Mögliche Ursachen und Behandlung

Burning-Feet-Syndrom: Das hilft gegen brennende Füße

© picture alliance / dpa Themendie, Monique Wüstenhagen

20. Oktober 2019 - 17:39 Uhr

Brennende Füße bringen Betroffene oft um den Schlaf

Wenn die Füße heiß werden, kribbeln und brennen, ist das ganz schön unangenehm: Das sogenannte Burning-Feet-Syndrom bringt Betroffene nachts oft um den Schlaf. Häufig ist das Brennen harmlos, mitunter steckt aber auch eine ernsthafte Erkrankung dahinter. Wir zeigen, was bei brennenden Füßen Linderung verschafft und wie das Burning-Feet-Syndrom überhaupt entsteht.

Oft sind Frauen zwischen 20 und 40 betroffen

Die Symptome beim Burning-Feet-Syndrom ähneln zunächst dem Kribbeln und Taubheitsgefühl, das man kennt, wenn ein Körperteil eingeschlafen ist. Wer am Burning-Feet-Syndrom leidet, hat diese Symptome aber langanhaltender. Meist tritt das Brennen abends oder nachts in Verbindung mit Bettwärme auf und verschwindet tagsüber wieder. Betroffene spüren ein starkes Jucken und Kribbeln, die Füße fühlen sich unnatürlich heiß an, können anschwellen und taub werden - an Schlaf ist bei brennenden Füßen dann kaum zu denken.

Zudem kann sich die Haut röten oder verfärben. Das Wärmegefühl und die Schmerzen beschränken sich teilweise auf die Fußsohlen, können aber auch die Knöchel, den Fußrücken und sogar die Unterschenkel betreffen. Zusätzlich kann es ein Schwere- und Taubheitsgefühl und Rötungen geben.

Oft sind Frauen zwischen 20 und 40 vom Burning-Feet-Syndrom betroffen, besonders häufig tritt es während einer Schwangerschaft auf.

Das hilft gegen brennende Füße

Nahaufnahme weibliche Füße in einer Wanne mit Wasser und Blumen während Fußbad
Fußbäder mit lauwarmem Wasser verschaffen bei brennenden Füßen Linderung.
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Es gibt verschiedenen Hausmittel. die unangenehmen Symptome bei brennenden Füßen lindern:

  • kühlende Sprays oder Cremes auftragen
  • Beine hochlegen
  • zusätzliche Wärme an den Füßen vermeiden
  • Feuchte Tücher oder Kühlpads auf die Füße legen
  • Capsaicin-Salbe auf die Füße auftragen
  • Kühle Fußbäder - aber Achtung: Kein eiskaltes Wasser verwenden!

Wichtig beim Burning-Feet-Syndrom ist es auch, keine zu engen Socken oder Schuhe zu tragen, die die Blutzirkulation einschränken. Ebenfalls ratsam ist es, die Beine beim Sitzen nicht übereinanderzuschlagen, um den Blutfluss nicht zu stören. Außerdem verlaufen durch die Kniekehlen wichtige Nerven. Werden diese abgeklemmt, kann es zu Taubheitsgefühlen in den Füßen kommen.

Burning-Feet-Syndrom: Das können die Ursachen sein

In den meisten Fällen ist eine Nervenschädigung die Ursache für ein Burning-Feet-Syndrom. Diese kann von einer Verletzung oder Fehlstellung des Fußes stammen oder durch erhöhten Druck auf einen Nerv bedingt sein. Auch verengte Blutgefäße in den Beinen können brennende Füße verursachen - Raucher und Menschen mit hohem Blutdruck haben hier ein höheres Risiko. Auch eine Schilddrüsenunterfunktion kann ein Brennen in den Füßen hervorrufen.

Mitunter sorgt auch ein Mangel an Vitamin B5 dafür, das ein Brennen in den Füßen entsteht. Manchmal ist auch ein Magnesiummangel der Grund.

Wann muss ich mit brennenden Füßen zum Arzt?

Dauern die Beschwerden längere Zeit an oder belasten Sie stark, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er klärt die Ursache für die Entstehung des Syndroms ab und legt geeignete Therapiemaßnahmen fest.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.