Prognose zum Herbst

Anstieg immer rasanter: Geht es jetzt mit Karacho in die 4. Corona-Welle?

Langsam füllen sich die Intensivstationen wieder - allerdings liegt die Auslastung noch weit unter der vom vergangenen Winter.
Langsam füllen sich die Intensivstationen wieder - allerdings liegt die Auslastung noch weit unter der vom vergangenen Winter.
© dpa, Kay Nietfeld, nie cul tba kno

25. Oktober 2021 - 12:47 Uhr

Vierte Welle - was bedeutet das für uns?

Seit Tagen steigt die 7-Tage-Inzidenz bundesweit wieder ein. Am Montag klettert sie zum ersten Mal wieder über einen Wert von 110 – und das seit Mai. Doch rollt jetzt wirklich die vierte Welle mit Wucht auf uns zu? Oder bremsen die Corona-Impfungen die Auswirkungen der Infektionen aus?

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Prof. Kluge: Auf keinen Fall Entwarnung

"Entwarnung kann man angesichts der steigenden Infektionszahlen in Deutschland jetzt auf keinen Fall geben", sagt Prof. Stefan Kluge, Klinikdirektor am UKE in Hamburg. "Wir sehen, dass sich in einigen Intensivstationen die Betten schon wieder füllen, etwa in Bayern, Thüringen und Sachsen."

Das seien vor allem Ungeimpfte und Risikogruppen, doch auch hier würden die Patienten immer jünger, so Prof. Kluge. "Deswegen verstehen wir als Intensivmediziner auch gerade in dieser Phase nicht, wie man einen Freedom Day diskutieren kann."

Sobald die Infektionszahlen steigen, macht sich das etwa zehn Tage später auch auf den Intensivstationen bemerkbar. Daher empfiehlt der Intensivmediziner auch weiterhin, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Für Risikogruppen empfiehlt Prof. Kluge eine Booster-Impfung.

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Herbst, Reiseverkehr und neue Mutante

Vor allem im Süden Bayerns, in den Grenzregionen zu Österreich und Tschechien liegen viele Landkreise über einer Inzidenz von 200. Auch die Hospitalisierungsrate steigt bundesweit leicht an. Immer häufiger finden sich auch Berichte über Impfdurchbrüche.

Zudem haben Wissenschaftler eine neue Corona-Mutante entdeckt: Delta Plus. Großbritannien, Russland, sie in Dänemark und den USA habe es bereits Fälle gegeben. Auch in Deutschland sei die Subvariante von Delta laut Robert Koch-Institut (RKI) seit der Woche vom 5. bis 11. Juli insgesamt rund 280 Mal nachgewiesen worden. Es wird jedoch nur ein kleiner Teil der Corona-Proben auf Virenvarianten geprüft. Der Anteil von AY.4.2 an allen Gesamtgenomsequenzen habe seit jener Woche in der Stichprobe des RKI zwischen 0 und 0,5 Prozent gelegen. (lra)