Neue Regeln ab 1. August

Testpflicht für alle Einreisenden: Das müssen Urlauber jetzt wissen!

01. August 2021 - 8:01 Uhr

Was bedeutet die Testpflicht für meinen Urlaub? RTL-Verbraucherexperte Ron Perduss klärt auf

Nun ist es also entschieden: Wer aus dem Sommerurlaub zurückkehrt, kann nur mit einem negativen Testergebnis einreisen. Und dabei ist es egal, auf welchem Weg die Heimreise erfolgt: per Flugzeug, Schiff, Bus oder Auto. Bei jeder Einreise nach Deutschland muss ab dem 1. August ein Negativ-Test vorgelegt werden. Ausgenommen hiervon sind Geimpfte oder Genesene. Aber auch hier muss ein Test vorgelegt werden, wenn sie aus einem Virusvariantengebiet zurückkommen.

Welche Auswirkungen hat das auf Ihren geplanten Urlaub? RTL-Verbraucherexperte Ron Perduss beantwortet die wichtigsten Fragen.

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Welche Tests sind erlaubt?

Reiserückkehrer müssen einen maximal 48 Stunden alten negativen Antigen-Test oder einen maximal 72 Stunden alten negativen PCR-Test vorlegen. Bei Rückkehrern aus sogenannten Virusvariantengebieten darf der Antigen-Test sogar nur maximal 24 Stunden alt sein.

Wer bezahlt den Test?

Die Kosten für den Corona-Test muss jeder Urlauber selbst tragen. Der Test muss noch am Urlaubsort vorgenommen werden.

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Einige Urlaubsländer sind jetzt Hochinzidenzgebiete: Welche Auswirkung hat das auf meinen Urlaub?

Tatsächlich bedeutet es aktuell, dass Reisende nach Rückkehr in die Quarantäne müssen, der Urlaub sich also unfreiwillig verlängert. In die zehntägige Quarantäne müssen alle, die nicht geimpft sind oder deren Corona-Erkrankung länger als sechs Monate her ist. Ein negativer Corona-Test nach frühestens fünf Tagen kann die Quarantäne entsprechend vorzeitig beenden. Wer aus einem Virusvariantengebiet kommt, muss 14 Tage in die Quarantäne. Wer geimpft ist oder als genesen gilt, muss nicht in die Quarantäne.

Muss ich für die Quarantäne Urlaubstage nehmen?

Im Regelfall nicht. Wer wusste, dass er in ein Hochinzidenzgebiet reist, hat keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Wird der Urlaubsort erst zum Risiko- oder Hochinzidenzgebiet, während man vor Ort war, so gibt es eine Lohnfortzahlung.

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Während der Pandemie Urlaub zu machen ist weiterhin möglich - nur mit einigen wichtigen Regeln verbunden.
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Kann ich meinen geplanten Urlaub jetzt stornieren?

So einfach ist es nicht. Denn die Hochstufung zum Hochinzidenzgebiet ist keine Reisewarnung. Nur diese berechtigt aktuell zum kostenfreien Storno einer Pauschalreise. Jedoch ist es so, dass die meisten Reiseveranstalter aktuell aus Kulanz, Stornierungen oder Umbuchungen ohne Kosten zulassen. Der Veranstalter "Alltours" dagegen bietet pauschal keine Stornomöglichkeit an. Nur Kunden, die einen "flexiblen Tarif" gebucht hatten, können umbuchen. TUI, FTI und DERTOUR bieten kostenfreie Stornierung oder Umbuchung an. Mein Tipp: Wer Angst hat zu reisen, sollte mit seinem Reiseveranstalter sprechen.

Lese-Tipp: Keine Risikogebiete mehr: In DIESEN Ländern ist Urlaub trotz Corona möglich

Wie sieht es mit der gebuchten Ferienwohnung oder dem individuell gebuchten Flug aus?

Hier gibt es leider kaum eine Chance. Einen Anspruch auf Stornierung hat man als Kunde nicht. Man kann nur auf Kulanz des Anbieters hoffen. Viele Airlines bieten zumindest die kostenlose Umbuchung auf ein anderes Reiseziel an.

Kann ich mich für den Fall absichern, dass mein Urlaubsziel zum Hochinzidenzgebiet wird?

Leider greifen hier keine Versicherungen. Also Reiserücktritt- oder Reiseabbruchversicherungen greifen hier nicht. Deshalb ist es aktuell wichtig nur bei den Veranstaltern zu buchen, die kostenlose Umbuchungen oder Stornierungen garantieren. Das ist bei den meisten großen Veranstaltern der Fall. Von individuellen Buchungen rate ich derzeit eher ab. Bzw. wäre hier meine Empfehlung nur Buchungen ohne Anzahlung zu tätigen

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