Das empfiehlt jetzt die Stiko!

Corona: Schwangere und Stillende sollen sich impfen lassen

Impfungen für Schwangere von Stiko empfohlen (Motivbild)
Impfungen für Schwangere von Stiko empfohlen (Motivbild)
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10. September 2021 - 13:47 Uhr

"Ja, werdende und stillende Mütter sollen sich impfen lassen!"

Bisher waren viele Frauen verunsichert, ob sie sich in der Schwangerschaft oder Stillzeit gegen Covid-19 impfen lassen sollen. Auch die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte keine eindeutige Empfehlung – bis jetzt. "Nach eingehender Beratung und Bewertung der vorhandenen Evidenz" spricht sich die Stiko jetzt für eine Impfung bei Schwangeren und Stillenden aus, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag mitteilte.

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Impfempfehlung noch nicht entgültig

Laut der Stiko sei eine Impfung für Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel und für Stillende mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs sinnvoll. Der Beschlussentwurf der Empfehlung muss nun noch in ein sogenanntes Stellungnahmeverfahren mit den Bundesländern und beteiligten Fachkreisen, ist also noch keine endgültige Empfehlung.

In der bislang geltenden Impfempfehlung spricht sich die Stiko noch nicht für eine generelle Impfung in der Schwangerschaft aus. Zufällige Impfungen von Schwangeren, etwa wenn diese noch nicht wüssten, dass sie ein Baby erwarten, seien aber "keine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch", heißt es.

Spahn begrüßt die Impfempfehlung für Schwangere

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte: "Auch schwangere und stillende Frauen haben nun eine klare Empfehlung zur Impfung. Das bedeutet nach vielen Monaten mit vielen offenen Fragen nun endlich wissenschaftlich begründete Gewissheit." Er wandte sich mit einem dringenden Appell an schwangere und stillende Frauen: "Fragen Sie Ihren Arzt. Lassen Sie sich impfen. Sie schützen sich und Ihr Kind."

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Jens Spahn findet die Stiko-Impfempehlung für Schwangere sehr sinnvoll und dringend.
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Ärzte konnten auch bislang schon Schwangere impfen, die Stiko-Empfehlung schloss aber bisher nur Schwangere mit Vorerkrankungen und einem daraus resultierenden hohen Risiko für eine schwere Corona-Erkrankung oder mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko aufgrund ihrer Lebensumstände ein. (dpa/dbö)