Fraktions-Chefin der Grünen im RTL/ntv-Frühstart

AKW-Streit: "Es wird keine Abstriche bei der Sicherheit geben"

AKW-Streit: Keine Abstriche bei der Sicherheit Frühstart mit Britta Haßelmann
06:40 min
Frühstart mit Britta Haßelmann
AKW-Streit: Keine Abstriche bei der Sicherheit

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von Nina Lammers

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck streitet sich öffentlich mit dem AKW-Betreiber PreussenElektra über seinen Vorschlag, zwei Atomkraftwerke in einen Reservebetrieb zu versetzen. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Britta Haßelmann hofft im RTL/ntv-Frühstart auf eine Klärung und macht eine Versprechen.

Das ganze Interview gibt´s im Video.

„An der Sicherheit wird es keine Abstriche geben“

Die Chefin der Grünen im Bundestag, hofft, dass PreussenElektra und Bundeswirtschaftsministerium ihre Unstimmigkeiten bald beilegen. „Ich hoffe, das klärt sich jetzt sehr schnell“, sagte sie im RTL/ntv-Frühstart. Dann versprach sie: „An der Sicherheit wird es keine Abstriche geben.“

Der Streit zwischen AKW-Betreiber PreussenElektra und Bundeswirtschaftsministerium entstand, nachdem PreussenElektra in einem Brief, der auch an die Presse ging, erklärte, ein Reservebetrieb von Atomkraftwerken sei technisch nicht möglich. Robert Habeck hatte einen solche Notreserve für AKW angekündigt, nachdem ein Stresstest ergeben hatte, dass stundenweise Stromausfälle im kommenden Winter nicht unmöglich sind.

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"Über solche Spielchen reden wir nicht"

Haßelman erklärte, dass auch sie verwundert sei über die Einwände des AKW-Betreibers. Sie wisse, dass es Gespräche zwischen Bundeswirtschaftsministerium und PreussenElektra gegeben habe. Der Vorschlag von Robert Habeck habe eindeutig klargemacht, dass es beim Reservebetrieb nicht um eine Nutzung gehe, wo man mal ein Atomkraftwerk rauf und runter fahre. „Dass das nicht möglich ist und dass wir angesichts dieser Risikotechnologie über solche Spielchen auch nicht reden, ist doch völlig klar,“ so Haßelmann. Sie forderte: „Sorgfältige Prüfung, jetzt!“

Konzentration auf Maßnahmen zur Netzstabilität

Damit es erst gar nicht zu einem AKW-Reservebetrieb kommt, sollte es eine Konzentration auf andere Maßnahmen zur Sicherung der Netzstabilität geben, sagte Haßelmann: „Das steht jetzt im Vordergrund. Dafür brauchen wir alle Kraftanstrengung – für den Ausbau der Erneuerbaren, die Energieeffizienz und die Einsparung.“ Beim Lastmanagement und Biogasdeckel würden jetzt die Voraussetzungen im Energiesicherheitsgesetz getroffen. „Ich glaube, da sind wir dann gut gerüstet“, sagte Haßelmann.