Carsten Linnemann im RTL/ntv-"Frühstart"

CDU-Fraktionsvize fordert nationalen Krisenstab: "Wir haben ein strukturelles Problem in Deutschland"

22. Juli 2021 - 10:45 Uhr

Carsten Linnemann (CDU) sieht im Krisenmanagement bei der Flutkatastrophe die gleichen Probleme wie bei der Corona-Pandemie

Mit Blick auf das Krisenmanagement bei der Unwetterkatastrophe, beobachtet der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Carsten Linnemann die gleichen strukturellen Probleme wie in der Corona-Pandemie. "Wie bei Corona, werden auch bei der Flutkatastrophe die Verantwortungen weitergegeben. Wir haben offenkundig ein strukturelles Problem in Deutschland", so der CDU-Politiker und sagt weiter: "Ich will die drei Ebenen – Kommunen, Länder und Bund – gar nicht in Frage stellen, aber es braucht eine koordinierende Funktion."

Linnemann fordert daher eine Lösung auf Bundesebene: "Ich wäre für einen disziplinübergreifenden Krisenstab in Berlin." Damit es zu einer schnellstmöglichen Koordinierung kommen könne, sollte dieser Stab mit direkter Weisungsbefugnis ausgestattet werden, so Linnemann weiter. "Das hat aber nichts mit Zentralismus zu tun, sondern mit Koordinierung, weil die fehlt."

"Versicherte müssen am Ende besser dastehen als der Unversicherte"

Dass Bund und Länder jetzt schnelle Hilfen garantieren, ist für Linnemann eine Selbstverständlichkeit: "Es gibt eine Notlage und es ist selbstverständlich, dass der Staat da jetzt mit voller Wucht reingeht". Aber mit Blick auf den Versicherungsstatus der Betroffenen sagt Linnemann: "Es ist auch selbstverständlich, dass der Versicherte am Ende besser dastehen muss als der Unversicherte. Sonst wird sich keiner mehr versichern lassen."

Sollten am Ende doch alle Betroffenen – egal ob versichert oder unversichert – die gleiche Summe bekommen, müsse man in Deutschland über eine Versicherungspflicht reden, so Linnemann weiter.

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