Agrarminister im RTL-Interview

Werden Lebensmittel noch teurer, Herr Özdemir?

14. Mai 2022 - 10:53 Uhr

Die Preise für Lebensmittel gehen durch die Decke: Milch ist um ein Drittel teurer geworden, Kartoffel-Preise haben sich sogar verdoppelt. Da haben viele Menschen große Sorgen. Darüber hat RTL-Reporterin Pinar Atalay mit Landwirtschafts- und Ernährungsminister Cem Özdemir gesprochen. Er weist den Vorwurf zurück, dass Lebensmittelpreise durch Öko-Auflagen noch weiter steigen würden. Das ganze Interview sehen Sie im Video.

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"Putins Angriff auf die Ukraine ist die Hauptursache"

Er hoffe nicht, dass die Lebensmittel weiter steigen, sagte Özdemir im RTL-Interview. "Putins völkerrechtswidrige Angriff auf die Ukraine ist die Hauptursache dafür, dass wir jetzt in dieser Krise sind." Darum müssten wir jetzt alles dafür tun, der Ukraine zu helfen und gleichzeitig auch dafür sorgen, dass wir neben der Solidarität mit der Ukraine die Abhängigkeit von Putin und von Russland reduzieren, so Özdemir.

Die Programme der Regierung, die Hilfspakete sollen das Schlimmste abfedern, den Menschen hier im Land finanzielle Entlastung bringen, so Özdemir weiter.

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Zum Vorwurf, Öko-Auflagen würden die Krise noch verschärfen, sagte Özdemir: Dieser Vorwurf komme von den gleichen Menschen, die sonst darüber schimpften, dass zu wenig für Klimaschutz getan würde: "Da muss man sich schon entscheiden. Ich halte nichts davon, dass man die eine Krise verschärft, um die andere zu lösen." Es gebe eine Bio-Diversitätskrise, eine Klimakrise und den Krieg in der Ukraine: "Wir müssen die Krisen gleichzeitig angehen."

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"Wie können wir der Ukraine helfen, wie können wir die Ernährungskrise in der Welt bekämpfen?"

Beim G7-Treffen der Agrarminister in Stuttgart sei auch sein ukrainischer Kollege zu Gast, so Özdemir: "Da reden wir genau über diese Themen: Wie können wir der Ukraine helfen, wie können wir die Ernährungskrise in der Welt bekämpfen, und natürlich auch dafür sorgen, dass wir in unseren eigenen Ländern Versorgungssicherheit haben, dass die Menschen sich Lebensmittel leisten können?"

Nach Überzeugung Özdemirs ist die Zustimmung für die Grünen derzeit auch deshalb so groß, "weil wir nicht einfach das Parteiprogramm vorlesen, sondern in der Situation konkret entscheiden". Das gelte zum Beispiel für den Weizenanbau, wo er Brüssel aufgefordert habe, die Regeln für den Anbau zu ändern, um Weizenanbau in aufeinander folgenden Jahren zuzulassen: "Das führt dazu, dass wir mehr Weizen haben. Man muss das Fall für Fall entscheiden, so entscheiden wir in der Regierung." (eku)

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