Andere Länder, andere SittenCash oder Karte – so zahlt ihr in eurem Urlaubsland am besten

Bar oder mit Karte?
Es ist die ewige Frage, die sich vielen Deutschen auch im Urlaub stellt. Während einige Länder quasi bargeldlos sind, geht in anderen ohne Cash gar nichts – das kann schnell zur Kostenfalle werden. Wir geben einen Überblick, was wo üblich ist und haben nützliche Tipps für den Geldumtausch.
Bargeld-Falle im Urlaub: Den Wechselkurs im Blick haben
Besonders aktuell ist gerade diese Problematik: Politische Spannungen wie die aktuelle Nahost-Krise können Auswirkungen auf Währungen und Preise haben. In beliebten Reiseländern mit Fremdwährung wie Ägypten oder den Vereinigten Arabischen Emiraten kann es dadurch zu stärkeren Wechselkursschwankungen kommen. Wer dort Urlaub macht, sollte deshalb nicht zu große Bargeldbeträge auf einmal tauschen und aktuelle Kurse im Blick behalten.
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Anzeige:Hier geht es oft komplett ohne Bargeld
Viele Deutsche bezahlen im Alltag fast alles digital und möchten darauf auch auf Reisen nicht verzichten. Je nach Reiseziel kann das problemlos funktionieren – oder schnell kompliziert werden. Der Reiseblog Urlaubstracker und RTL haben den sogenannten „Cashless Travel Index” unter die Lupe genommen. Dort gibt es deutliche Unterschiede: In manchen Ländern ist Bargeld nahezu überflüssig. In anderen Destinationen kommen Urlauber ohne Scheine und Münzen kaum durch den Tag. Ein Überblick:
Vor allem in asiatischen Metropolen wie Singapur, Seoul, Hongkong oder Shanghai gehört Bargeld für viele Menschen längst nicht mehr zum Alltag. Selbst kleine Beträge für das Getränk am Kiosk, den Snack am Straßenstand oder das Bahnticket werden einfach per Smartphone oder Karte beglichen.
Ähnlich sieht es in den Metropolen London, New York und Dubai aus. Und besonders konsequent ist Skandinavien: In Norwegen (Norweger nutzen die digitalen Bezahlmethoden rund 721 Mal pro Jahr!), Schweden und Dänemark ist digitales Bezahlen die bevorzugte Zahlungsmethode. Teilweise akzeptieren Geschäfte gar kein Bargeld mehr.
Wichtig: Reisende müssen kein Geld wechseln, keine Scheine zählen und keine Münzen loswerden. Wer mit Karte zahlt, erhält in der Regel automatisch den aktuellen Wechselkurs. Das ist meist günstiger als Bargeld vor Ort umzutauschen – vor allem am Flughafen, wo die Kurse oft besonders schlecht sind.
Hier sollte man im Urlaub unbedingt Bargeld dabei haben
In manchen Reiseländern geht ohne Bargeld nichts. Das betrifft vor allem klassische Sonnenziele wie Ägypten oder Marokko, aber auch Thailand oder Bali.
Im Hotel klappt die Zahlung mit Debit- oder Kreditkarte meist problemlos. Doch sobald man das Resort verlässt, sieht es oft anders aus. Das Taxi zum Strand möchte bar bezahlt werden. Die Busfahrt zur Tempelanlage wird in Scheinen kassiert. Auf dem Basar, am Streetfood-Stand oder beim Souvenirhändler sucht man häufig vergeblich Kartenlesegeräte.
Fremdwährung bereits in Deutschland zu tauschen, ist aber meist keine gute Idee. Die Wechselkurse sind hier oft schlechter. Sinnvoller ist es, die lokale Währung vor Ort an einem seriösen Bankautomaten abzuheben.

Automaten direkt im Flughafenbereich verlangen häufig hohe Gebühren. Praktisch ist es, zunächst nur einen kleineren Betrag abzuheben – etwa für das Taxi und erste Ausgaben – und später bei Bedarf noch einmal Geld zu ziehen. Wer flexibel bleiben möchte, sollte außerdem darauf achten, möglichst kleine Scheine ausgeben zu lassen. Große Banknoten sind im Alltag oft unpraktisch und können das Bezahlen unnötig erschweren.
So läuft es an Nordsee, in Italien und Co.
Ostsee und Nordsee: In Hotels und Restaurants ist Kartenzahlung weitestgehend Standard. Am Fischstand oder Wochenmarkt ist Bargeld oft praktischer.
Mallorca und Kanaren: Spanien hat sich sehr kartenfreundlich entwickelt. Trotzdem lohnt sich Bargeld für Märkte, Strandbars oder kleinere Anbieter.
Italien und Kroatien: In touristischen Regionen wie an der Amalfiküste kommt man nur mit Kartenzahlung extrem weit. In kleineren Orten in der Toskana oder am Gardasee, wo es noch viele Familienbetriebe gibt, wird Bargeld teils bevorzugt. Seit der Einführung des Euros in Kroatien hat sich die Option der Kartenzahlung stark verbreitet. Oft wird Bargeld nicht benötigt.
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Türkei: Hotels und größere Restaurants akzeptieren Karten. Basare, Taxis und kleinere Geschäfte erwarten meist Bargeld.
Ägypten: Hier bleibt Bargeld essenziell. Trinkgelder, Ausflüge und kleinere Einkäufe meistens nur bar.
Griechenland: Kartenzahlung wird oft angeboten, aber viele kleine Tavernen schätzen Bargeld weiterhin.
Verwendete Quellen: RTL, Urlaubstracker


