Ansage von Bundesarbeitsminister Heil

Ungeimpfte Arbeitnehmer ohne Corona-Test müssen mit Lohnausfall und Kündigung rechnen

23. November 2021 - 22:09 Uhr

Ohne Test kein Zutritt an den Arbeitsplatz

Für ungeimpfte Arbeitnehmer wird es ungemütlich: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat zu den geplanten Corona-Maßnahmen im inforadio des rbb deutlich gemacht: Ungeimpfte, die keinen negativen Test vorweisen können, erhalten keinen Zutritt an den Arbeitsplatz. Und er sagt auch: Das könnte weitreichende Konsequenzen haben.

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"Im Zweifel arbeitsrechtliche Konsequenzen"

Heil sagte am Donnerstag im Inforadio vom rbb, die Regeln, die bereits kommende Woche in Kraft träten, seien schärfer als die bisherigen. Geplant sei unter anderem eine 3G-Regel am Arbeitsplatz: "Es geht darum, dass tatsächlich ab kommender Woche nur dann Beschäftigte eine Betriebsstätte betreten können, wenn sie geimpft sind, genesen oder einen aktuellen Test nachweisen können."

Durchsetzen müsse das der Arbeitgeber, so der Arbeitsminister: "Es ist Aufgabe der Arbeitgeber, das zu kontrollieren - am Einlass. Der Arbeitgeber habe auch die Möglichkeit, die Daten zu speichern, "damit die Geimpften jeden Tag auch mit ihrem Werksausweis beispielsweise Eintritt haben." Laut der Vorlage sind Arbeitgeber in der Pflicht, die 3G-Regel täglich zu kontrollieren.

Und er warnte ungeimpfte Arbeitnehmer vor Konsequenzen: "Die, die chronisch weder sich impfen lassen, noch einen Test beibringen, die haben kein Recht, die Betriebsstätte zu betreten und müssen dann auch damit rechnen, dass es keine Lohnfortzahlung gibt - im Zweifel sogar arbeitsrechtliche Konsequenzen."

Das bedeutet im Klartext: Es droht Ungeimpften nicht nur Lohnausfall, wenn sie keinen gültigen Corona-Test nachweisen und dadurch nicht an ihren Arbeitsplatz gelangen können. Im Wiederholungsfall könnte sogar die Kündigung erfolgen. (aze)