Auch Verletzte in den Waggons

Mexiko Stadt: Einstürzende Metro-Brücke reißt mehrere Menschen in den Tod

04. Mai 2021 - 10:26 Uhr

Metro-Zug fuhr über die Brücke in Mexiko-Stadt

Im Osten der mexikanischen Hauptstadt hat es in der Nacht auf Dienstag ein schweres Unglück gegeben. Eine Metro-Brücke ist zusammengebrochen, als eine Bahn darüber fuhr. Laut eines Statements der Regierung starben 20 Menschen, über 70 weitere wurden verletzt. Im Video sehen Sie die Rettung der Überlebenden und die Situation vor Ort.

Tote und Verletzte nach Einsturz der U-Bahnbrücke

Bilder der Unglücksstelle: Mehrere Waggons sind mit der Brücke in die Tiefe gerissen worden.
Bilder der Unglücksstelle: Mehrere Waggons sind mit der Brücke in die Tiefe gerissen worden.
© picture alliance, El Universal

In Mexiko-Stadt ist eine U-Bahnbrücke zum Teil eingestürzt und eine Bahn dabei verunglückt. Mehrere Waggons einer U-Bahn der Linie 12 stürzten am späten Montagabend (Ortszeit) einige Meter in die Tiefe und stießen miteinander zusammen, wie auf Videos zu sehen war, die in sozialen Medien verbreitet wurden. Unter dem eingestürzten Abschnitt der Überführung waren Autos unterwegs gewesen. Rettungskräfte holten Passagiere mit einer Leiter aus den herabhängenden Waggons. Laut der Medienagenturen Reuters und AFP sprach die Regierung von bislang 20 Toten und über 70 Verletzten.

Unter den Todesopfern seien auch Kinder, sagte Bürgermeisterin Sheinbaum. 49 Verletzte seien zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht worden. Sieben von ihnen seien in einem "ernsten Zustand", sagte Sheinbaum.

Das Video einer Überwachungskamera zeigt den Moment des Unfalls

Bürgermeisterin von Mexiko-Stadt bestätigt Unfall-Ursache

Anwohner hatten Berichten zufolge bereits vor Jahren Schäden an Pfeilern entlang der Strecke der U-Bahnlinie 12 angeprangert. Es hatte demnach auch Vorwürfe der Korruption beim Bau der Strecke gegeben. Im Jahr 2014, nicht lange nach der Einweihung der Linie 12, war der Betrieb für Reparaturen monatelang unterbrochen worden.

Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum schrieb auf Twitter, sie sei unterwegs zum Ort des Vorfalls am Bahnhof Olivos am südöstlichen Rand der Metropole. Ein Teil der Brücke habe nachgegeben. Am Unglücksort versammelten sich auch viele Passanten."Was heute mit der Metro passiert ist, ist eine schreckliche Tragödie. Meine Solidarität gilt den Opfern und ihren Familien", twitterte Außenminister Marcelo Ebrard.

"Natürlich müssen die Ursachen untersucht und die Verantwortlichkeiten geklärt werden." Die Metro-Linie 12, die über die eingestürzte Überführung führt, wurde vor rund zehn Jahren gebaut, als Ebrard Bürgermeister von Mexiko-Stadt war. Ebrard und Sheinbaum werden von vielen politischen Beobachtern als die wahrscheinlichsten Nachfolger von Präsident Andres Manuel Lopez Obrador gesehen, wenn dessen Amtszeit 2024 endet.

Quelle: DPA/LRA

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