Verdächtiger gesteht perfide Tat bei Prozessauftakt in Hannover

Altenpfleger (34) hat schwerstbehinderte Frau (72) vergewaltigt

Prozessauftakt am Landgericht Hannover.
Prozessauftakt am Landgericht Hannover.
deutsche presse agentur

Metin Turan und Henrik Zinn

Ein 34 Jahre alter Pfleger hat zum Prozessauftakt am Landgericht Hannover seine schlimme Tat gestanden: In der Nacht vom 20. auf den 21. Februar hat er eine schwerstbehinderte Frau in einem Alten- und Pflegeheim in Hannover vergewaltigt. Demnach habe er die 72-Jährige bei seiner Nachtwache aufgesucht, die Geschädigte konnte sich nicht wehren.

Altenpfleger (34) gesteht Vergewaltigung

Ein unfassbarer Fall aus Hannover wird seit heute vor dem Landgericht verhandelt. Im Februar soll ein Pflegehelfer seine Vertrauensstellung ausgenutzt und eine schwerstbehinderte 72-jährige Heimbewohnerin in einem Seniorenheim im Norden von Hannover vergewaltigt haben. Eine Zeugenaussage der Geschädigten sowie DNA-Spuren des 34-Jährigen haben den Verdacht erhärtet.

Jetzt hat er seine Tat gestanden. „Mir tut es aus tiefste Seele leid. Ich schäme mich unsäglich für das, was ich getan habe“, sagte er am Landgericht Hannover. Seine Fantasien kamen dem gebürtigen Polen „als er sie ohne Unterwäsche gesehen hat“.

Schwerstbehinderte Seniorin konnte sich nicht wehren

Die Geschädigte selbst kann sich nicht bewegen und nicht sprechen, meldete sich aber über einen Sprachcomputer zu Wort: „Ich bin in der Nacht sexuell missbraucht worden (...) Ich wollte das nicht und habe ihn mit meinem Bein getreten. Dann hat er aufgehört“. Der Täter habe viel Kraft gehabt und sie im Bett hin- und hergeworfen.

Nachdem der Angeklagte getreten wurde, ist ihm klar geworden, dass er etwas getan hat, was sie nicht wollte. Anschließend habe er die Heimbewohnerin angezogen und sich entschuldigt. Vor Gericht betonte er, dass er unter enormen Druck gestanden hat. Seine Familie aus Polen fordert von dem Täter mehr Geld. Das Opfer diente als spontanes Ventil, die Tat war nicht geplant.

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Drei weitere Verhandlungstage angesetzt

Der Angeklagte lebt seit seinem 18. Lebensjahr in Deutschland. Er selbst hat zwei Kinder, die in Polen leben. Seit 2017 arbeitet er in der Pflege, angestellt ist er bei einer Zeitarbeitsfirma. Zum Tatzeitpunkt war er erst das zweite Mal in der Einrichtung in Hannover tätig. Das Landgericht Hannover hat drei weitere Verhandlungstage angesetzt.