuell sind 1.694 Fälle gemeldet. Leider sind schon 34 Menschen an dem Coronavirus gestorben. Wie sieht es aktuell in Europa aus? 
Deutschland:              130 Infizierte / keine Todesopfer
Frankreich:                 130 Infizierte / 2 Tote
Spanien:                      84 Infizierte / keine Todesopfer
Schweiz:                      27 Infizierte / keine Todesopfer
Österreich:                  14 Infizierte / keine Todesopfer
Niederlande:               10 Infizierte / keine Todesopfer
Griechenland:               7 Infizierte / keine Todesopfer
Dänemark:                   4 Infizierte / keine Todesopfer
Tschechischien:           3 Infizierte / keine Todesopfer
Belgien:                       2 Infizierte / keine Todesopfer
Polen:                        -  keine Fälle bekannt -

06.55 Uhr - Fast 90.000 Infizierte: Hier die aktuelle Zahlen

Guten Morgen. In China steigen die Zahlen weiter nur leicht. Doch weltweit ist noch keine Abschwächung erkennbar. Hier die akutellen Zahlen: 89.072 Menschen haben sich weltweit mit dem Coronavirus angesteckt. 3.044 sollen schon daran gestorben sein. 

Was geschah VOR dem 02. Februar? Die früheren Meldungen rund um die Ausbreitung des Coronavirus können Sie hier nachlesen.