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Bremen: Unterwegs mit der Rummel-Polizei und plötzlich gibt es den Alarm "Schusswaffe"

Unterwegs mit der Rummel-Polizei

Zwischen Waffen und Drogen auf dem Bremer Freimarkt

Mit der Waffe auf den Bremer Freimarkt Auf Streife auf dem Volksfest
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Auf Streife auf dem Volksfest
Mit der Waffe auf den Bremer Freimarkt

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"Code Red": Schusswaffe auf dem Freimarkt

Jan S. und Jannik O. laufen täglich auf dem Gelände des Bremer Freimarkts auf und ab. Sie sind für so gut wie alle Anliegen der Besucher da. Für ihren ersten Einsatz während ihrer Schicht sorgt ein junger Mann. Er versucht das Gelände des Bremer Freimarkts mit einer Schusswaffe zu betreten und löst damit einen Polizeieinsatz aus.

Wie die beiden Bereitschaftspolizisten die Situation entschärfen sehen Sie im Video.

„Hier stand sie und hat geweint"

Das nächste Problem lässt nicht lange auf sich warten: Ein kleines blondes Mädchen hat ihre Mutter verloren. Eine ältere Frau versucht dem aufgewühlten Kind zu helfen. „Hier stand sie und hat geweint und da hab ich sie gefragt, ob sie nicht weiß, wo ihre Eltern sind“, erklärt die freundliche Besucherin Jan und Jannik. Leider hat die Kleine keine Ahnung, wie sie zu ihrer Mama kommt. Ein trauriger Klassiker auf dem Freimarkt. Doch auf die Wache müssen die Zwei das verschreckte Mädchen zum Glück nicht mitnehmen. Die sichtlich erleichterte Mutter findet die kleine Gruppe noch während sie sich beraten. Mutter und Tochter sind wieder vereint.

Entschuldigung nach Randale an der Wache

Es ist ein Einsatz der anderen Art: Ein Paar, das einige Tage zuvor in das Visier der Polizei geraten ist, möchte sich doch tatsächlich bei den Polizisten entschuldigen. Der Mann hatte am Wochenende stark alkoholisiert im Bayernzelt randaliert – und dann später auch noch auf der Polizeiwache. Seine betrunkene Freundin urinierte scheinbar aus Rache für die Inhaftierung an einen Polizeiwagen vor der Dienststelle. Blöd nur, dass es für die Ekel-Aktion auch Beweismaterial der Überwachungskamera gibt. „Man konnte sehen, dass sie an das Einsatzfahrzeug gepinkelt hat, alles live auf Video, das möchte man natürlich nicht“, erzählt uns Jan. Vergeben können die Polizisten dem Paar am Ende aber trotzdem. „Sie haben sich entschuldigt und waren sehr reumütig. Einsicht ist immer gut. Das freut uns natürlich auch. Ich persönlich bin nicht nachtragend, für mich ist das Ding vergessen“, sagt er.

Kiffen verboten - auch auf dem Freimarkt

Tja, das hat Konsequenzen: Ein junger Mann wird mit ca. vier Gramm Cannabis von der Security erwischt. Das passiert häufiger auf dem Freimarkt. Meistens, so wie heute, sind die Drogen aber nur für den Eigengebrauch. Für den jungen Mann geht es trotzdem auf die Polizeiwache. Er muss mit einer Strafverfolgung und einem Freimarktverbot rechnen. Im Großen und Ganzen ist der Abend für Jan und Jannik ruhig. Zwischendurch ist diese Art der Arbeit für sie eine willkommene Abwechslung. „Es macht auch Bock irgendwie. Also wenn du dich so ein bisschen drauf einlässt und nicht so verklemmt bist, sag ich mal. Dann macht das auch Spaß“, meint Jannik locker. Viele Einsätze auf dem Bremer Freimarkt werden die Beiden in diesem Jahr aber wohl nicht mehr haben. Der Bremer Freimarkt neigt sich dem Ende zu. Sonntag ist die letzte Chance den Rummel auf der Bremer Bürgerweide zu genießen.