Schlummertrunk, Verdauungsschnaps & Co.

Alkohol-Mythen im Check: Macht Trinken wirklich dumm?

14. Oktober 2021 - 14:24 Uhr

Im Video: Was ist dran an Schlummertrunk, Verdauungsschnaps & Co.?

Ein Glas Wein, um besser zu schlafen oder ein Verdauungsschnaps nach dem deftigen Essen – soll angeblich beides helfen. Aber ist da wirklich etwas dran? Und macht Alkohol wirklich dumm? Wir haben uns einige klassische Alkohol-Mythen angeschaut und geklärt, was wirklich dran ist. Ob bei jedem Rausch ein paar Gehirnzellen sterben und wie viel Alkohol erlaubt ist, ohne dass es ungesund wird, erklärt Ernährungsexpertin Dr. Brigitte Bäuerlein.

Wirkt sich ein Rausch auf das Gehirn aus?

"Ja, das ist so. Bei Ethanol, also Alkohol, geht sowohl Gehirngröße als auch Gehirnmasse verloren und auch die Reizübertragung der Nerven ist nicht mehr optimal. Alkohol greift besonders die weiße Hirnsubstanz an, die vor allem für das Denkvermögen, aber auch für das Gefühlsleben verantwortlich ist. Man muss lange abstinent sein, damit sich das Gehirn wieder erholen kann", erklärt Dr. Bäuerlein.

Wie viel Alkohol ist in Ordnung und gibt es dabei Unterschiede?

"Jeder Tag ohne Alkohol ist natürlich gut und ansonsten sagt die Wissenschaft etwa: ein Standardglas pro Frau und zwei Standardgläser pro Mann. Ein Standardglas ist ein kleines Glas Bier, 125 ml Wein oder ein Glas Sekt. Alkohol ist am Ende des Tages gleich Alkohol, egal ob als Hugo oder als Bier. Aber die Zutaten sind schon entscheidend – bei Cocktails beispielsweise ist zusätzlich viel ungesunder Zucker dabei." (jar/jos)