Harte Worte von Michel FriedmanBärbel Schäfers Ehemann: „Auch mein Tod ist gewünscht"

Frankfurt, 7. Oktober 2023, Michel Friedman und sein Frau Bärbel Schäfer beteiligen sich an der Kundgebung "Solidarität mit Israel" vor dem Rathaus Römer. Nach dem massiven Angriff der Hamas auf Israel haben in Frankfurt mehrere hundert Menschen auf dem Römerberg ihre Solidarität mit Israel bekundet. "Israel muss sich verteidigen" war auf Plakaten zu lesen. Foto: Bernd Kammerer
Michel Friedman und seine Frau Bärbel Schäfer beteiligen sich an der Kundgebung „Solidarität mit Israel" vor dem Frankfurter Römer.
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„Erst Terror, bald Krieg: Keine Chancen auf Frieden im Nahen Osten?“
Dieser Frage ging am Montagabend im Polit-Talkmagazin „Hart aber fair“ unter anderem Michel Friedman (67), der Partner von TV-Ikone Bärbel Schäfer (59), nach. Dabei regt der jüdische Publizist mit seinen Aussagen zum Nachdenken an.

Bärbel Schäfers Gatte spricht Klartext

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Gleich zu Beginn spricht Gastgeber Louis Klamroth (33) den Publizisten auf die Solidaritätsdemo für Israel an, bei welcher am Sonntag (22. Oktober) in Berlin etwa 10.000 Menschen zusammenkamen: „Haben sie das Gefühl, die deutsche Gesellschaft steht an der Seite Israels und ist solidarisch mit den Juden in Deutschland?“ Das Urteil von Bärbel Schäfers Gatten: „Ein Teil davon bestimmt, ein größerer Teil wahrscheinlich, ein großer Teil eher nicht.“

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Von der Zusammenkunft am Brandenburger Tor habe der ehemalige CDU-Politiker mehr erwartet: „Ich habe hier schon ganz andere Demonstrationen gesehen!“ Wenn man überlege, was für ein Zivilisationsbruch stattgefunden habe, sei das Ganze eher ernüchternd.

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Friedman formuliert Angst „als Jude in Deutschland"

Im späteren Verlauf der Sendung wird der krasse Kontrast zur Solidaritätsdemo aufgegriffen: Regelrechter Israel-Hass mache sich teils auf deutschen Straßen breit. Aufnahmen zeigen, wie israel-feindliche Parolen gerufen und Plakate in die Luft gehalten werden – oder sich sogar für die Hamas ausgesprochen wird.

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„Ich muss das als Jude in Deutschland sagen, wo ich neben den Rechtsextremisten jetzt auch mehr und mehr bei den fanatischen, politisierten, arabischen und oder anderen Personen, die so unterwegs sind, Angst formulieren muss.“ Es seien nicht wenige, die diesen Hass auf Israel indoktriniert hätten und mittlerweile auch leben würden.

Zum Schluss der Diskussionsrunde sagt Michel Friedman: „Die Parolen heißen: Tod Israel, Tod den Juden! Das heißt: Auch mein Tod ist ein Wunsch.“ Es sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, diesem Hass entgegenzuwirken.

Neben Michel Friedman in der Diskussionsrunde mit dabei waren: Grünen-Politiker Omid Nouripour (48), Deutsch-Palästinenserin Jouanna Hassoun (40), Nahost-Experte Guido Steinberg (55) und Zeit-Journalistin Mariam Lau (61). Im Fokus stand dabei der Terrorüberfall der Hamas auf Israel. (ean)