Unfall? Mord? Suizid?

Das Todes-Rätsel um Christian Morgenstern - die große Doku bei TVNOW

22. Juli 2019 - 9:12 Uhr

Doku: Christian Morgensterns Tod hinterlässt immer mehr Rätsel

Christian Morgenstern verschwand in der Silvesternacht. Die einzige Spur: Seine Jacke mit Wertgegenständen, die auf einer Brücke in Leisnig in Sachsen gefunden wurde. Fünf Wochen später die traurige Gewissheit: Der 20-Jährige ist tot. Polizisten fanden seine Leiche in einem Fluss. Was ist in der Nacht passiert? Suizid? Unfall? Mord? Die Indizien zum Tod von Christian Morgenstern geben den Ermittlern und Hinterbliebenen immer mehr Rätsel auf. In der TVNOW-Doku "Christian Morgenstern" sprechen Eltern und Freunde über den mysteriösen Fall.

Christian Morgensterns Eltern schließen Suizid aus

Jacke, Schlüsselbund, Ausweis, Gesundheitskarte und Fahrzeugschein. Alles lag auf einer Brücke über dem Fluss Mulde. Die Polizei geht von Suizid aus. Die Eltern schließen Selbstmord aus. Ihr Sohn soll ein fröhlicher Junge gewesen sein. Es gab keinerlei Anzeichen für eine Depression. Auch der Tatort lässt Fragen offen: "Der Zustand der Jacke war einfach zu trocken für die Witterungsverhältnisse am Neujahrsmorgen. Es hat sehr stark geregnet in Leisnig. Die Jacke war ziemlich trocken und die Ausweise lagen darunter, laut Beschreibung des Finders. Im feuchten Milieu. Es sah so aus wie fingiert", erzählt der Vater von Christian Morgenstern RTL.

Todesursache ist unklar

Die Polizei hielt Suizid jedoch weiterhin für wahrscheinlich. Eine Spurensicherung vor Ort fand daher nicht statt: "Dadurch, dass die Polizei von Anfang an nur von einem Suizid ausgegangen ist, ist keine Spurensicherung erfolgt, weil ein Suizid ja freiwillig ist", so die Mutter. Am 6. Februar wurde Christian Morgenstern schließlich tot in der Mulde gefunden. Die Todesursache ist weiterhin unklar.

Sein Konto ist leer

Merkwürdig: Das Konto des 20-jährigen Studenten ist leer. Nach Stern-Informationen waren von den 10.500 Euro, über die er 2016 verfügte, nur noch 1,30 Euro übrig. Christians Eltern beschreiben ihn jedoch als sparsam.

Christian Morgensterns Handy wurde nach mutmaßlicher Todeszeit benutzt

Das nächste Rätsel: Auf der Handy-Rechnung entdeckt der Vater, dass es am 1. Januar noch bis 7:32 Uhr eine Datenverbindung gab. Das Handy hatte also noch nach dem mutmaßlichen Todeszeitpunkt eine aktive, funktionierende Internetverbindung - und lag nicht, wie bisher vermutet, auf dem Grund der Mulde. Weitere Untersuchungen der Polizei ergaben: Christian Morgensterns Handy befand sich am 2. und 7. Januar für kurze Zeit im WLAN des Familienhauses.

Hatte Christian Morgenstern Verbindung zur Drogenszene?

Über eine Ersatz-SIM-Karte für das Handy fanden die Ermittler ältere Text- und Sprachnachrichten, in denen von Marihuana die Rede ist. Das wirft bei den Eltern neue Fragen auf. Gab es Verbindungen zu Drogenszene? War ihr Sohn in etwas hineingeraten, das für ihn tödlich endete? Bei der Obduktion wurden keinerlei Drogen im Blut gefunden.

Wie starb Christian Morgenstern? Die Doku zu dem mysteriösen Fall Christian Morgenstern gibt es bei TVNOW.