Erneuter Seelenstriptease vor Oprah Winfrey

Aussagen in „The Me You Can't See": Prinz Harry hatte Angst, Meghan zu verlieren

Prinz Harry hatte Angst um seine Beziehung mit Herzogin Meghan und ihr Wohlergehen.
Prinz Harry hatte Angst um seine Beziehung mit Herzogin Meghan und ihr Wohlergehen.
© dpa, Chris Jackson, bsc pil exa pat tba exa kay

22. Mai 2021 - 13:09 Uhr

Lady Dianas traumatischer Tod: Prinz Harry spricht über seine mentalen Probleme

Als Kind hat Prinz Harry (36) seine Mutter Prinzessin Diana verloren. Die dramatische Geschichte um den Unfall von Diana und ihren damaligen Freund Dodi Al-Fayed hat damals die ganze Welt bewegt – die Bilder von dem zerstörten Wagen und den trauernden Kindern haben sich in das kollektive Gedächtnis einer ganzen Generation eingebrannt. Das traumatische Ereignis verfolgt den Bruder von Prinz William (38) bis heute – auch wenn er in der Vergangenheit oft versucht hat, es zu verdrängen. Das gesteht der 36-Jährige jetzt in der neuen TV-Doku "The Me You Can't See". Und eben diese Verdrängung hätte ihn fast die Beziehung zu seiner Ehefrau Meghan (39) gekostet.

Harry musste seine Wut bekämpfen, um Beziehung aufrechtzuerhalten

Wie Harry im Interview mit Showmasterin Oprah Winfrey (67) verrät, habe die frühere "Suits"-Darstellerin ihn dazu bewegt, sich mit seiner schmerzhaften Vergangenheit auseinanderzusetzen. Der Wille die Beziehung zu der Schauspielerin aufrechtzuerhalten und zu verfestigen, habe ihn inspiriert, eine Therapie zur Behandlung seiner mentalen Probleme zu machen. "Es war das Kennenlernen und Zusammensein mit Meghan. Ich wusste, dass ich diese Frau, mit der ich den Rest meines Lebens verbringen könnte, verlieren würde, wenn ich keine Therapie machen und mich nicht reparieren würde", stellt Harry in der Doku fest. "Wenn diese Beziehung funktionieren sollte", musste er sich seinen Dämonen stellen. Denn Harry habe gemerkt, dass es "da Wut gab und es keine Wut auf [Meghan] war." Tatsächlich war die Therapie ein augenöffnender Wendepunkt für den Ex-Royal, weil er festgestellt habe, dass er in der Königsfamilie "in einer Blase lebe".

Harry vergleicht seine Beziehung mit der von Diana und Dodi Al-Fayed

Prinz Harry zeigt sich in der Doku verletzlich wie selten zuvor und er offenbart seine Gefühle. Vor allem auch in Bezug auf den Tod seiner Mutter. Später habe ihn dieses traumatische Erlebnis in Alkohol und Drogen gestürzt, wie er jetzt gesteht. Aber noch etwas anderes belastet die Seele des Prinzen stark: Prinz Harry befürchtet, dass sich die Geschichte mit seiner Frau Meghan wiederholen würde - bezogen auf die Beziehung seiner Mutter Prinzessin Diana zu Dodi Fayed. "Meine Mutter wurde in den Tod gejagt, während sie in einer Beziehung mit jemandem war, der nicht weiß war", sagt er.

Er erinnert sich an einen Moment, als Meghan im sechsten Monat mit ihrem gemeinsamen Sohn Archie (1) schwanger war. Meghan habe ihm damals gestanden, dass sie Selbstmordgedanken gehabt habe. Was sie davon abhielt war das Kind in ihrem Körper und die Geschichte, wie Harry seine Mutter verloren hatte. Nach diesem Geständnis hätten sich beide dann in einen Konvoi gesetzt, sich einer Wand aus Fotografen gestellt und so getan, als wenn alles in Ordnung wäre.

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Der Gedanke, Meghan zu verlieren, machte Harry fertig

Prinz Harry erzählt weiter, wie schlimm für ihn der Gedanke gewesen ist, möglicherweise eine weitere Frau in seinem Leben zu verlieren, die er liebt. Und auch, dass er sich dann allein um seinen Sohn Archie kümmern müsste. Der Gedanke an all das machte ihm schwer zu schaffen. Genau das hat er selbst ja als Kind erleben müssen.

Vor allem, dass seine Mutter damals bei dem Unfall in Paris von Fotografen gejagt worden war, war unglaublich schwer für Prinz Harry. Innerhalb der königlichen Familie sei er mit seinen Sorgen rund um seine Gefühle und seine Angst um Meghan aber jederzeit auf taube Ohren gestoßen. Er und Meghan hätten vier Jahre lang versucht in der Familie zu bleiben und die damit verbundenen Aufgaben wahrzunehmen. Aber das sei letztlich nicht möglich gewesen.

Wie tief die Narbe in seiner Seele ist, zeigt nicht zuletzt auch die Reaktion auf die jüngsten Veröffentlichungen rund um den BBC-Skandal bezüglich des berühmten Interviews mit seiner Mutter aus dem Jahr 1995. Wie jetzt bekannt wurde, hatte der BBC-Journalist Martin Bashir Prinzessin Diana bei dem Skandal-Interview mit falschen Informationen manipuliert. Harry selbst und auch sein Bruder Prinz Wiliam haben mit großem Entsetzen auf die Enthüllungen reagiert.

(fhe/lkr)

Im Video: Erster Trailer von „The Me You Can't See"