Polizei löst illegale Versammlung auf

Corona-Proteste in Dresden: Medizinstudierende stellen sich schützend vor Uniklinik

Medizinstudierende stellen sich Corona-Proteslern in Dresden entgegen.
Medizinstudierende stellen sich Corona-Proteslern in Dresden entgegen.
© picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild/Sebastian Kahnert

13. Januar 2022 - 22:32 Uhr

Sie kamen in weißen Kitteln und mit Masken auf die Straße vor das Klinikgelände: In Dresden haben sich Medizinstudierende schützend vor die Uniklinik gestellt. Corona-Gegner hatten beim Messengerdienst Telegram zu einem angeblichen "Spaziergang" aufgerufen und marschierten vor dem Krankenhaus auf. Das wollten sich die angehenden Ärzte nicht bieten lassen und kamen mit Schildern nach draußen, um sich den Protestlern entgegen zu stellen.

Angehende Ärzte stellen sich Corona-Gegnern entgegen

"Impfen statt Schimpfen" und "Keine Macht den Rücksichtslosen", war auf den Transparenten der Medizinstudierenden zu lesen. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an, um den Demonstrationszug aufzulösen.

Die Polizei war mit zahlreichen Kräften im Einsatz und forderte immer wieder Gruppen von Menschen auf, sich zu zerstreuen und weiterzugehen. Die Situation sei teilweise sehr dynamisch gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

Polizisten
Die Polizei war mit zahlreichen Kräften im Einsatz. Foto: Sebastian Kahnert/dpa
© deutsche presse agentur

Sachsen: Demos mit mehr als zehn Teilnehmern aktuell verboten

Derzeit sind in Sachsen nur Demonstrationen mit maximal zehn Teilnehmern gestattet. Die Polizei nahm die Personalien von etlichen Teilnehmern auf. Es wurden mindestens 45 Anzeigen wegen Verstößen gegen die sächsische Corona-Notfallverordnung aufgenommen, wie die Polizei auf Twitter mitteilte.

Die Einsatzkräfte hatten das Gelände der Universitätsklinik rundum abgesichert. An jedem Eingang standen Polizeiwagen, berichtete ein dpa-Reporter. Es waren Beamte aus Sachsen und Thüringen sowie von der Bundespolizei im Einsatz. Zudem waren zwei Wasserwerfer und ein Räumpanzer aufgefahren. Ein Hubschrauber kreiste über der Stadt. (dpa/jgr)