"Vollständiger Blödsinn"

Christian Streich: Diese Frage bringt Freiburgs Trainer auf die Palme

Christian Streich redet wie gewohnt Klartext.
Christian Streich redet wie gewohnt Klartext.
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07. November 2021 - 12:05 Uhr

"Das dritte Mal, dass ich diese Woche diese Frage bekomme"

Als Christian Streich auf eine mögliche Teilnahme an der Champions League angesprochen wurde, verdrehte der Erfolgstrainer des SC Freiburg genervt die Augen. "Das ist das dritte Mal, dass ich diese Woche diese Frage bekomme. Ich finde diese Frage vollständigen Blödsinn", sagte der 56-Jährige bei Sky. Das war noch vor dem 1:2 (0:1) im Topspiel bei Bayern München.

Danach war die Stimmung bei Streich nicht viel besser. "Ich beschäftige mich null Komma null mit irgendwelchen Prognosen und sonst irgendwelchem Zeug. Die Spieler sind durch Täler gegangen und haben sich kontinuierlich sehr gut entwickelt. Dieses ganze Gerede von der Champions League halte ich fern von der Mannschaft." Man lasse sich im beschaulichen Freiburg "nicht unter Druck setzen. Damit bin ich immer gut gefahren." Punkt.

Nur keine zu hohen Erwartungen wecken, obwohl die starken Breisgauer auch beim Rekordmeister ihre Qualitäten trotz der Niederlage erneut unter Beweis stellen konnten.

Nagelsmann ist voller Hochachtung

 Fussball 1. Bundesliga Saison 2021/2022 11. Spieltag FC Bayern Muenchen - SC Freiburg 06.11.2021 Trainer Julian Nagelsmann li, FC Bayern Muenchen begruesst Trainer Christian Streich re, SC Freiburg *** Football 1 Bundesliga Season 2021 2022 11 Match
Man schätzt sich: Julian Nagelsmann und Christian Streich.
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Sogar Bayern-Trainer Julian Nagelsmann sprach nach dem knappen Erfolg mit Hochachtung von einem "direkten Konkurrenten, der uns viel abverlangt hat". Auch dank Streich, der Menschen begeistern könne. Aber der es seit zehn Jahren schon nicht mag, wenn zu viel über seinen SC diskutiert wird.

Dies wurde auch klar, als er auf seinen Stürmer Lucas Höler angesprochen wurde, den Sky-Experte Dietmar Hamann schon in der Nationalelf sieht. Es sei noch gar nicht so lange her, konterte Streich, "dass Lucas in den sozialen Medien extrem angegangen wurde. Und jetzt Nationalmannschaft? Kümmert euch um Bayern, Dortmund und die anderen", sagte Streich mit Nachdruck, "und lasst unsere Jungs in Ruhe, dann werden die vielleicht noch besser".

Es ist sein Projekt. Dass er Freiburg eines Tages verlasse, sei zwar nicht unmöglich, sagte Streich im Sportstudio im ZDF, "aber es ist sehr schwer vorstellbar, dass ich woanders hingehe". (tno/sid)